Sicherheit von Medikamenten

Stand: 22.05.2015Qualität geprüft durch Expertenbeirat - Erhalten Sie passende Studien automatisch hier

Medikamente müssen sicher sein. Ein sicheres Medikament hilft einem Patienten und schadet ihm nicht. Medikamente werden daher gut überwacht.

Bevor ein Medikament in Deutschland verkauft werden darf, wird es in klinischen Studien und einem offiziellen Zulassungsverfahren) untersucht.

Auch nach der Zulassung wird die Sicherheit von Medikamenten dauerhaft kontrolliert. Ein Beispiel hierfür stellen Anwendungsbeobachtungen dar.

Während der klinischen Studien werden die Nebenwirkungen eines neuen Medikaments genau untersucht und gesammelt. Ernste Nebenwirkungen können sogar zum Abbruch von Studien führen. Der Beipackzettel fasst schließlich alle bekannten Nebenwirkungen eines Medikaments zusammen. So können Patienten sich jederzeit informieren.

Manchmal wird eine Nebenwirkung erst nach der Zulassung des Medikaments entdeckt. Das geschieht besonders dann, wenn die Nebenwirkung nur sehr selten auftritt. In diesem Fall ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM zuständig.

Tritt eine unbekannte Nebenwirkung auf, sollten Betroffene sich sofort an ihren behandelnden Arzt wenden. Der Arzt füllt einen offiziellen Meldebogen aus und beschreibt die Nebenwirkung ganz genau. Der Meldebogen wird anschließend an das BfArM geschickt und dort weiter bearbeitet. Schließlich muss entschieden werden, ob das Medikament nach wie vor sicher ist.

In seltenen Fällen ist eine neu entdeckte Nebenwirkung so schwer, dass das Medikament nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr verwendet werden darf. Damit alle Ärzte schnell von dieser Änderung erfahren, gibt es die Rote-Hand-Briefe.

Rote-Hand-Briefe fassen neue Erkenntnisse zu einem Medikament zusammen. Sie werden vom BfArM und dem Hersteller des Medikaments verfasst. Per Post und E-Mail werden Rote-Hand-Briefe an sämtliche Ärzte und Krankenhäuser gesendet. Außerdem können sie jederzeit auf der Seite der Arzneimittelkommission eingesehen werden.

Grundsätzlich wird die Sicherheit aller Medikamente in Deutschland regelmäßig und sorgfältig kontrolliert. Neu auftretende Nebenwirkungen sollten Patientinnen und Patienten sofort mit Ihrem Arzt besprechen. So können Sie als Patientin oder Patient zur Sicherheit anderer Betroffener beitragen.

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Verfasst von der viomedo Redaktion