Aktuelle Studien für Hautkrebs-Patienten

Erhalten Sie Zugang zu den Hautkrebs-Behandlungen der Zukunft und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt

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Klinische Studien für Betroffene

Unter dem Begriff Hautkrebs werden bösartige Hauttumoren in verschiedenen Erscheinungsformen zusammengefasst, die entweder dem weißen oder dem schwarzen Hautkrebs zugeordnet werden können.Dabei zählt der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) zu den zehn häufigsten Krebsarten in Deutschland und verursacht allein mehr als 90% der Sterbefälle aller Hautkrebsarten. Trotz Vorsorgeuntersuchungen wird der Hautkrebs in einigen Fällen erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, in dem er bereits Absiedlungen (Metastasen) gebildet hat. Die betroffene Person kann dann nicht mehr durch die operative Entfernung des Hauttumors geheilt werden.

Für viele Betroffene mit Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium gibt es aktuell keine Behandlung, mit der der Krebs zuverlässig und langfristig aufgehalten oder geheilt werden kann. Behandlungsansätze, die die Überlebenszeit Betroffener verlängern oder gar eine Heilung ermöglichen würden, könnten neue Hoffnung bieten.

Klinische Studien haben den Zweck, diese Behandlungsansätze genau zu erforschen. Betroffene mit Hautkrebs erhalten durch eine Studienteilnahme frühzeitig die Chance, Zugang zu neuen Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten.

Keine Hautkrebs-Studienmöglichkeiten verpassen

Eine Studienteilnahme bietet neue Hoffnung. Erfahren Sie als einer der Ersten, wenn Sie von neuen Behandlungsmethoden bei Hautkrebs profitieren können.

Fortschritte der letzten Jahre

Die aktuell empfohlene Behandlung kann abhängig vom Erkrankungsstadium durch eine Operation, eine Chemotherapie, eine zielgerichtete Therapie oder eine Immuntherapie erfolgen. Dabei zählen sowohl die zielgerichtete Therapie als auch die Immuntherapie zu den neuesten Errungenschaften der Hautkrebs-Forschung.

Zielgerichtete Therapien sollen bestimmte Eigenschaften des Tumors bekämpfen, die den Krebszellen eine unkontrollierte Vermehrung ermöglichen. Wirkstoffe dieser Behandlungsform sind zum Beispiel Vemurafenib und Trametinib. Eine zielgerichtete Therapie kommt jedoch nur für Betroffene in Frage, deren Tumor angreifbare Eigenschaften wie zum Beispiel eine Veränderung im BRAF-Gen aufweist. Solche Tumoreigenschaften können heute durch spezielle Labormethoden genau untersucht und für eine individuelle Behandlung genutzt werden. Immuntherapien dienen dazu, das körpereigene Abwehrsystem bei der Erkennung und Zerstörung der Krebszellen zu unterstützen. Hier kommen zum Beispiel die Wirkstoffe Pembrolizumab, Nivolumab oder Ipilimumab zum Einsatz. Die Überlebensdauer Betroffener konnte durch den Einsatz zielgerichteter Therapien und Immuntherapien deutlich verlängert werden.

Aktuelle Trends in Studien

Im Rahmen klinischer Studien werden neue effektive Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung bei Hautkrebs erforscht. Zum Beispiel wird analysiert, auf welche Weise die Lymphknoten bei Betroffenen am zuverlässigsten auf mögliche Absiedlungen des Tumors untersucht werden können.

Im Bereich der Therapien werden derzeit Medikamente erforscht, die an neuen Angriffspunkten der Hautkrebszellen ansetzen. Dazu gehört zum Beispiel der Wirkstoff Imatinib, der sich gegen Zellen mit Veränderungen im cKIT-Gen richtet. Außerdem möchte man herausfinden, welche Kombination aus zielgerichteten Therapien und Immuntherapien den Hautkrebs am effektivsten bekämpft und die geringsten Nebenwirkungen hervorruft. Bisherige Studien konnten zeigen, dass eine kombinierte Behandlung aus den Immunwirkstoffen Ipilimumab und Nivolumab das Fortschreiten der Erkrankung besser verhindern kann als eine alleinige Behandlung mit Nivolumab. Gehirnmetastasen konnten mit dieser Behandlung besonders effektiv bekämpft werden können. Die Kombination aus einer zielgerichteten Therapie und einer Immuntherapie ist ein vielversprechender neuer Ansatz, da der Krebs so auf zweifache Weise bekämpft werden kann und die Wirkstoffe zielgerichteter Therapien auf Dauer häufig besser verträglich sind als Wirkstoffe der Immuntherapie.

Mehr über klinische Studien

Weitere Informationen

Krebs ist eine Erkrankung, die jedes Organ betreffen kann. Dabei läuft in den Zellen des betreffenden Gewebes eine Art Kettenreaktion ab, die es den Zellen ermöglicht, sich unkontrolliert zu vermehren. Die zugrunde liegenden Veränderungen im Erbgut können verschiedene Ursachen haben.

In Deutschland werden nicht alle Fälle von Hautkrebs statistisch erfasst. Es lässt sich jedoch sagen, dass 4% aller Krebserkrankungen alleine auf den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) entfallen. Der schwarze Hautkrebs zählt in Deutschland zu den zehn häufigsten Krebsarten und verursacht ein Prozent aller Krebstodesfälle. Die Anzahl an Neuerkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen. An schwarzem Hautkrebs erkranken in Deutschland pro Jahr circa 21.000 Menschen, beim weißen Hautkrebs sind es circa 170.000 Menschen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören eine starke Belastung durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts sowie eine erbliche Veranlagung.

Zu den Symptomen des Hautkrebs gehören sichtbare Hautveränderungen. Die Art und die Körperstellen, an denen diese Hautveränderungen auftreten, unterscheiden sich je nach Hautkrebsart deutlich voneinander. Braun-schwarze flache Hautveränderungen an Brust und Rücken gehören ebenso zu den vielfältigen möglichen Erscheinungsbildern des Hautkrebs wie knotige Veränderungen der Kopfhaut.

Dank der Vorsorgeuntersuchungen wird die Erkrankung in vielen Fällen in einem Frühstadium entdeckt, die Heilungschancen stehen dann besonders gut. Kommt es im weiteren Verlauf zu einer Ausbreitung des Krebs in tieferliegende Hautschichten, können die Krebszellen in Blutgefäße und Lymphbahnen gelangen und auf diesem Wege in andere Gewebe oder Organe wie die Leber oder das Gehirn gelangen. Dort können die Krebszellen dann zu Tochtergeschwülsten heranwachsen.

Grundsätzlich unterscheidet man beim Hautkrebs den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) vom weißen Hautkrebs. Der schwarze Hautkrebs kann in verschiedene Unterformen unterteilt werden, wobei der häufigste Subtyp das superfiziell spreitende Melanom ist. Zum weißen Hautkrebs gehören das Plattenepithelkarzinom und das Basalzellkarzinom (Basaliom). Die Hautkrebsarten unterscheiden sich nicht nur in ihrer Erscheinungsform, sondern auch im Wachstums- und Ausbreitungsverhalten.

Während zum Beispiel der knotige schwarze Hautkrebs (noduläres Melanom) schnell in tiefere Hautschichten einwächst, neigt das Basalzellkarzinom kaum zur Ausbildung von Tochtergeschwülsten.Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Heilungschancen, wobei neben der Hautkrebsart auch das Erkrankungsstadium bei Diagnosestellung eine wichtige Rolle spielt.

Die erste Therapieoption für alle Hautkrebsarten stellt meist die operative Entfernung des Hauttumors dar. In weiter fortgeschrittenen Stadien kann außerdem die Entfernung befallener Lymphknoten erforderlich sein. Eine Bestrahlung kann in Abhängigkeit von der Krebsart als Alternative zur operativen Behandlung oder unterstützend zu dieser eingesetzt werden.

In fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung ist eine Heilung meist nicht mehr möglich. In einigen Fällen kann eine Chemotherapie sinnvoll sein, die eine weitere Ausbreitung des Hautkrebs stoppen oder verlangsamen soll. Die Behandlungsmöglichkeiten in dieser sogenannten Palliativsituation wurde in der letzten Zeit um die Immuntherapie und die zielgerichtete Therapie ergänzt. Diese Therapien sind zentraler Gegenstand der aktuellen Hautkrebsforschung.

Verfasst von Viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat