Diabetes Studienratgeber

Stand: 10.01.2016Qualität geprüft durch Expertenbeirat - Erhalten Sie passende Studien automatisch hier

Im Rahmen von klinischen Studien werden neue Behandlungsmethoden entwickelt. Dabei steht stets das Ziel, die Behandlung von Betroffenen mit Diabetes mellitus Typ 2 zu verbessern, im Vordergrund. Als Studienteilnehmer haben Sie die Möglichkeit, als einer der Ersten von innovativen Behandlungsmethoden zu profitieren.

Deutschland ist das in Europa führende Land für klinische Studien. Das heißt, dass hierzulande besonders viele Studien angeboten und auch von Patienten in Anspruch genommen werden. Sie befinden sich also nicht nur in guter Gesellschaft, Sie profitieren auch von der Beliebtheit Deutschlands als Standort der medizinischen Forschung. Zu Ihrer Erkrankung können Sie dadurch aus einer Vielzahl von interessanten Studien wählen und schon heute von der Medizin von morgen profitieren.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Möglichkeiten und Bedingungen der Teilnahme an einer klinischen Studie informieren. Diese Themen erwarten Sie:

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Leben mit Diabetes mellitus Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2, im Volksmund auch Alterszucker genannt, ist eine chronische fortschreitende Stoffwechselerkrankung. Der Blutzucker als Teil des Stoffwechsels ist bei Betroffenen dauerhaft erhöht. Dadurch entstehen mit der Zeit schwerwiegende Folgeerkrankungen.

Leben mit Diabetes

Krankheitsentstehung

Der erhöhte Blutzucker ist auf unterschiedliche Vorgänge zurückzuführen. Am wichtigsten sind eine verminderte Wirkung des Hormons Insulin auf den Körper und eine verminderte Bildung und Ausschüttung von Insulin.

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Es senkt den Blutzucker, indem es dafür sorgt, dass der Zucker von den Zellen aufgenommen wird. Insulin wird im Anschluss an eine zuckerhaltige Mahlzeit vermehrt ausgeschüttet. Bei Typ 2 Diabetikern kann dieser Effekt nicht mehr ausreichend erfolgen. Deshalb ist der Blutzucker dauernd erhöht.

Zu Beginn führt ein Diabetes mellitus Typ 2 kaum zu Beschwerden.

HbA1c als Zuckergedächtnis

Der dauerhaft erhöhte Blutzucker führt zu einer Veränderung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Diese Veränderung lässt sich im Kontrollwert des Langzeitblutzuckers HbA1c messen (auch Zuckergedächtnis genannt).

Je häufiger und höher der Blutzucker steigt, desto höher ist der HbA1c-Wert. Daher kann Ihr Arzt an dem Wert ablesen, wie gut Ihr Diabetes eingestellt ist.

Nicht nur im Alter

Die Erkrankung beginnt für gewöhnlich nach dem 40. Lebensjahr. Es erkranken jedoch zunehmend auch mehr Kinder und Jugendliche. Als wichtigste Ursache für die Erkrankung gilt Übergewicht, das aufgrund energiereicher Ernährung und mangelnder körperlicher Betätigung entsteht.

Folgeerkrankungen

Zu Beginn führt ein Diabetes mellitus Typ 2 kaum zu Beschwerden. Ist der Blutzucker jedoch über einen langen Zeitraum erhöht, können eine Reihe von Folgeerkrankungen auftreten. Dabei kommt es vornehmlich zur Schädigungen von Blutgefäßen, die bestimmte Organe versorgen.

Je nachdem welche Blutgefäße geschädigt werden, kann es zu einer der folgenden Beschwerden kommen:

  • Herz-Kreislauf und Gefäß-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall),
  • Schädigung der Netzhaut (bis hin zur Blindheit),
  • Nervenschädigung (sensomotorische Polyneuropathie und autonome Polyneuropathie) und Diabetisches Fußsyndrom,
  • Nierenschädigung (Nephropathie).

Damit es nicht zu diesen Folgeerkrankungen kommt, ist eine Senkung des zu hohen Blutzuckers erforderlich. Dies kann Anfangs am besten und gleichzeitig am nachhaltigsten durch eine Gewichtsabnahme erreicht werden.

Tabletten oder Insulin?

Ergänzend zu einer Gewichtsabnahme kommen mehrere Medikamente in Frage, die je nach Schwertgrad der Erkrankung eingesetzt und kombiniert werden können. Beispiele sind Tabletten (orale Antidiabetika) wie Metformin.

Wenn die Erkrankung mit der Tabletteneinnahme nicht gut genug kontrolliert werden kann, bleibt als letzte Möglichkeit nur das Spritzen von Insulin.

Das Wichtigste zu Diabetes mellitus Typ 2 auf einen Blick:

  • Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronisch fortschreitende Stoffwechselerkrankung, die mit erhöhtem Blutzucker einhergeht.
  • Obwohl die Erkrankung gefährlich ist, führt sie zu Beginn häufig zu wenigen Beschwerden bei den Betroffenen.
  • Eine Gewichtsabnahme und Umstellung der Ernährung haben oft einen positiven Einfluss und können die Einnahme von Medikamenten überflüssig machen.
  • Wenn eine Veränderung des Lebensstils keine Verbesserung des Blutzuckers bringt, erhalten Betroffene Tabletten (orale Antidiabetika) oder Insulin.
  • Regelmäßige Untersuchungen sind wichtig, um Folgeerkrankungen zu verhindern und frühzeitig zu erkennen.
  • Folgeerkrankungen, bei jahrelang erhöhtem Blutzucker, sind schwerwiegend. Deshalb ist eine gute Einstellung des Diabetes besonders wichtig.

Ihre Gesundheit im Fokus der Forschung

Alle klinischen Studien für Betroffene mit Typ 2 Diabetes haben das Ziel, Ihren Gesundheitszustand langfristig zu verbessern.

Weltweit nehmen über 1 Million Menschen jährlich an klinischen Studien teil und treiben somit den Fortschritt für alle Betroffenen voran.

Bessere Einstellung

Die Einstellungen des Blutzuckerspiegels stellt sich als eine schwierige Angelegenheit dar, bei der viele Faktoren berücksichtig werden müssen.

Viele Studien versuchen diesen Prozess der Blutzucker-Einstellung zu vereinfachen, indem neue und bessere Medikamente entwickelt werden. Dabei stehen Medikamente im Vordergrund, die den Blutzuckerspiegel zuverlässiger senken und zugleich die Einnahme für die Betroffenen angenehmer gestalten. Damit ist ein Nutzen für Sie als Anwender verbunden denn Ihre Medikamente werden besser und sicherer.

Schon heute gibt es Medikamente die den Blutzucker zuverlässig nur bei hohen Werten senken. Ein Beispiel ist die Gruppe der SGLT2-Hemmer. Diese Medikamente wirken auf einen speziellen Zucker-Transporter in der Niere, der normalerweise dafür zuständig ist, Zucker wieder zurück in die Blutbahn zu befördern. Durch die Hemmung des Transporters wird der im Blut erhöhte Zucker mit dem Harn ausgeschieden. Der Transporter arbeitet jedoch nur bei hoher Zucker Konzentration und verhindert so gleichzeitig eine Unterzuckerung.

Diabetes Aufklärung im Studienzentrum

Folgeerkrankungen vorbeugen und vermeiden

Ein wichtiger Fokus liegt darauf, Folgeerkrankungen zu verhindern.

Wenn Sie von einer Folgeerkrankung betroffen sind, verschlechtert sich meist auch Ihre Lebensqualität. Sie müssen häufiger zum Arzt und müssen mehr und vielleicht auch unangenehmere Behandlungen über sich ergehen lassen. Ihr behandelnder Arzt muss immer kompliziertere Behandlungen anwenden, um Sie gesund zu erhalten. Nicht zuletzt steigen für Sie die Zuzahlungs- und Behandlungskosten. Jeder an Ihrer Behandlung Beteiligte hat also ein Interesse daran, Folgeerkrankungen zu vermeiden, allen voran Sie als Betroffener!

Forschungsergebnisse helfen dabei, Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen und somit aufzuhalten oder ganz zu vermeiden.

Klinische Studien konnten exemplarisch belegen, dass sich das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche oder eine Amputation bei enger Kontrolle des Blutzuckers deutlich senken lässt.

Forschungsergebnisse wie diese besitzen große Bedeutung für das tägliche Leben eines Diabetikers, denn sie verdeutlichen den hohen Stellenwert einer disziplinierten Überwachung des eigenen Blutzuckers.

Diabetes-Früherkennung

Die klinische Forschung bemüht sich zurzeit verstärkt, den Diabetes mellitus Typ 2 schon früh erkennen und behandeln zu können.

Dadurch soll es Betroffenen ermöglicht werden, früh einem Diabetes entgegenzuwirken.

Bereits bekannt und in den USA auch als eigenes Krankheitsbild anerkannt ist die Vorstufe des Diabetes mellitus Typ 2, der Prädiabetes. Forscher suchen insbesondere nach genetischen Merkmalen, die schon vor dem krankhaften Anstieg der Blutzuckerwert ermöglichen, die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung zu diagnostizieren.

Auch das Zusammenspiel von Risikofaktoren und Lebensweise im Hinblick auf die Krankheitsentstehung wird laufend weiter untersucht.

HbA1c und Zielwert

Die ersten zehn Jahre der Diabeteserkrankung und die Einstellung des Blutzuckers bestimmen das Risiko für Folgeerkrankungen.

Einen allgemeinen Hinweis auf Ihr persönliches Risiko, Folgeerkrankungen zu erleiden, gibt insbesondere Ihr HbA1c-Wert. Dieser zeigt an, wie gut Ihr Blutzucker eingestellt ist. Das Ziel einer jeden Diabetes-Behandlung ist es, den HbA1c-Wert in einen stabilen Bereich zu bringen.

Ist der HbA1c zu hoch, steigt das Risiko für Folgeerkrankungen, ist er jedoch zu niedrig eingestellt, steigt das Risiko für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie).

Studien tragen dazu bei, für jeden Betroffenen einen optimalen HbA1c-Wert zu definieren und dabei auszuschließen, dass sich der Gesundheitszustand des Betroffenen verschlechtert. Die aktuelle klinische Forschung hat gezeigt, dass auch eine zu schnelle Senkung des HbA1c-Wertes zu Komplikationen wie Nerven-oder Nierenschäden führen kann.

Erwünschte oder unerwünschte Wirkung?

Klinische Studien dienen auch dazu Nebenwirkungen von Medikamenten aufzudecken. Gleichzeitig werden Medikamente entwickelt, die zu weniger Nebenwirkungen führen.

Im Fall von Insulin gehört zum Beispiel die Unterzuckerung zu einer der gefürchtetsten Nebenwirkungen. In den schlimmsten Fällen kann diese sogar Lebensgefährlich sein.

Um diese Gefahr zu verhindern wird intensiv an Medikamenten geforscht, die nur wirken, wenn der Blutzucker auch erhöht ist. Eine starke Unterzuckerung soll so verhindert werden.

Ein erstes Beispiel für ein solches Medikament sind die so genannten GLP-1 Agonisten. Diese stellen ein körpereigenes Hormon nach, dass den Blutzucker bei zu hohen Werten senkt.

Alleskönner

Gerade Orale Antidiabetika verfügen häufig über zusätzliche erwünschte Wirkung, neben Ihrer Hauptaufgabe den Blutzucker zu senken. In umfangreichen klinischen Studien werden diese positiven Effekte untersucht.

Ein Beispiel ist das Medikament Metformin. Studien haben gezeigt, das Metformin auch vor Krebs schützen kann und bei der Gewichtsreduktion unterstützt.

Durch Wissen zur Heilung

Langfristig sollen Studien dazu führen, den Typ 2 Diabetes komplett heilen zu können. Jede Studie erzeugt neue Erkenntnisse, die interpretiert und ausgewertet werden. So wird fortlaufend neues Wissen gewonnen, das zu einem besseren Verständnis der Erkrankung führt, wodurch fortlaufend bessere Behandlungsmethoden entwickelt werden können.

Ihre Chance

Sie sehen, klinische Forschung nähert sich von vielen Seiten einem gemeinsamen Ziel, der Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten auch Ihres Diabetes mellitus Typ 2. Tragen Sie mit einer Studienteilnahme dazu bei, dieses Ziel gemeinsam mit anderen Betroffenen zu erreichen.

Ihr Nutzen im Überblick:

  • Bessere Medikamente tragen dazu bei, dass Sie Ihren Diabetes besser einstellen können.
  • Folgeerkrankung können durch die Ergebnisse neuer Studien gezielter vermieden werden.
  • Die Gefahr für lebensbedrohliche Situationen wie die Unterzuckerung wird durch bessere Medikamente minimiert.
  • Studien tragen dazu bei, neue positive Wirkungen von Medikamenten aufzudecken.
  • Neue Erkenntnisse zu Diabetes könnten zukünftig zu einer Heilung der Erkrankung führen.

Warum Sie an einer Studie teilnehmen sollten

Es gibt viele Gründe für Sie, an einer Studie teilzunehmen:

  • Sie möchten die Therapie Ihres Diabetes mellitus Typ 2 optimieren und den Verlauf Ihrer Erkrankung positiv beeinflussen.
  • Sie wünschen sich engmaschige Kontrolle in einem vertrauenswürdigen und professionellen Umfeld.
  • Sie möchten als einer der Ersten von einer neuen Therapie oder Diagnostik profitieren, die nur im Rahmen einer klinischen Studie verfügbar ist.
  • Sie möchten einen Beitrag zur Verbesserung der Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 auch für andere Patienten leisten

Teilnahme klinische Studie Diabetes

Medizin von morgen schon heute

Durch eine Studienteilnahme haben Sie die Möglichkeit, als einer der Ersten von neusten Erkenntnissen der Forschung zu profitieren. In Studien erhalten Sie neu entwickelte Medikamente, verbesserte Behandlungsansätze oder auch Hilfestellungen und Unterstützung bei der Behandlung Ihrer Erkrankung.

Bessere Betreuung

Wenn Sie an einer Studie teilnehmen, werden Sie eng in einem professionellen Studienzentrum in Ihrer Nähe betreut. Sie profitieren von der Erfahrung der Mitarbeiter vor Ort.

Während Ihrer Studienteilnahme erhalten Sie eine intensive Untersuchung von erfahrenen Ärzten und Fachkräften, wie Ernährungsberatern oder Diabetes Fachpflegern. Ihr Diabetes mellitus Typ 2 wird dadurch gut begleitet und überwacht und Folgeerkrankungen können frühzeitig erkannt werden.

Untersuchungen haben ergeben, dass die bloße Studienteilnahme, Ihre Behandlung durch die intensive Betreuung positiv beeinflusst. Das heißt, dass sich zum Beispiel Ihr Gesundheitszustand verbessern kann.

Neue Hoffnung

Die Teilnahme an einer klinischen Studie kann für Sie und andere das Warten auf neue Behandlungen verkürzen. Denn erst wenn eine festgelegte Anzahl an Patienten teilgenommen hat, können gültige Schlüsse aus den gesammelten Ergebnissen gezogen werden.

Diese Ergebnisse sind notwendig, um die positiven Wirkungen neuer Behandlungen zu belegen und diese für alle zugänglich zu machen.

Indem Sie sich aktiv an einer klinischen Studie beteiligen, erhalten Sie schon heute Zugang zu den Behandlungen von morgen und helfen die Zulassung neuer Behandlungen zu beschleunigen. So tragen Sie aktiv zum medizinischen Fortschritt bei.

Was Sie vorab über Studien wissen sollten

Die Teilnahme an einer klinischen Studie stellt Sie vermutlich vor viele Fragen. Kommen als Studienteilnehmer Kosten auf mich zu? Welche Rechten und Pflichten habe ich als Studienteilnehmer? Was für Arten von Studien gibt es und wie laufen sie ab?

Studienratgeber viomedo

Wir haben genau für diese Fragen einen ausführlichen Ratgeber Klinische Studien geschrieben. Er beantwortet alle Ihre Fragen zum Thema klinische Studien. Es wird erklärt was klinische Studien sind, wie und von wem sie durchgeführt werden und natürlich auch wie man an einer Studie teilnehmen kann. Soviel vorweg, eine Studienteilnahme ist für Sie immer kostenfrei. Alle Untersuchungen und Behandlungen sind für Sie während der Studienteilnahme kostenfrei.

Einfach passende Studie finden

Das Ziel von viomedo ist es, Ihnen einen möglichst einfachen Zugang zu klinischen Studien zu bieten - und das komplett kostenlos und unabhängig!

Viomedo bietet ihnen den direkten Zugang zu vielen klinischen Studien für Diabetes an. Finden Sie durch die Studiensuche einfach Diabetes-Studien in Ihrer Umgebung und informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch oder via E-Mail zur Verfügung. Unsere Kontaktinformationen finden Sie auf der Kontaktseite.

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Verfasst von der viomedo Redaktion