Studien für Rheumatoide Arthritis-Patienten

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Klinische Studien für Betroffene

Betroffene mit rheumatoider Arthritis leiden oft unter schmerzenden, steifen Gelenken. Besonders häufig sind die Gelenke der Hände betroffen, was auch leichte Aufgaben im Alltag erschweren kann.

Aktuell können Betroffene mir rheumatoider Arthritis nicht geheilt werden. Medikamente können nur die Symptome lindern. Ein großes Problem der Behandlung stellen die starken Nebenwirkungen dar, die durch eine langfriste Einnahme von Medikamenten entstehen.

Deshalb werden Therapien gesucht, die auf der einen Seite besser wirken und auf der anderen Seite besser verträglich sind. Um erfolgsversprechende Lösungen zu finden sind klinische Studien notwendig, an denen Betroffene mit rheumatoider Arthritis teilnehmen. Als Teilnehmer einer Studie bekommen Sie die Chance, als einer der Ersten von den innovativen Therapien zu profitieren. Zusätzlich bringt die Teilnahme neue Erkenntnisse in der Behandlung von rheumatoider Arthritis, die in Zukunft allen Betroffenen helfen kann.

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Eine Studienteilnahme bietet neue Hoffnung. Erfahren Sie als einer der Ersten, wenn Sie von neuen Behandlungsmethoden bei Rheumatoide Arthritis profitieren können.

Fortschritte der letzten Jahre

Seit einigen Jahren gibt es eine neue Klasse von Medikamenten, die den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst. Es handelt sich um sogenannte Basistherapeutika. Sie heißen auch Disease-modifying anti-rheumatic drugs (DMARDs). Deren wichtigster Vertreter ist Methotrexat, auch MTX genannt. Sie sind zur dauerhaften Behandlung geeignet und unterdrücken das Immunsystem. So kommt es zu weniger akuten und stark schmerzhaften Phasen.

Studien haben außerdem gezeigt, dass MTX besser verträglich ist, als Glukokortikoide und Schmerzmittel. Bei regelmäßiger Einnahme von Schmerzmitteln kann es nämlich zu Magengeschwüren kommen und in deren Folge zu gefürchteten Magen-Darm-Blutungen. Gerade in der häufigen Kombination mit Glukokortikoiden war das Risiko besonders hoch.

Aktuelle Trends in Studien

Aktuell suchen Forscher weiter nach besseren Behandlungsmethoden für Betroffene. So sollen Medikamente gefunden werden, die noch besser wirken und gleichzeitig weniger Nebenwirkungen haben.

Ein Schwerpunkt liegt darin, Medikamente zu finden, die genau in den Prozess der Erkrankung eingreifen. Dabei handelt es sich vor allem um biotechnologisch hergestellte Antikörper. Auch Medikamente, die bereits bei ähnlichen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden, könnten in naher Zukunft bei rheumatoider Arthritis helfen. Ein Beispiel ist Secukinumab, das bisher zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt wurde.

Zudem wird daran geforscht, dass die Medikamente nur am Knorpel wirken. Dadurch können Nebenwirkungen der Medikamente reduziert werden. Erste Studien dazu sind sehr vielversprechend.

Mehr über klinische Studien

Über viomedo

viomedo ist eine innovative und unabhängige Plattform für klinische Studien. Hier finden Sie den größten Überblick über aktuelle Studien in Deutschland. Dadurch können Sie die Teilnahme an einer klinischen Studie als eine mögliche Behandlung berücksichtigen. Wir beraten Sie stets neutral und unverbindlich darüber, welche klinischen Studien für Sie in Frage kommen. So können Sie eine Studienteilnahme auf Augenhöhe mit Ihrem Arzt besprechen oder direkt auf viomedo mehr Informationen vom Studienarzt anfordern.

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Weitere Informationen

Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem reagiert über und greift die eigenen Gelenke an.

Ungefähr 1% aller Erwachsenen leiden an rheumatoider Arthritis. Sie tritt vor allem zwischen dem 55. und 75. Lebensjahr auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Die genaue Ursache der rheumatoiden Arthritis ist unbekannt. Die Erkrankung scheint zum Teil eine genetische Ursache zu haben. In einigen Familien kommt sie gehäuft vor. Im Verlauf der Erkrankung wandern Zellen des Immunsystems in die Schleimhaut der Gelenke. Dabei kommt es zur Bildung von Botenstoffen, die eine Entzündung auslösen. Dieser Zustand heißt Synovialitis. Dadurch kommt es letztendlich zu einer Verdickung und Wucherung der Schleimhaut (Pannus). Diese Wucherung zerstört den Knorpel. Dadurch entsteht ein großer Teil der Beschwerden. Zusätzlich kann es zu einer Entzündung der Gefäße kommen, wodurch auch Beschwerden außerhalb der Gelenke entstehen können.

Typisch für die Erkrankung ist die Bildung von Antikörpern gegen Strukturen des Körpers. Dazu zählen Rheumafaktoren oder Anti-CCP-Antikörper.

Im Mittelpunkt der Erkrankung stehen die Beschwerden an den Gelenken. Dabei kommt es zu Schmerzen, Schwellung und Steifigkeit der betroffenen Gelenke. Im Verlauf kann es sogar zu starken Fehlstellungen kommen. Die Hände sind am häufigsten betroffen. Die Entzündung kann darüber hinaus andere Organe betreffen. Zum Beispiel können Lungenfell, Herzbeutel oder Augen betroffen sein. Außerdem erhöht rheumatoide Arthritis das Risiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu bekommen.

Es gibt eine Reihe von Sonderformen der rheumatoiden Arthritis. Dazu zählen zum Beispiel das Felty-Syndrom. Auch Kinder können schon in Form der juvenile idiopathische Arthritis von Gelenkbeschwerden betroffen sein.

Um den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte direkt nach der Diagnose mit einer Behandlung begonnen werden. So können schwere Fehlstellungen der Gelenke am besten verhindert werden. Eventuell kann im Verlauf der Erkrankung dann die Dosis der Medikamente reduziert werden.

In akuten Krankheitsphasen helfen Kälteanwendungen und Medikamente. Zur Verfügung stehen Glukokortikoide wie Prednisolon oder Basistherapeutika (DMADs) wie Methotrexat. Seit einigen Jahren stehen auch Biologika für schwere Verläufe zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel Infliximab und Adalimumab. Dabei handelt es sich um Antikörper, die den Botenstoff TNFα hemmen. Dieser spielt eine zentrale Rolle in der Entstehung von Entzündungen.

Zusätzlich können Schmerzmittel eingenommen werden. Neben Medikamenten werden auch andere Verfahren eingesetzt. Dazu zählt zum Beispiel die Radiosynoviorthese. Dabei wird eine radioaktive Substanz in betroffene Gelenke gespritzt. Dadurch wird die Entzündung bekämpft. Als weitere Möglichkeit kommen verschiedene Operationen in Frage.

Die Prognose ist trotz Behandlung noch immer nicht gut. Nach 10 Jahren kann fast die Hälfte der Betroffenen nicht mehr arbeiten. Betroffene mit rheumatoider Arthritis leben im Schnitt 7 Jahre kürzer als Gesunde.

Verfasst von viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat