Studien für Hirntumor-Patienten

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Klinische Studien für Betroffene

Kaum eine Erkrankung wird so gefürchtet wie Gehirntumore. Vor allem bei bösartigen Hirntumoren stehen die Chancen auf Heilung für Betroffene noch immer schlecht. Daher behandeln viele Therapiezentren Betroffene mit einem Gehirntumor im Rahmen von klinischen Studien. Betroffene bekommen dadurch Zugang zu Therapieansätzen, die sonst noch nicht für sie verfügbar wären. Dadurch können Sie von einer Verbesserung Ihrer Lebensqualität und Ihres Gesundheitszustandes profitieren. Das Verständnis über die Erkrankung verbessert sich durch zunehmende Forschung.

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Eine Studienteilnahme bietet neue Hoffnung. Erfahren Sie als einer der Ersten, wenn Sie von neuen Behandlungsmethoden bei Hirntumor profitieren können.

Fortschritte der letzten Jahre

Durch die Behandlung in Studien ergaben sich in den letzten Jahren erfolgversprechende neue Therapiemöglichkeiten für Betroffene mit Gehirntumoren.

Zum Beispiel konnte im Rahmen der Strahlentherapie die Seed-Implantation vorangetrieben werden. Hierbei werden dem Betroffenen radioaktive Strahler direkt in den Tumor hineingesetzt. Der Tumor wird dann zielgerichtet von innen bestrahlt. So kann ein Tumor, der in einem schlecht erreichbaren Gebiet des Gehirns liegt, besser behandelt werden kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine große Operation nötig ist, um den Strahler in den Tumor einzusetzen.

Außerdem wurden die Operationen in den letzten Jahren viel sicherer für Betroffene. Durch neue Verfahren lässt sich überprüfen, ob der Tumor gut entfernt werden konnte oder ob sich noch weiteres Tumorgewebe im Operationsgebiet befindet. Ein weiterer Vorteil für Betroffene liegt in den verbesserten Überwachungsmöglichkeiten während der Operation. So können einzelne Muskelgruppen überwacht werden und große Schäden in umliegendem Gehirngewebe werden damit vermieden.

Aktuelle Trends in Studien

Ein neuer Behandlungsansatz in der Strahlentherapie bei Gehirntumoren ist die Partikeltherapie. Hierbei werden Teilchen auf eine sehr hohe Geschwindigkeit gebracht und dann zielgenau auf den Tumor geschossen. Das umliegende gesunde Gewebe wird dabei geschont.

Eine weitere Behandlungsmethode ist die Radioimmuntherapie. Hier werden Antikörper mit einem radioaktiven Teilchen verbunden. Die Antikörper werden nach der Operation und Entfernung des Tumors in die Operationshöhle gegeben. Sie binden sich direkt an die Tumorzellen, die nicht entfernt werden konnten. Durch die Strahlung des radioaktiven Materials werden diese Zellen dann zerstört.

Für die bösartigen Gehirntumore wird intensiv an einer Verbesserung der Chemotherapie gearbeitet. So wird zum Beispiel versucht durch eine Immuntherapie das Überleben von Betroffenen mit Gehirntumoren zu verlängern. Es wird an Impfstoffen geforscht, die das Immunsystem aktivieren sollen, um gezielt gegen Tumorzellen vorzugehen und diese zu vernichten. Beispiele für diese Impfstoffe sind DC-Vakzine oder APVAC1/2-Vakzine.

Mehr über klinische Studien

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viomedo ist eine innovative und unabhängige Plattform für klinische Studien. Hier finden Sie den größten Überblick über aktuelle Studien in Deutschland. Dadurch können Sie die Teilnahme an einer klinischen Studie als eine mögliche Behandlung berücksichtigen. Wir beraten Sie stets neutral und unverbindlich darüber, welche klinischen Studien für Sie in Frage kommen. So können Sie eine Studienteilnahme auf Augenhöhe mit Ihrem Arzt besprechen oder direkt auf viomedo mehr Informationen vom Studienarzt anfordern.

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Weitere Informationen

Gehirntumore können sowohl gutartige als auch bösartige Geschwülste sein. Der Tumor wächst innerhalb der Schädelhöhle. Es wird unterschieden, ob er direkt vom Gewebe des Gehirns und der Hirnhäute ausgeht oder als Tochtergeschwulst, auch Metastase genannt, einer anderen Krebserkrankung entstanden ist. Metastasen im Gehirn werden hauptsächlich durch Brustkrebs, Lungenkrebs, Schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) oder Nierenzellkrebs gebildet.

Da das Gehirn vom knöchernen Schädel umgeben ist, kann es sich bei einem Tumor nicht ausbreiten. Der Tumor drückt auf die empfindlichen Gehirnzellen. Der Druck in der Schädelhöhle steigt dadurch an. Zeichen für einen erhöhten Hirndruck können zum Beispiel Kopfschmerzen, Übelkeit und morgendliches Erbrechen sein. Außerdem können Krampfanfälle, neurologische Ausfälle, Wesensveränderungen und Sehstörungen auftreten. Diese Symptome sind abhängig davon, wie schnell der Tumor wächst.

In Deutschland erkranken etwa 8000 Patienten jährlich an einem bösartigen Gehirntumor. Bei Erwachsenen zählen Gehirntumoren zu den seltenen Krebserkrankungen. Bei Kindern hingegen sind Gehirntumoren die zweithäufigste Krebserkrankung, hier bilden sich vorallem aus unreifen Gehirnzellen sogenannte Medulloblastome.

Innerhalb der Gehirntumore wird unterschieden aus welchem Gewebe der Tumor entstanden ist. Am häufigsten entartet das Gehirngewebe selbst. Diese Tumoren heißen dann Gliome. Mit über 50% macht das schnell wachsende und extrem bösartige Glioblastom hierbei die größte Gruppe aus. Weiterhin können sich Gehirntumore aus den Gehirnhäuten - Meningeome - , aus Nervenzellen - Neurinome - oder aus die Nervenzellen umgebendem Deckgewebe - Ependymome - bilden.

Zur Diagnostik der Gehirntumore zählt nach dem ärztlichen Gespräch und einer gründlichen körperlichen Untersuchung die Bildgebung. Eventuell kann eine Untersuchung des Nervenwassers durch eine Lumbalpunktion nötig sein. Zur genauen Bestimmung des betroffenen Gewebes wird in einer Operation eine Gewebeprobe entnommen und untersucht.

Auslösende Ursachen und Risikofaktoren, die zur Entstehung von Gehirntumoren führen, sind unbekannt. Einzig eine Bestrahlung des Gehirns im Kindesalter kann das Risiko erhöhen als Erwachsener an einem Gehirntumor zu erkranken. Ein kleiner Teil der Gehirntumoren entsteht im Rahmen von erblichen Erkrankungen. Hierzu zählen vorallem die sogenannten Phakomatosen.

Die Prognose lässt sich bei Gehirntumoren nicht allgemein vorhersagen. Sie hängt von der Lage und Größe des Tumors ab. Eine Heilung kann bei gutartigen Tumoren möglich sein, bei einigen bösartigen Tumoren ist eine Heilung sehr unwahrscheinlich.

Die Therapie bei Gehirntumoren besteht meistens aus einer Operation, Chemotherapie und Bestrahlung zum Einsatz. Bei der Operation wird versucht so viel befallenes Gehirngewebe wie möglich zu entfernen. Anschließend wird durch Chemotherapie und Bestrahlung das weitere Wachstum eingedämmt.

Verfasst von viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat