Studien für Lymphom-Patienten

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Klinische Studien für Betroffene

Obwohl in den vergangenen Jahren wichtige Erfolge in der Behandlung von Lyphomen erzielt werden konnten, können längst nicht alle Betroffene zufriedenstellend behandelt werden. Für Betroffene mit malignem Lymphom gibt es kein einheitliches Therapiekonzept. Die Therapie muss individuell der Form des Lymphoms angepasst werden. Vor allem bei Betroffenen, deren Lymphomform nicht mit einer Standardtherapie behandelt werden kann, wird intensiv an neuen Therapiemöglichkeiten geforscht.

Als Teilnehmer an Studien profitieren Sie von neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie erhalten Medikamente, die noch nicht auf dem Markt sind als einer der Ersten. Das Ansprechen auf eine Therapie kann verbessert werden und Nebenwirkungen können reduziert werden. Durch die Forschung und ihre Teilnahme an der Studie können maligne Lymphome besser verstanden und neue Therapiekonzepte entwickelt werden.

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Eine Studienteilnahme bietet neue Hoffnung. Erfahren Sie als einer der Ersten, wenn Sie von neuen Behandlungsmethoden bei Lymphom profitieren können.

Fortschritte der letzten Jahre

Vor allem Betroffene mit bestimmten Formen von Non-Hodgkin-Lymphomen können durch den Einsatz neuer Therapieformen deutlich besser behandelt werden.

Ein Beispiel dafür ist die Immuntherapie mit dem Antikörper Rituximab. Rituximab gilt als eines der ersten Medikamente, die eine gezielte Tumortherapie möglich gemacht haben. Durch Rituximab können gezielt Tumorzellen bei malignen Lymphomen angegriffen und vernichtet werden.

Mittlerweile zählt Rituximab bei vielen Non-Hodgkin-Lymphomformen zusammen mit einer Chemotherapie zur Standard-Behandlung.

Auch bei dem Hodgkin-Lymphom wurde die Therapie verbessert. So ging man dazu über, Betroffene nicht mehr nach einem einheitlichem Therapiekonzept zu behandeln. Erkenntnisse aus Studien ergaben, dass die einzelnen Stadien der Erkrankung mit unterschiedlichen Ansätzen in der Chemotherapie behandelt werden sollten, um bestmögliche Therapieerfolge zu bekommen.

Aktuelle Trends in Studien

Studien für Betroffene mit malignen Lymphomen beschäftigen sich mit neuen Medikamenten, verbesserten Möglichkeiten, um die Krankheit schneller und genauer zu diagnostizieren und mit der Suche nach Krankheitsmerkmalen auf der Ebene der Moleküle.

Bei Lymphomen gewinnen die zielgerichteten Therapien immer mehr an Bedeutung. Der Trend geht weg von gleichen Standard-Chemotherapien für alle Betroffene hin zu individuellen zielgerichteten Therapien. Damit sollen bestimmte molekulare Strukturen des Tumors direkt ausgeschaltet werden.

Ein vielversprechendes neues Medikament bei einigen Lymphomformen, wie zum Beispiel dem Mantelzelllymphom, ist Ibrutinib. Dieses Medikament wirkt direkt auf B-Zellen, aus denen Lymphome entstehen und hindert diese am Wachstum. Ähnlich wirkt auch das neue Medikament Idelalisib.

Ein weiterer Versuch Lymphomzellen direkt auf molekularer Ebene auszuschalten, sind mTOR-Inhibitoren. Beispiele dafür sind Everolimus und Temsirolimus.

Mehr über klinische Studien

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viomedo ist eine innovative und unabhängige Plattform für klinische Studien. Hier finden Sie den größten Überblick über aktuelle Studien in Deutschland. Dadurch können Sie die Teilnahme an einer klinischen Studie als eine mögliche Behandlung berücksichtigen. Wir beraten Sie stets neutral und unverbindlich darüber, welche klinischen Studien für Sie in Frage kommen. So können Sie eine Studienteilnahme auf Augenhöhe mit Ihrem Arzt besprechen oder direkt auf viomedo mehr Informationen vom Studienarzt anfordern.

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Weitere Informationen

Unter bösartigen, sogenannten malignen Lymphomen versteht man eine große Gruppe unterschiedlicher Krebserkrankungen, die das lymphatische System des Körpers befallen. Das menschliche Lymphsystem besteht aus den lymphatischen Organen wie Milz, Mandeln, Knochenmark oder Lymphknoten und aus feinen, durch den gesamten Körper ziehenden Lymphgefäßen. Außerdem befindet sich noch an vielen weiteren Stellen im menschlichen Körper lymphatisches Gewebe, hierzu gehört auch zum Beispiel der Magen-Darm-Trakt. Maligne Lymphome können von diesen Organen ausgehen oder aber auch aus weißen Blutkörperchen, den B- oder T-Zellen, entstehen. Es kommt zu einer unkontrollierten Vermehrung der entarteten B- oder T-Zellen im Körper.

Die Krankheitsanzeichen bei malignen Lymphomen sind sehr unterschiedlich. Oft fallen Betroffenen vergrößerte, nicht schmerzhafte Lymphknoten auf. Die Betroffenen fühlen sich krank und schlapp. Es kann zu Fieber und Gewichtsverlust kommen. Betroffene können ein geschwächtes Abwehrsystem haben und Infekte können häufiger auftreten.

In Deutschland sind maligne Lymphome eine seltenere Tumorerkrankung. Etwa 16 000 Neuerkrankungen treten in einem Jahr in Deutschland auf.

Maligne Lymphome lassen sich in zwei große Gruppen einteilen. Die Mehrzahl der malignen Lymphome gehört zu den Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL), nur ein kleiner Teil sind Hodgkin-Lymphome.

Zu den Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) wiederum zählen viele verschiedene Lymphomerkrankungen, die durch ihren Ursprung aus einer B- oder T-Zelle unterschieden werden. Auch die Beschwerden und der Verlauf sind nicht einheitlich. Häufig besteht eine Lymphknotenschwellung. Nach einer Probenentnahme des betroffenen Gewebes lässt sich die Diagnose sichern. Non-Hodgkin-Lymphom kann alle Altersgruppen betreffen, meistens erkranken aber eher ältere Menschen, der Erkrankungsgipfel liegt bei durchschnittlich 70 Jahren. Beispiele für häufige Non-Hodgkin-Lymphome sind das diffus großzelliges B-Zell-Lymphom oder das follikuläres Lymphom.

Von Hodgkin-Lymphomen betroffen sind alle Altersgruppen. Auch hier fallen Betroffene mit einer Lymphknotenschwellung, meistens im Hals- oder Nackenbereich, auf. Zusätzlich besteht Fieber, Nachtschweiß und eine ungewollte Gewichtsabnahme. Durch eine Untersuchung des entnommenen Lymphknotengewebes lassen sich die für das Hodgkin-Lymphom typischen Reed-Sternberg-Zellen und Hodgkin-Zellen nachweisen.

Genaue Ursachen für maligne Lymphome lassen sich nicht nachweisen. Eine Zellveränderung kann durch verschiedene Gründe ausgelöst werden. Auslöser können Immundefekte, Bestrahlung, Kontakt mit radioaktiven Stoffen oder aber auch Infektionen mit bestimmten Viren, wie zum Beispiel dem Epstein-Barr-Virus, sein.

Die Prognose ist sehr abhängig von der jeweiligen Lymphomerkrankung. Desweiteren spielen aber auch das Erkrankungsstadium und das Alter des Betroffenen eine wichtige Rolle. Eine grundsätzliche Aussage zur Prognose bei NHL lässt sich nicht machen. Hingegen gilt aber das Hodgkin-Lymphom zu einer der am besten behandelbaren Krebserkrankungen.

Maligne Lymphome werden meistens mit einer Chemotherapie und Bestrahlung behandelt. Bei einigen sehr milden Verlaufsformen ist eine abwartende Haltung mit regelmäßigen Kontrollen möglich. Zur Behandlung einiger bestimmter Lymphomtypen bei Non-Hodgkin-Lymphomen können zusätzlich noch eine Radioimmuntherapie oder eine zielgerichtete Therapie angewandt werden. Bei einer Radioimmuntherapie können die Medikamente an Strukturen der Tumorzellen binden und sorgen dann für eine “ Bestrahlung von innen”. Bei einer zielgerichteten Therapie werden nach genauer Untersuchung der Krebszellen Medikamente gegen wichtige Stoffwechselwege des Tumors verabreicht und hindern den Tumor somit an weiterem Wachstum. Bei Hodgkin-Lymphomen wird meistens eine Standard-Chemotherapie aus einer Kombination verschiedener Medikamente und eventuell eine Bestrahlung angewandt.

Verfasst von viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat