Beschreibung der Studie

Evidenz-basierte ambulante Raucherentwöhnungstherapien sind in Deutschland in großer Anzahl flächendeckend verfügbar. Die Langzeitabstinenzraten sind jedoch limitiert; auch bei hoher fachlicher Qualität der/s einzelnen Therapeutinnen/en bleibt in der Regel nur ein Drittel der Raucher/innen über längere Zeit abstinent. Die z.T. hohen Rückfallquoten sind häufig durch geringe Compliance der therapierten Patientinnen/en mitbedingt, die ein wesentliches Problem bei der Therapie von Suchterkrankungen darstellt. Das Ausmaß der therapeutischen Unterstützung und die Umgebungskontrolle im Alltag sind während einer ambulanten Therapie in der Regel limitiert. Übliche ambulante Therapieverfahren orientieren sich an Programmen mit wöchentlichen ein- bis zweistündigen Gruppentherapien über einen Zeitraum von 6-8 Wochen. In den Zwischenintervallen finden die Patientinnen/en oft nur selten Unterstützung bei der Motivation und Volition, v.a. in schwierigen Therapiephasen, sodass eine enge Anbindung an kompetente Ansprechpartner/innen fehlt, um die/den Patientinnen/en rückfallfrei durch die Therapie oder unmittelbar anschließende posttherapeutische Phase hindurch zu begleiten. Einen erheblich engeren Kontakt zwischen Therapeut/in und Patient/in, sowie zwischen den Patientinnen/en innerhalb der Gruppe bietet ein begrenzter stationärer Aufenthalt mit der Möglichkeit intensiver Therapiemaßnahmen. In den wenigen publizierten Studien wurden deutlich gesteigerte Abstinenzraten durch die stationäre Raucherentwöhnung ermittelt. Allerdings handelt es sich um unkontrollierte Studien oder Kohortenstudien. Es fehlen prospektive, randomisierte Daten; aus Deutschland sind nach unserer Kenntnis überhaupt keine Daten zu einer stationären Raucherentwöhnungstherapie verfügbar, die allein mit der Indikation Tabakentwöhnung durchgeführt wurde, d.h. unabhängig von Entwöhnungskonzepten bei der stationären Behandlung von Folgeerkrankungen (COPD u.a.), etwa im Rahmen einer stationären Rehabilitation. Ziel der vorliegenden START-Studie (Vergleich Stationärer mit Ambulanter Raucherentwöhnungs-Therapie) ist die Verbesserung der Effektivität von Raucherentwöhnungstherapien durch einen kurzen stationären Aufenthalt mit der kompakten Applikation intensiver Therapiemodule durch ein mobil einsetzbares Team von Raucherentwöhnungstherapeutinnen/en. In einem prospektiven randomisierten Kontrollgruppendesign soll untersucht werden, ob die Wirksamkeit einer stationären Raucherentwöhnungstherapie gegenüber der einer ambulanten Raucherentwöhnungstherapie überlegen ist. Primäres Endziel ist die Langzeitabstinenz (6- und 12-Monatsabstinenz) von Patientinnen/en nach einer stationären Raucherentwöhnungstherapie. Sekundäre Zielparameter beziehen sich auf die Kosteneffektivität, den Einfluss der Therapie auf die Selbstwirksamkeitserwartung zur Tabakabstinenz, motivationale und volitionale Variablen gemäß dem HAPA-Modell, die Stimmung und die Erfassung etwaiger Nebenwirkungen. Es soll überprüft werden, ob und wie weit sich ein stationärer Aufenthalt auf die Effektivität einer Entwöhnungstherapie auswirkt. In der Vergleichsgruppe werden Patientinnen/en evidenzbasiert per ambulanter Gruppentherapie durch externe Therapeutinnen/en behandelt. Damit soll ein Modell geschaffen werden, welches im Erfolgsfall erheblichen Einfluss auf die Gestaltung zukünftiger Entwöhnungstherapien besitzt. Durch das mobile Team kann das Modell gleichzeitig auch unkompliziert auf Kliniken angewandt werden, die nicht über geschultes festes Personal zur Raucherentwöhnung verfügen.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich der beiden Gruppen hinsichtlich der kontinuierlichen Tabakabstinenz nach 6 und 12 Monaten
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 458
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Krebshilfe e. V.
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter >18 Jahren
  • Tägliche Raucher von mindestens 10 Zigaretten
  • Motivation zum Rauchstopp durch Teilnahme an einem Gruppentherapieprogramm analog Nichtraucher in 6 Wochen

Ausschlusskriterien

  • Behandlungsbedürftige psychische Erkrankung
  • Alkoholkonsum >2 Bier oder 1/2l Wein/Tag (Frauen die Hälfte).
  • Weiterer Drogenkonsum anamnestisch.
  • Unzureichende Deutschkenntnisse.
  • Schwerwiegende medizinische Gründe, die gegen eine Teilnahme an der Studie sprechen, insbesondere auch Erkrankungen, die mit einer Lebenserwartung < 12 Monate einhergehen.
  • Teilnahme an anderen Programmen zur Raucherentwöhnung im Interventionszeitraum (inkl. Hypnose, Telefonberatung, Akupunktur).

Adressen und Kontakt

Tumorzentrum CCCF, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Randomisierte kontrollierte Durchführung und Evaluation der Effektivität einer kurzen stationären Raucherentwöhnungstherapie mit der kompakten Applikation intensiver Therapiemodule durch ein mobiles Team im Vergleich zu einer ambulanten Standardtherapie.

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