Studien für Morbus Crohn-Patienten

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Klinische Studien für Betroffene

Betroffene mit Morbus Crohn leiden an wiederkehrenden Durchfällen, Blähungen oder starken Bauchschmerzen. Die Symptome treten dabei in Schüben auf und können das Leben der Betroffenen startk einschränken.

Bisher gibt es keine Möglichkeit, Morbus Crohn zu heilen. Die in der Therapie eingesetzten Medikamente haben zum Teil starke Nebenwirkungen. Dies gilt besonders für schwere Verläufe, bei denen die Medikamente hoch dosiert werden. Deshalb wird nach besseren Behandlungsmethoden gesucht.

In Studien werden die neuesten Ansätze geprüft, welche den größten Erfolg versprechen. Als Studienteilnehmer bekommen Sie die Möglichkeit, als einer der ersten Betroffenen von den neuen Behandlungsmethoden zu profitieren. Gleichzeitig hilft die Teilnahme an einer Studie, die Behandlung von Morbus Crohn für alle Betroffenen zu verbessern.

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Eine Studienteilnahme bietet neue Hoffnung. Erfahren Sie als einer der Ersten, wenn Sie von neuen Behandlungsmethoden bei Morbus Crohn profitieren können.

Fortschritte der letzten Jahre

In den letzten Jahren wurden Medikamente entwickelt, die gezielt die Entzündung bei Morbus Crohn behandeln. Dabei handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Antikörper. Sie blockieren Stoffe im Körper, die an der Entstehung der Darmerkrankung beteiligt sind.

Zwei solcher Stoffe lassen sich bei Morbus Crohn erfolgreich durch Antikörper blockieren. Das ist zum einen α4β7-Integrin durch Vedolizumab, sowie TNFα durch Infliximab. Vor allem Infliximab stellt einen wichtigen Bestandteil der aktuellen Leitlinientherapie dar.

Diese Entwicklung hat es ermöglicht auch Betroffene mit einem schweren Krankheitsverlauf zu behandeln. Dadurch lassen sich nun 8 von 10 Betroffene besser behandeln.

Aktuelle Trends in Studien

In den Fokus der Forschung ist in den letzten Jahren zunehmend die Darmflora gerückt. Die Darmflora bezeichnet alle Bakterien des Darms. Bei Morbus Crohn scheint diese gestört zu sein. Daher ist es das Ziel Methoden zu finden, die Darmflora zu beeinflussen.

Die Stuhltransplantation stellt eine solche Methode dar. Dabei wird Stuhl eines gesunden Menschen in den Darm eines Betroffenen gebracht. In den letzten Jahren haben Studien zu anderen Erkrankungen gezeigt, dass diese Methode sehr gute Ergebnisse erzielen kann. Neue Studien sollen untersuchen, ob die Stuhltransplantation auch bei Morbus Crohn Erfolg bringt.

Ein weiterer Ansatz der Forschung besteht darin, neue Biologika zu entwickeln. Das Ziel ist es Medikamente zu finden, die besser wirken und weniger Nebenwirkungen haben als bisher verfügbare. Ein aktuelles Beispiel ist Etrolizumab, das in ersten Studien vielversprechende Ergebnisse zeigte.

Mehr über klinische Studien

Über viomedo

viomedo ist eine innovative und unabhängige Plattform für klinische Studien. Hier finden Sie den größten Überblick über aktuelle Studien in Deutschland. Dadurch können Sie die Teilnahme an einer klinischen Studie als eine mögliche Behandlung berücksichtigen. Wir beraten Sie stets neutral und unverbindlich darüber, welche klinischen Studien für Sie in Frage kommen. So können Sie eine Studienteilnahme auf Augenhöhe mit Ihrem Arzt besprechen oder direkt auf viomedo mehr Informationen vom Studienarzt anfordern.

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Weitere Informationen

Morbus Crohn gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. In Deutschland erkranken jedes Jahr über 2.000 Menschen neu an Morbus Crohn. Bei den meisten tritt die Erkrankung zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auf.

Durch bisher ungeklärte Ursachen werden Entzündungszellen im Magen-Darm-Trakt aktiviert. Dadurch kommt es zu einer Entzündung. Typisch für Morbus Crohn ist, dass der gesamte Magen-Darm-Trakt betroffen sein kann. Am häufigsten ist der letzte Teil des Dünndarms erkrankt. Dieser Zustand heißt Ileitis terminalis.

Die Entzündung des Darms verursacht die meisten Beschwerden der Erkrankung. Die Beschwerden treten in Schüben auf. Das heißt, dass sich Phasen mit starken Beschwerden mit Phasen ohne Beschwerden abwechseln. Dabei haben Betroffene ohne ausreichende Therapie in einem Jahr zwischen 1 und 2 Schüben. Im Vordergrund stehen dabei Bauchschmerzen, Durchfälle und Gewichtsverlust. Es können auch Symptome an der Haut, an den Augen oder Gelenken auftreten.

Bei Morbus Crohn kommt es häufig zur Bildung von Fisteln und Abszessen. Unter Fisteln versteht man die krankhafte Verbindung zwischen zwei Hohlorganen oder einem Hohlorgan und der Körperoberfläche. Das bedeutet, dass eine Verbindung zwischen zwei Darmanteilen, dem Darm und der Harnblase oder dem Darm und der Haut entstehen kann. Ein Abszess ist eine starke Entzündung, bei der es zur Ansammlung von Eiter kommt. Darüber hinaus kommt es durch die Entzündung zur Verengung des Darmes (so genannte Stenosen). Dadurch kann zu einem Darmverschluss kommen.

Im akuten Schub werden besonders Glukokortikoide eingesetzt, die in schweren Fällen mit Immunsuppressiva wie Azathioprin kombiniert werden. Beide unterdrücken die Entzündungsreaktion. Betroffene nehmen zum Verhindern von Schüben ebenfalls Immunsuppressiva ein, auch wenn keine Beschwerden bestehen.

Für besonders schwere Verläufe stehen Biologika zur Verfügung. Eingesetzt werden derzeit die TNFα-Antikörper Infliximab und Adalimumab. Trotz intensiver Therapie treten immer wieder Schübe auf und Betroffene müssen im Verlauf der Erkrankung operiert werden. Bei den Operationen müssen oft Teile des Darms entfernt werden.

Verfasst von viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat