Studien für Lungenkrebs-Patienten

viomedo ist Ihre unabhängige und zentrale Stelle für Alles rund um Lungenkrebs-Studien.

Die Vorteile für Sie:

Unabhängige Übersicht über klinische Studien
Auswahl aus 64 Studien
Direkter Kontakt zum Studienzentrum

Klinische Studien für Betroffene

Kaum eine Krebsart fordert jedes Jahr so viele Todesopfer wie Lungenkrebs. Selbst heute noch überlebt nur jeder fünfte Lungenkrebs-Patient die nächsten 5 Jahre. Wenn der Krebs diagnostiziert wird, hat er oft schon gestreut. Eine heilende Operation ist dann meistens nicht mehr möglich.

Derzeit gibt es noch keine Behandlung, die Lungenkrebs in fortgeschrittenen Stadien heilen oder langfristig aufhalten kann. Dennoch gibt es vielversprechende Ansätze, die das Leben Betroffener verlängern und möglicherweise sogar eine Heilung herbeiführen können.

Um diese Ansätze in die Anwendung zu bringen, sind klinische Studien notwendig. Klinische Studien haben den Zweck, die Wirkung einer neuen Behandlung zu belegen. Als Teilnehmer einer solchen Studie bekommen Sie die Möglichkeit, von Anfang an von neuen Behandlungen zu profitieren. Außerdem leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Behandlung von zukünftigen Betroffenen.

Keine Lungenkrebs-Studienmöglichkeiten verpassen

Eine Studienteilnahme bietet neue Hoffnung. Erfahren Sie als einer der Ersten, wenn Sie von neuen Behandlungsmethoden bei Lungenkrebs profitieren können.

Fortschritte der letzten Jahre

Seit Längerem werden Operationen, Strahlen- und Chemotherapien durchgeführt. Diese Behandlungen sind häufig mit schweren Nebenwirkungen und Risiken verbunden. Um die Nebenwirkungen zu verringern und gleichzeitig die Wirkung zu verbessern, wird an zielgerichteten Therapien geforscht.

„Zielgerichtet“ bedeutet, dass der Krebs eines Patienten im Labor auf Veränderungen im Erbgut untersucht wird. Anhand dieser Veränderungen können Patienten gefunden werden, die voraussichtlich auf eine Behandlung mit innovativen, zielgerichteten Arzneimitteln ansprechen. Diese neuen Therapien bieten eine deutliche Lebensverlängerung und werden in der Regel von den Betroffenen besser vertragen, weil sie genau gegen den Krebs gerichtet sind. Solche Medikamente sind zum Beispiel Erlotinib und Gefitinib. Diese werden eingesetzt, wenn der Krebs eines Betroffenen eine bestimmte EGFR-aktivierende Mutation zeigt.

Aktuelle Trends in Studien

Derzeit werden in vielversprechenden klinischen Studien Medikamente gegen neue Angriffspunkte für Lungenkrebs erforscht. Dazu gehört zum Beispiel der Wirkstoff Selumetinib. Dieser kann bei Veränderungen im KRAS-Gen eingesetzt werden. Das Medikament konnte in ersten Studien zeigen, dass es das Leben von Betroffenen verlängert.

Auch das Immunsystem spielt bei Lungenkrebs eine wichtige Rolle. Man versucht das Immunsystem von Betroffenen so zu stimulieren, dass es den Krebs erkennt und abtötet. Dazu gehört das neue Medikament Nivolumab. Im Vergleich zu einer Chemotherapie verlängert es das Leben von Betroffenen deutlich.

Mehr über klinische Studien

Über viomedo

viomedo ist eine innovative und unabhängige Plattform für klinische Studien. Hier finden Sie den größten Überblick über aktuelle Studien in Deutschland. Dadurch können Sie die Teilnahme an einer klinischen Studie als eine mögliche Behandlung berücksichtigen. Wir beraten Sie stets neutral und unverbindlich darüber, welche klinischen Studien für Sie in Frage kommen. So können Sie eine Studienteilnahme auf Augenhöhe mit Ihrem Arzt besprechen oder direkt auf viomedo mehr Informationen vom Studienarzt anfordern.

Ihr ganz persönlicher Lungenkrebs-Studienberater

Über 6.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Weitere Informationen

Krebs ist eine Erkrankung, die jedes Organ betreffen kann. Bei der Entstehung von Krebs kommt es zu einer Verkettung von Veränderungen des Erbgutes. Diese Veränderungen führen zu einer unkontrollierten Vermehrung von Zellen – es entsteht Krebs.

In Deutschland ist Lungenkrebs sowohl bei Männern als auch bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Dabei ist Lungenkrebs bei Männern für die meisten Krebssterbefälle verantwortlich. Bei Frauen sind bis zu 60 %, bei Männern bis zu 90 % der Lungenkrebserkrankungen auf das Rauchen von Zigaretten zurückzuführen. Auch Feinstaub, Abgase und berufsbedingte Gifte wie Arsen und Nickel erhöhen das Risiko für Lungenkrebs. Man kann jedoch aktiv das Erkrankungsrisiko verringern, indem man regelmäßig Sport treibt, sich gesund ernährt und nicht raucht.

Zu den Symptomen von Lungenkrebs gehören Husten, Atemnot, Schmerzen im Brustraum und Bluthusten. Das Problem ist, dass diese häufig erst auftreten, wenn die Erkrankung schon fortgeschritten ist. Daher wird die Krebserkrankung oft zu spät erkannt. Im weiteren Krankheitsverlauf nehmen die Symptome zu, da der Tumor an Größe gewinnt und sich ausdehnt. Über Blut- und Lymphbahnen wandern einige Tumorzellen schließlich in Organe und Gewebe in anderen Körperteilen. Dort wachsen sie zu Tochtergeschwülsten (Metastasen) heran.

Lungenkrebs lässt sich in zwei große Gruppen einteilen: Die kleinzelligen Lungenkarzinome und die nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome. Kleinzellige Lungenkarzinome unterscheiden sich von nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen nicht nur in ihrer Struktur, sondern auch im Wachstums- und Ausbreitungsverhalten.

Das kleinzellige Lungenkarzinom wächst sehr schnell und breitet sich rasch über das Blut und die Lymphbahnen in Lunge, Skelett, Knochenmark, Leber und Gehirn aus. Die nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome wachsen und metastasieren im Vergleich zum kleinzelligen Lungenkarzinom langsamer. Dazu gehören das Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom und das großzellige Bronchialkarzinom.

Die Heilungschance hängt sehr von der Art des Tumors und seiner Größe ab. Auch spielt eine Rolle, ob er bereits in den restlichen Körper gestreut hat. Generell haben kleinzellige Lungenkarzinome eine schlechtere Prognose als nicht-kleinzellige Lungenkarzinome.

Das kleinzellige Bronchialkarzinom wird in der Regel nicht operiert. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung haben 3 von 4 Tumoren bereits Tochtergeschwülste gebildet. Die erste Therapieoption stellt meist die eine Chemotherapie dar. Diese zielt darauf ab, das Wachstum der Krebszellen zu verhindern. Ergänzend wird meistens auch eine Bestrahlung eingesetzt. Eine Heilung ist in der Regel nicht möglich.

Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome können operiert werden, solange keine Tochtergeschwülste gebildet wurden. Dabei ist es das Ziel, die Patienten zu heilen. Sind Lymphknoten in der Umgebung befallen oder ist der Tumor in benachbartes Gewebe gewachsen, kann nach der Operation eine Bestrahlung sinnvoll sein. Liegen Fernmetastasen oder besonders große Tumoren vor, erhalten Betroffene neben der Strahlentherapie oftmals zusätzlich eine Chemotherapie. Hat das Bronchialkarzinom bereits gestreut, besteht die Lungenkrebs-Therapie meist aus einer Chemotherapie, teilweise in Kombination mit einer Bestrahlung. Eine Heilung kann in diesen Fällen mit den heutigen Mitteln nicht mehr erreicht werden.

Verfasst von viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat