Aktuelle Studien für Patienten mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis)

Erhalten Sie Zugang zu den Neurodermitis-Behandlungen der Zukunft und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt

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Klinische Studien für Betroffene

Rötung und Schuppung der Haut und ein starker Juckreiz sind die Beschwerden, unter denen Patienten mit atopischer Dermatitis dauerhaft leiden. Die atopische Dermatitis wird auch als Neurodermitis oder endogenes Ekzem bezeichnet und ist eine chronische Erkrankung, die in Schüben verläuft. Viele Betroffene leiden schon seit frühester Kindheit an der Erkrankung und sind stark von den quälenden Hautveränderungen (Ekzeme) beeinträchtigt. Eine Heilung durch eine spezifische Behandlungen ist aktuell noch nicht möglich. Die anhaltenden Beschwerden und die oftmals auffälligen Hauterscheinungen bedeuten für Betroffene eine starke psychische Belastung.

Nur durch weitere Forschung können die Ursachen der atopischen Dermatitis besser verstanden und neue, wirksamere Therapien entwickelt werden. Es müssen Medikamente gefunden werden, die die Ursachen der atopischen Dermatitis genauer behandeln, Betroffenen eine bessere Linderung der Beschwerden bringen und eine bessere Lebensqualität ermöglichen. Hierfür sind klinische Studien notwendig, an denen Betroffene mit atopischer Dermatitis teilnehmen und dabei frühzeitig Zugang zu innovativen Therapien erhalten. Als Studienteilnehmer tragen Sie dazu bei, dass die Behandlung für alle Betroffenen mit atopischer Dermatitis in Zukunft verbessert wird.

Fortschritte der letzten Jahre

Intensive Forschung zu den Krankheitsmechanismen der Neurodermitis hat zu der Erkenntnis geführt, dass bei vielen Betroffenen dem Immunsystem eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der entzündlichen Hauterscheinungen zukommt. Neue Therapien versuchen, diese Immunantwort möglichst gezielt zu beeinflussen. Seit 2017 ist das Biologikum Dupilumab für die Behandlung bestimmter Patienten zugelassen. Dupilumab ist ein biotechnologisch hergestellter monoklonaler Antikörper und bewirkt eine Hemmung von entzündungsfördernden Signalwegen und Botenstoffe (Interleukine) bestimmter weißer Blutzellen (T-Helferzellen). Durch die Blockade werden Signalwege der Entzündungsreaktion gehemmt, die an der Entstehung von Ekzemen und Juckreiz entscheidend beteiligt sind.

Aktuelle Trends in Studien

Die aktuelle Forschung im Bereich der atopischen Dermatitis richtet sich vielfach auf neue Immuntherapeutika. Aktuell wird an weiteren Antikörpern geforscht, die andere Interleukine hemmen oder an anderen Signalwegen der Entzündungsreaktion ansetzen. Hierzu gehören Phosphodiesterase-4-Hemmer (PDE-4 Hemmer), die für die orale Einnahme und für die topische Anwendung auf der Haut untersucht werden. Ein weiterer Ansatz sind sogenannte Januskinase-Hemmer (JAK-Inhibitoren). Diese beeinflussen die Zytokin-vermittelte Zell­kommunikation. Aktuell wird die Wirksamkeit von JAK-Inhibitoren bei der Behandlung der atopischen Dermatitis in internationalen klinischen Studien untersucht.

In jüngster Zeit wurde in der Neurodermitis-Forschung zudem ein Schwerpunkt auf Langzeituntersuchungen gelegt. Mit einer Beobachtungsstudie soll besser untersucht werden, wie wirksam Patienten im Alltag mit einer langfristigen medikamentöser Therapie behandelt werden. Hierzu existieren aktuell noch viele Wissenslücken, die beispielsweise durch die TREAT Studie geschlossen werden sollen. Bei dieser Beobachtungsstudie wird kein neuer Wirkstoff oder ein neues Behandlungsverfahren erforscht, sondern die aktuelle Behandlung von Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Neurodermitis über einen langen Zeitraum erfasst und systematisch ausgewertet.

Mehr über klinische Studien

Weitere Informationen

Die atopische Dermatitis (auch Neurodermitis oder endogenes Ekzem) ist eine chronische Hauterkrankung, die in Schüben verläuft. Die Ursachen für die atopische Dermatitis sind noch nicht vollständig geklärt. Ein Zusammenspiel aus erblicher Veranlagung und verschiedenen Auslösefaktoren führen zu der Erkrankung und den schubförmig auftretenden Verschlechterungen. Betroffene zeigen eine allergische Reaktion auf vielfältige Stoffe und Provokationsfaktoren, die zu den entzündlichen Veränderungen der Haut (Ekzeme) mit quälendem Juckreiz führen. Die Ekzeme sind meist gerötet und durch eine trockene, empfindliche Haut gekennzeichnet, bei der es im Laufe der Zeit durch die andauernde Reizung zu einer leichten Verdickung und einer zunehmenden Vergröberung der Hautstruktur in den betroffenen Arealen kommt.

Bei vielen Betroffenen tritt die atopische Dermatitis bereits im Kleinkind- oder Kindesalter auf. Bei Kindern sind zunächst meist andere Körperstellen betroffen als bei Erwachsenen. Trotz einer starken erblichen Veranlagung kann die Erkrankung im Verlauf auch spontan abklingen. Für viele Betroffene bedeutet die Erkrankung aber ein chronisches Leiden, dass aktuell nicht geheilt werden kann. Für diese Betroffenen ist es besonders wichtig, die typischen Auslöser zu kennen, die bei ihnen die Schübe auslösen oder die Erkrankung verschlechtern (z.B. Tierhaare, Wolle, Nahrungsmittelallergene, Chemikalien, Stress). Die Bedeutung der jeweiligen auslösenden Faktoren variieren bei den einzelnen Patienten und lassen sich teilweise schwer oder nicht vollständig identifizieren.

Die Behandlung der atopischen Dermatitis richtet sich nach dem individuellen Verlauf und Schweregrad der Erkrankung bei dem Betroffenen. Neben einer bestmöglichen Vermeidung der Auslösefaktoren zielt die Behandlung auf die Linderung der Symptome ab. Hierfür kommen Medikamente zum Einsatz, die äußerlich angewendet werden oder eingenommen werden. Eine Basistherapie hat das Ziel, die Trockenheit der betroffenen Haut zu schützen und vor weiteren Irritationen zu schützen. Hinzu kommen Therapeutika, die helfen sollen, den Juckreiz zu reduzieren, die Entzündungsreaktion zu hemmen und das Immunsystem zu modulieren. Die Wirkstoffe werden je nach Schweregrad zusätzlich oder alternativ zur Basistherapie eingesetzt. Nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren wie beispielsweise die Phototherapie (Bestrahlung mit UV-Licht) werden in akuten Krankheitsphasen ergänzend eingesetzt.

Verfasst von Viomedo Redaktion