Studien für Darmkrebs-Patienten

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Klinische Studien für Betroffene

An kaum einer anderen Krebsart erkranken so viele Menschen wie an Darmkrebs. Obwohl die Erkrankung in frühen Stadien mittlerweile gut behandelt werden kann, sind die Ergebnisse für Betroffene in fortgeschrittenen Stadien oft nicht zufriedenstellend.

In Studien werden Behandlungsmethoden erforscht, damit Betroffene zukünftig in allen Stadien gut behandelt werden können. Als Studienteilnehmer haben Sie daher Zugang zu neuen und innovativen Therapiemethoden. Somit besteht zum Beispiel die Möglichkeit für Betroffene, die nicht auf eine Standardtherapie ansprechen, mit neuen Behandlungsansätzen ihre Prognose zu verbessern.

Auch das Verständnis über die Erkrankung wird verbessert. Somit können neue wirkungsvollere und nebenwirkungsärmere Therapien entwickelt werden.

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Eine Studienteilnahme bietet neue Hoffnung. Erfahren Sie als einer der Ersten, wenn Sie von neuen Behandlungsmethoden bei Darmkrebs profitieren können.

Fortschritte der letzten Jahre

Vor allem in der Behandlung des metastasierten Darmkrebs gab es lange Zeit wenig Hoffnung. Wenn die erste Behandlung keinen Erfolg zeigte, gab es in der Vergangenheit wenig Möglichkeiten zur weiteren Therapie für die Betroffenen. Nun konnten Studien einen Erfolg in der Antikörpertherapie zeigen. Betroffene, die mit dem Antikörper Regorafenib behandelt wurden, zeigten ein längeres Überleben. Durch Regorafenib konnten gezielt Tumorzellen angegriffen werden. In Europa ist das Medikament seit 2013 zugelassen.

Ein weiterer Fortschritt war die Erkenntnis, dass bei einem Großteil der Betroffenen mit Darmkrebs eine Veränderung des Wachstumsrezeptors EGF vorliegt. Durch Antikörper, die sich gezielt gegen diesen Rezeptor richten lässt sich das weitere Wachstum der Krebszellen stoppen. Antikörper, die hierfür zugelassen wurden, sind Panitumumab und Cetuximab.

Aktuelle Trends in Studien

Aktuelle Studien beschäftigen sich unter anderem mit neuen Kombinationen von Krebsmedikamenten bei fortgeschrittenem Darmkrebs. Hierbei wird unteranderem untersucht, ob es für Betroffene von Vorteil ist, zur Standardchemotherapie FOLFOX das Medikament Cediranib hinzuzunehmen.

Desweiteren wird bei Darmkrebs versucht, mithilfe einer zielgerichteten Therapie das Wachstum der Zellen zu stoppen. Dazu werden Antikörper entwickelt, die sich direkt an die entarteten Zellen binden können. In aktuellen Studien wird nun versucht, die optimale Kombination aus Antikörpern wie Cetuximab, Panitumumab oder Bevacixumab und einer Chemotherapie zu finden.

Eine vielversprechende neue Methode ist auch der Einsatz von Impfstoffen, die das Abwehrsystem des Körpers aktivieren sollen speziell die Krebszellen abzutöten. In der Micoryx-Studie wird ein Impfstoff getestet, der das Immunsystem aktiviert und gegen bestimmte Eiweiße, sogenannte Frameshift-Proteine, im Erbgut mancher Darmkrebspatienten vorgeht.

Mehr über klinische Studien

Über viomedo

viomedo ist eine innovative und unabhängige Plattform für klinische Studien. Hier finden Sie den größten Überblick über aktuelle Studien in Deutschland. Dadurch können Sie die Teilnahme an einer klinischen Studie als eine mögliche Behandlung berücksichtigen. Wir beraten Sie stets neutral und unverbindlich darüber, welche klinischen Studien für Sie in Frage kommen. So können Sie eine Studienteilnahme auf Augenhöhe mit Ihrem Arzt besprechen oder direkt auf viomedo mehr Informationen vom Studienarzt anfordern.

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Weitere Informationen

Darmkrebs bezeichnet eine bösartige Erkrankung, die den Dickdarm (Kolon) und/oder den Enddarm (Rektum) befällt. Mediziner bezeichnen diese Erkrankung deshalb auch als kolorektales Karzinom.

Leider gibt es auch bei Darmkrebs keine typischen Frühsymptome. Blutbeimengungen im Stuhl oder eine plötzliche Veränderung der Stuhlgewohnheiten können ein Hinweis auf die Erkrankung sein. Durch den dauerhaften Blutverlust fühlen sich die Betroffenen müde und schlapp und sehen blass aus. Sie klagen über eine Leistungsminderung. Eventuell kann Fieber und ein ungewollter Gewichtverlust bestehen. Wenn die Erkrankung lange Zeit unbemerkt besteht, kann es durch den Tumor auch zu einem Darmverschluss kommen oder es lässt sich eine Verhärtung im Bauchraum tasten.

Darmkrebs ist eine sehr häufige Tumorerkrankung. In Deutschland erkrankten im Jahr 2014 etwa 63 000 Betroffene an Darmkrebs. Darmkrebs ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen die zweithäufigste Todesursache innerhalb der Krebserkrankungen. Die meisten der Erkrankten sind über 50 Jahre alt. Gelegentlich tritt die Erkrankung aber auch bei unter 40jährigen auf.

Die genauen Ursachen, die zur Entstehung von Darmkrebs führen, sind noch nicht verstanden. Es gibt aber eine Reihe von Risikofaktoren, die Zellveränderungen auslösen können. Die Zellen der Darm-Schleimhaut wachsen dann ungehindert und bilden einen Tumor. Auslöser können genetische Veränderungen sein. Dazu gehören vererbbare Erkrankungen wie zum Beispiel die familiäre adenomatöse Polyposis oder das Lynch-Syndrom. Auch eine Darmkrebserkrankung in der Familie erhöht das Risiko, selbst an Darmkrebs zu erkranken. Desweiteren gehören bestimmte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, wie zum Beispiel eine ballaststoffarme, fettreiche und fleischreiche Kost und langjähriger Alkohol- und Zigarettenkonsum, zu den Ursachen. Ferner erhöhen einige Krankheiten das Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Hierzu zählt die chronisch entzündliche Darmerkrankung Colitis ulcerosa sowie die Bildung von gutartigen Geschwulsten im Darm, sogenannte Adenome.

Um diese Adenome rechtzeitig zu erkennen und entfernen zu können, sollten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Ab dem 50. Lebensjahr wird empfohlen dies durchführen zu lassen. Bei erhöhtem Darmkrebsrisiko sollten die Vorsorge schon in jüngerem Lebensalter stattfinden. Beim Verdacht einer Dramkrebserkrankung gehören zu dem ärztlichen Gespräch und einer gründlichen körperlichen Untersuchung auch die Darmspiegelung. Weitere bildgebende Verfahren wie zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung und eine Probeentnahme folgen.

Die Prognose ist abhängig davon, in welchem Erkrankungsstadium der Krebs entdeckt wurde. Frühstadien lassen sich gut operieren und der Krebs kann vollständig entfernt werden. Weit fortgeschrittene Erkrankungen hingegen sind komplizierter zu behandeln.

Darmkrebs wird abhängig von der Lage und Größe des Tumors behandelt. Desweiteren spielen die Ausbreitung des Darmkrebses und molekularbiologische Eigenschaften der entarteten Zellen eine wichtige Rolle in der Therapieplanung. Eine Erkrankung des Dickdarms wird mit einer Operation und eventuell einer anschließenden Chemotherapie behandelt.

Krebserkrankungen, die sehr tief sitzen und sich im Enddarm befinden, werden eventuell zuerst bestrahlt und mit einer Chemotherapie behandelt, anschließend wird der Tumor operiert und dann nochmals mit einer Chemotherapie behandelt.

Sollte der Tumor schon Tochtergeschwülste, sogennante Metastasen, in anderen Organen gebildet haben, wird eine Kombination aus verschiedenen Medikamenten als Chemotherapie gegeben

Verfasst von viomedo RedaktionQualität geprüft durch Expertenbeirat