Studien für Leukämie-Patienten

viomedo ist Ihre unabhängige und zentrale Stelle für Alles rund um Leukämie-Studien.

Die Vorteile für Sie:

Unabhängige Übersicht über klinische Studien
Auswahl aus 74 Studien
Direkter Kontakt zum Studienzentrum

Klinische Studien für Betroffene

Vor allem in der letzten Zeit konnte die Leukämie-Forschung wichtige Erfolge erzielen, die das Leben vieler Betroffenen verbessert haben. Die neuen Medikamente können jedoch noch nicht bei allen Betroffenen eine endgültige Heilung erzielen.

Deshalb werden viele Studien mit Leukämie-Patienten durchgeführt. Deren Ziel ist es Therapien zu finden, die effektiver und sicherer sind als die bereits vorhandenen. Als Teilnehmer einer solchen Studie bekommen Sie die Möglichkeit, von Anfang an von neuen Behandlungen zu profitieren. Außerdem tragen Sie dazu bei, dass sich die Behandlung von Leukämie-Patienten und das Verständnis der Erkrankung in Zukunft verbessern wird.

Keine Leukämie-Studienmöglichkeiten verpassen

Eine Studienteilnahme bietet neue Hoffnung. Erfahren Sie als einer der Ersten, wenn Sie von neuen Behandlungsmethoden bei Leukämie profitieren können.

Fortschritte der letzten Jahre

In der Behandlung von Leukämie wurden in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte gemacht. Imatinib gilt als einer der wichtigsten Fortschritte in der Behandlung der chronisch myeloischen Leukämie. Es hat in klinischen Studien gezeigt, dass Betroffene, die dieses Medikament erhalten, deutlich länger überleben. Bei einem Teil der behandelten Patienten finden sich gar keine Hinweise auf eine CML mehr. Sie sind medizinisch betrachtet geheilt. Imatinib gehört heute zur Standard-Therapie bei CML.

Ähnliche Erfolge sah man auch bei der Behandlung von chronische lymphatischer Leukämie (CLL). Seit Ende 2014 wird der neue Antikörper Obinutuzumab in Kombination mit anderen Medikamenten benutzt. Dieses Mittel aktiviert das eigene Immunsystem. Der Körper greift den Krebs also selbst an.

Aktuelle Trends in Studien

Derzeit wird nach neuen Medikamenten gesucht, die bei den verschiedenen Leukämie-Formen wirken. Dabei sind die Therapien besonders vielversprechend, die ganz gezielt bei bestimmten Gen-Mutationen angewendet werden.

Etwa jeder Dritte Betroffene mit akuter myeloischer Leukämie (AML) hat eine Mutation im FLT3 Gen. Erste Studienergebnisse mit neuen Wirkstoffen für diese Mutation zeigten Verbesserungen in der Behandlung. Dazu gehören zum Beispiel Lestaurtinib, Quizartinib, oder Tandutinib. Diese Mittel blockieren Enzyme, welche die Tumorzellen dazu anregen unkontrolliert zu wachsen.

Es ist auch wichtig, Alternativen zu bestehenden Therapien zu entwickeln. Es kann beispielsweise vorkommen, dass Imatinib bei Patienten nicht mehr wirkt oder vom Patienten nicht gut vertragen wird. Um für solche Situationen eine Alternative zu haben, wird an ähnlichen Medikamenten geforscht. Dazu gehören Nilotinib oder Dasatinib. Es sind weitere Medikamente aus dieser Wirkstoffklasse.

Mehr über klinische Studien

Über viomedo

viomedo ist eine innovative und unabhängige Plattform für klinische Studien. Hier finden Sie den größten Überblick über aktuelle Studien in Deutschland. Dadurch können Sie die Teilnahme an einer klinischen Studie als eine mögliche Behandlung berücksichtigen. Wir beraten Sie stets neutral und unverbindlich darüber, welche klinischen Studien für Sie in Frage kommen. So können Sie eine Studienteilnahme auf Augenhöhe mit Ihrem Arzt besprechen oder direkt auf viomedo mehr Informationen vom Studienarzt anfordern.

Ihr ganz persönlicher Leukämie-Studienberater

Über 6.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Weitere Informationen

Als Leukämie bezeichnet man eine Gruppe von Krebserkrankungen des blutbildenden Systems. Das blutbildende System im menschlichen Körper ist das Knochenmark. Dort entstehen im Verlauf der Erkrankung mehr und mehr unreife weiße Blutkörperchen. Diese unreifen Zellen verdrängen die gesunden weißen und roten Blutkörperchen. Daher kommt auch der Begriff Leukämie (= „weißes Blut“). Umgangssprachlich wird Leukämie deshalb auch als „Blutkrebs“ bezeichnet.

Rote Blutkörperchen transportieren im Körper den Sauerstoff. Da diese im Knochenmark aber durch die unreifen Zellen verdrängt werden, wird zu wenig Sauerstoff zu den Körperzellen gebracht. Es kommt zu Symptomen wie Müdigkeit und Blässe. Auch die gesunden weißen Blutkörperchen, die für die Immunabwehr wichtig sind, werden verdrängt. Also sind Patienten auch anfälliger für Infekte. Zusätzlich kommt es zu einer Blutungsneigung, weil auch zu wenige Blutplättchen gebildet werden.

In Deutschland gehört Leukämie zu den selteneren Krebserkrankungen. Jedes Jahr erkranken rund 12.000 Menschen in Deutschland daran. Bei Kindern ist Leukämie jedoch eine der häufigsten Krebserkrankungen.

Einteilen kann man Leukämie in zwei große Gruppen: Die chronische und die akute Leukämie. Diese beiden Formen unterscheiden sich hauptsächlich in den Symptomen und im Verlauf. Zur chronischen Leukämie gehören die chronische lymphatische Leukämie (CLL) und die chronische myeloische Leukämie (CML). Diese werden häufig erst zufällig durch eine Routineuntersuchung festgestellt und beginnen schleichend. Erste Anzeichen können Unwohlsein, Ermüdung, Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust sein. Auftreten können außerdem eine Schwellung der Lymphkonten, vermehrte Infektionen, Juckreiz und Hautausschläge.

Zur akuten Leukämie gehören die akute myeloische Leukämie (AML) und die akute lymphatische Leukämie (ALL). Diese können sehr plötzlich aus voller Gesundheit auftreten. Die Patienten fühlen sich schwer krank, sind blass, schwach, neigen zu Blutungen und spontanen blauen Flecken. Auch sind sie anfällig für Infektionen mit Fieber und geschwollenen Lymphknoten und verspüren manchmal Knochenschmerzen.

Die genauen Ursachen für Leukämie sind noch nicht geklärt. Allerdings zeigt sich eine alterstypische Verteilung: Die ALL ist die häufigste Leukämieform bei Kindern und kommt bei Erwachsenen seltener vor. Die CLL tritt bei Kindern praktisch niemals auf und ist die häufigste Leukämieform des älteren Menschen.

Die Prognose hängt sehr von der Art der Leukämie und dem Alter des Patienten ab. Besonders gut sind die Chancen auf Heilung bei der ALL, insbesondere bei Kindern.

Grundlage der Behandlung von Leukämien ist eine Chemotherapie. Eine Chemotherapie hemmt die schnell wachsende Zellen, wie Krebszellen, in ihrem Wachstum. Eine weitere wichtige Therapieform ist die Stammzelltransplantation. Dabei werden Stammzellen von einem Spender an einen Empfänger (den Krebspatienten) übertragen. Das blutbildende System des Krebspatienten wird mithilfe der Zytostatika zerstört um Platz zu schaffen für die neuen Stammzellen des Spenders. Diese siedeln sich im Patienten an und ersetzen das kranke blutbildende System des Patienten.

Auch behandelt man Patienten neuerdings mit sogenannten Tyrosinkinase-Hemmern (z.B. Imatinib), die deutlich nebenwirkungs- und risikoärmer sind als Stammzelltransplantationen und Chemotherapien. Diese Medikamente können an eine ganz bestimmte Stelle an Zellen binden und dadurch das Zellwachstum stoppen. Da diese Angriffspunkte nur von den Krebszellen gebildet wird, ist eine Therapie mit diesen Medikamenten in der Regel sehr wirkungsvoll und gut zu vertragen.

Verfasst von viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat