Beschreibung der Studie

Für die Therapie zur Verbesserung des Gangbildes bei Kindern mit infantiler Zerebralparese und spastischen Paresen der unteren Extremität konnte bewiesen werden, dass eine chirurgische Verkürzung, Rotation und Angulierung des Oberschenkelknochens und eine gleichzeitige Verkürzung der Sehne des vorderen Oberschenkelmuskels eine deutliche Verbesserung der Kniestreckung bewirkt. Dabei zeigte sich jedoch zusätzlich eine ungewünschte vermehrte Beckenvorkippung und ein ungewünschtes Beugedefizit des Knies in der Schwungbeinphase des Gangzyklus. Mit der Verpflanzung eines Teils des vorderen Oberschenkelmuskels möchte man nun testen ob dieser ungewünschte Effekt gemindert werden kann und welchen Einfluss die Verpflanzung auf den bereits nachgewiesenen Therapieerfolg hat.

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Studiendetails

Studienziel Mithilfe der 3D Ganganalyse wird der quantitative Effekt der Therapie am Hüft- und Kniegelenk während des Gangzyklus gemessen. Dabei werden die Flexions- und Extensionsbewegungen im Knie, sowie die Beckenvorkippung in Grad dem entsprechenden Gangzyklusabschnitt zugeordnet. Analysezeitpunkte: präoperativ (E0), postoperativ 1 Jahr (E1), postoperativ 2 Jahre (E2), postoperativ 5 Jahre (E3).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Heidelberg - Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kinder und Adoleszenten der Diagnose "Spastische bilaterale Zerebralparese" (BSCP) (GMFCS Level I-II) und gleichzeitig vorliegendem Kauergang, Patella alta, Einwilligung der Eltern/Sorgeberechtigten zur Studienteilnahme der Minderjährigen, Teilnahme an standardisierter klinischer Untersuchung und instrumenteller 3D-Ganganalyse zu den Zeitpunkten E0, E1, E2 und E3.

Ausschlusskriterien

  • Voroperationen im Bereich der unteren Extremität, Ablehnung der Verwertung der bereits erhobenen Daten und Wunsch zum Studienabbruch durch die/den Patientin/en oder der Eltern/gesetzliche Vertreter, Botulinum toxin- Therapie innerhalb der letzten 6 Monate, kurz zurückliegende antispastische Therapie (medikamentös), mangelnde Kooperationsbereitschaft, Patellastressfrakturen.

Adressen und Kontakt

Orthopädische Klinik, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Der Kauergang konnte bei Kindern mit ICP und GMFCS 1-2 laut aktueller Studien durch supracondyläre Extensions-/ Verkürzungsosteotomie und Patelladistalisierung signifikant verbessert werden. Das als Teil des Kauergangs vorliegende Streckdefizit im Kniegelenk konnte um 15°-20° reduziert werden. Gleichzeitig zeigte sich, dass es nach der Mehretagenkorrektur zu einer vermehrten Beckenvorkippung, sowie einem steifen Gangbild kommt. Möglicherweise können diese Effekte auf eine Verkürzung des Musculus rectus femoris zurückgeführt werden. Im Stand ist es denkbar, dass die Spina iliaca anterior inferior als punctum mobilae durch M. rectus femoris nach caudoventral bewegt wird. In der Schwungbeinphase würde ein passiv insuffizienter Musculus rectus femoris mit der Tuberositas tibiae als punctum mobilae die Kniebeuging limitieren. Aufgrund dieser Annahmen ist es denkbar, dass eine Transposition des Musculus rectus femoris von seinem Ursprung auf die ventrale Oberschenkelmuskulatur die ungewünschten Effekte korrigieren kann.

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