Aktuelle Studien für Leberkrebs-Patienten

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Studien für Betroffene

Leberkrebs lässt sich immer noch nicht zufriedenstellend behandeln. Die Krebszellen sprechen sehr schlecht auf eine Chemotherapie an. Die letzten Jahre haben zwar einige Fortschritte gebracht, ein Durchbruch gab es allerdings noch nicht. Deshalb wird weiter intensiv an neuen Behandlungsmethoden geforscht.

Studien bieten Ihnen die Möglichkeit, die neusten Medikamenten zu erhalten. Durch Ihre Teilnahme an der Studie erhalten Sie eine vielversprechende Therapie, lange bevor sie auf dem Markt ist.

Fortschritte der letzten Jahre

Forscher haben in den letzten Jahren vor allem nach einer besseren Chemotherapie gesucht. Mit der Zulassung des Medikaments Sorafenib konnte das Überleben der Betroffenen verlängert werden. Sorafenib ist ein Vertreter der Medikamente der zielgerichteten Therapie. Leberkrebszellen werden direkt durch das Medikament angegriffen und vernichtet. Mittlerweile zählt Sorafenib zur Standardtherapie bei fortgeschrittenem Leberkrebs.

Ein weiterer Fortschritt liegt in der Entwicklung der verschiedenen “lokalen ablativen Therapieverfahren”. Hierbei wird versucht nur das Tumorgewebe zu zerstören ohne umliegendes gesundes Lebergewebe in Mitleidenschaft zu ziehen. Beispiel hierfür sind die Thermotherapie oder auch die selektive interne Radiotherapie.

Aktuelle Trends in Studien

In aktuellen Studien für Betroffene mit Leberkrebs steht immer noch die Entwicklung weiterer Medikamente zur Chemotherapie im Vordergrund. Es wird versucht neu Medikamente für eine zielgerichtete Therapie zu finden.

Ein Ansatzpunkt sind Medikamente, die die Bildung von Blutgefäßen des Tumors hemmen. Somit kann sich der Tumornicht mehr mit Nährstoffenversorgen, die er zum Wachstum braucht. Diese Medikamente werden Angiogeneseinhibitoren genannt.

Ein weiterer Ansatzpunkt in der Forschung bei der zielgerichteten Therapie sind neue Tyrosinkinasehemmer. Hierbei wird der Tumor auf molekularer Ebene ausgeschaltet. Ein Beispiel ist Tivantinib.

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Weitere Informationen

Leberkrebs ist eine bösartige Krebserkrankung der Leber. In Fachkreisen wird die Erkrankung auch als hepatozelluläres Karzinom bezeichnet.

Bis erste Krankheitsanzeichen auftreten, wächst der Tumor oft lange ungehindert. Betroffene klagen über Druckschmerzen im Bauch, sie magern oft ab und eventuell kann sogar eine Vorwölbung tastbar sein. Wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist, tritt oft Bauchwasser, auch Aszites genannt, auf. Betroffene leiden an Gelbsucht und die Leber arbeitet nicht mehr als Entgiftungsorgan des Körpers.

In Deutschland ist Leberkrebs eine seltene Tumorerkrankung. Etwa 9000 Neuerkrankungen treten in einem Jahr auf.

Vom Leberkrebs unterschieden werden müssen weitereTumoren der Leber. Hierzu zählen zum Einen gutartige Tumore, wie das Leberhämangiom, die fokale noduläre Hyperplasie oder das Leberzelladenom. Zum Anderen entstehen in der Leber sehr häufig bösartige Tochtergeschwulste, Metastasen, von Tumoren, die in anderen Organen sitzen.

Leberkrebs betrifft meist Menschen zwischen 50 und 60 Jahren. Männer erkranken häufiger als Frauen.

Zur Diagnose erfolgen nach einem ausführlichen ärztlichen Gespräch und einer körperlichen Untersuchung,Untersuchen des Bluts und eine Bildgebung mit Ultraschall und Computertomographie (CT). Die genaue Diagnose lässt sich aber erst nach einer Operation stellen. Hierbei wird Lebergewebe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Es lassen sich dann Krebszellen nachweisen.

Gründe, die zu einer Entstehung eines Leberkrebses führen, sind bekannt. Auslöser kann ein langjähriger Alkoholkonsum mit einer Schädigung der Leber sein. Aber auch Virusinfektionen, wie eine Hepatitis B oder eine Hepatitis C, oder Speicherkrankheiten wie die Hämochromatose können zu Leberkrebs führen.

Die Prognose ist sehr abhängig von dem Stadium und dem Auslöser der Erkrankung. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Erkrankung ohne Therapie immer tödlich verläuft. Von Betroffenen, die mit einem heilenden Behandlungsansatz behandelt werden, leben nach 5 Jahren noch die Hälfte der Erkrankten.

Leberkrebs wird meistens mit einer Operation oder Chemotherapie und Bestrahlung behandelt. Es stehen viele Möglichkeiten zur Verfügung, um Tumorherde mit einer gezielten Behandlung zu verkleinern. Beispiele sind die Radiofrequenzablation oder die perkutane Äthanolinjektion. In einigen Fällen ist auch eine Lebertransplantation möglich.

Verfasst von Viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat