Aktuelle Studien für Patienten mit Diabetes

Erhalten Sie Zugang zu den Diabetes-Behandlungen der Zukunft und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt

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Studien für Betroffene

Diabetes mellitus ist bisher nicht heilbar. Die häufigsten Formen dieser Stoffwechselerkrankung sind der Typ 1- und Typ 2-Diabetes mellitus. Der Typ 1-Diabetes wird gelegentlich auch als juveniler Diabetes bezeichnet, weil er meist im Kindes- und Jugendalter beginnt. Typ 2-Diabetes wird umgangssprachlich auch "Altersdiabetes" genannt. Bei beiden Diabetes-Formen kommt es zu erhöhten Blutzuckerwerten. Hauptursache ist entweder ein Mangel an dem Hormon Insulin oder eine herabgesetzte Wirkung des Insulins an den Körperzellen.

Langfristig ist die Schwere der Diabetes-Erkrankung vor allem durch die Folgeerkrankungen und mögliche Komplikationen bestimmt. Oft kommt es nach Jahren zu Komplikationen wie Nierenschäden, Erblindung, Herzinfarkten oder schlecht heilenden Hautwunden und Amputationen.

In klinischen Studien werden neue Therapien und innovative Behandlungsansätze erforscht. Im Vordergrund steht bei solchen Untersuchungen stets, die Behandlung von Betroffenen mit Diabetes mellitus zu verbessern.

Als Studienteilnehmer haben Sie die Möglichkeit, Behandlungsmethoden zu erhalten die nur im Rahmen von Studien für Patienten zugänglich sind. Außerdem tragen Sie als Studienteilnehmer aktiv dazu bei, die zukünftige Diabetes-Therapie maßgeblich zu verbessern.

Fortschritte der letzten Jahre

In den letzten Jahren wurden immer wieder neue Methoden entwickelt, um Betroffene den hohen Behandlungsaufwand durch das tägliche Messen des Blutzuckers und das Spritzen mit Insulin zu ersparen.

So gibt es mittlerweile Insulinpumpensysteme, die den Betroffenen kontinuierlich mit kleinen Mengen an Insulin versorgen. Neue Systeme zielen darauf ab, über kleinste Sensoren vollautomatisch den Blutzuckerspiegel zu messen und direkt den notwendigen Bedarf an Insulin abzugeben.

Die Entwicklung neuer Insulinpräparate, mit unterschiedlicher Wirkdauer hat es ermöglicht, dass viele Patienten eine bessere Blutzuckereinstellung erhalten können.

Diabetes-Medikamente mit neuem Wirkmechanismus die in den letzten Jahren zugelassen worden sind, sind die sogenannten SGLT-2-Hemmer (Gliflozine). Diese Medikamente hemmen die Wiederaufnahme von Glukose in der Niere und bewirken eine erhöhte Glukoseausscheidung.

Aktuelle Trends in Studien

In den letzten Jahren wurde immer wieder Ansätze der Transplantation von Gewebe der Bauchspeicheldrüse untersucht (Inselzelltransplantation). Ziel dieses Eingriffs ist, dass Betroffenen mit Typ 1-Diabetes wieder ausreichend Zellen haben, die Insulin produzieren und im Idealfall geheilt werden können. Ein ähnliches Ziel verfolgen Studien mit sogenannten Stammzellen. In ersten kleinen Studien sind Typ 1-Diabetiker und Typ 2-Diabetiker mit körpereigenen Knochenmark-Stammzellen behandelt worden. Ob die Stammzellen sich im Körper zu funktionierenden Insulin-produzierenden Zellen entwickeln oder über einen anderen Mechanismus wirken könnten, ist hierbei noch nicht ausreichend geklärt.

Neben Studien zur verbesserten Blutzuckereinstellung und dem Ersatz der Insulinproduktion widmen sich viele Projekte auch der verbesserten Behandlung der Folgeerkrankungen. Weitere groß angelegte Studien untersuchen die Möglichkeit, Kinder mit hohem Risiko für einen Typ 1-Diabetes, durch eine frühzeitige Impfung vor der Erkrankung zu schützen.

Mehr über klinische Studien

Weitere Informationen

Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Stoffwechselerkrankung, die mit zu hohen Blutzuckerwerten einhergeht. Übersetzt bedeutet Diabetes mellitus “honigsüßer Urin” und beschreibt somit schon die Hauptsymptome häufiges Wasserlassen und die Ausscheidung von Zucker im Urin.

Die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 1 mit Symptomen verläuft sehr rasch. Meistens fallen Betroffene mit einer ersten starken Erhöhung ihres Blutzuckers nach einem Infekt, nach Stress oder nach besonderer Anstrengung auf. Betroffene fühlen sich schlapp und müde, manche klagen über Schmerzen im Unterbauch. Sie nehmen an Gewicht ab, trinken sehr viel, sind trotzdem ständig durstig und müssen oft auf die Toilette. Bei zu hohen Blutzuckerwerten werden die Betroffenen schläfrig, sind nicht mehr ansprechbar und können sogar in ein Koma fallen.

In Deutschland leben rund 400 000 Betroffene mit Diabetes mellitus Typ 1. Der Erkrankungsbeginn liegt häufig im Kindes- und Jugendalter.

Diabetes mellitus Typ 1 entsteht durch eine Zerstörung der Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren. Diese Zellen werden von körpereigenen Immunzellen, die so genannte Autoantikörpern produzieren, angegriffen und abgebaut. Insulin i sorgt dafür, dass Zucker von den Zellen aufgenommen und verarbeitet wird. Somit wird der Zuckerspiegel im Blut durch Insulin gesenkt und die Zellen des Körpers erhalten ihre wichtigste Energiequelle. Fehlt das Insulin, kann der Körper Zucker nicht mehr verarbeiten, der Blutzuckerspiegel ist ständig erhöht und Symptome bilden sich aus.

Oft leiden in der Familie der Betroffenen noch weitere Angehörige an Diabetes.

Die Diagnose wird über eine Blutentnahme und die Bestimmung des Blutzuckers gestellt. Zusätzlich lassen sich im Blut Autoantikörper nachweisen. Zur langfristigen Kontrolle des Blutzuckers wird der HbA1c-Wert im Blut bestimmt. Dieser Wert zeigt als Blutzuckergedächtnis die Stoffwechsellage des Betroffenen innerhalb der letzten 8 Wochen an.

Diabetes mellitus Typ 1 lässt sich nicht heilen. Durch Medikamente lässt sich die Erhöhung des Blutzuckers vermeiden. Trotzdem leiden einige Betroffene nach Jahren an Komplikationen der Erkrankung. Komplikationen können unteranderem die Nieren, Augen, Gefäße, das Herz und das Gehirn betreffen.

Die Therapie erfolgt durch den Ersatz das fehlenden Insulins. Betroffene lernen abhängig von ihrem Bedarf sich selbst Insulin zu spritzen. Sehr wichtig in der Therapie sind auch Schulungen für Betroffene. Hierbei erhalten sie genaue Informationen über ihre Erkrankung und lernen mit der Erkrankung zu leben.

Verfasst von Viomedo Redaktion