Beschreibung der Studie

Chronische viszerale Schmerzen („Bauchschmerzen“) sind häufig, insbesondere bei Frauen, können jedoch oftmals nicht gut behandelt werden. Dies erfordert ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse. In früheren Studien konnten wir zeigen, dass eine experimentell induzierte systemische Entzündungsreaktion zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit und zu einer veränderten Verarbeitung von viszeralen Schmerzreizen im Gehirn führt. Entzündungsprozesse und Schmerz sind wiederum eng mit negativer Stimmung und depressiven Erkrankungen assoziiert. Daher soll in der aktuellen Studie der wechselseitige Einfluss von Entzündungsprozessen und negativen Emotionen auf die viszerale Schmerzempfindlichkeit und -verarbeitung unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden untersucht werden.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Komponenten des Schmerzerlebens (sensorisch-diskriminativ, affektiv, kognitiv) und Stimmung mittels Visueller Analogskala (VAS). Neurale Verarbeitung (BOLD-Response) viszeraler Stimuli und stimmungsbezogener Cues mittels fMRT. Die Messungen erfolgen 2-4 Stunden nach Injektion von LPS (lipopolysaccharide) bzw. Placebo.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 56
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden gesunde männliche und weibliche (unter Kontrazeption) ProbandInnen im Alter von 18 – 50 Jahren, welche rechtshändig sind.

Ausschlusskriterien

  • Akute oder chronische körperliche Erkrankungen, aktuelle oder dauerhafte Einnahme von Medikamenten mit Ausnahme oraler Kontrazeptiva. Rauchen, sowie ein Body Mass Index von > 30 oder < 18 kg/m². Hinweise auf anorektale Gewebeschäden (z.B. Hämorrhoiden). Hinweise auf Veränderungen in der strukturellen MRT-Untersuchung. MRT-spezifische Ausschlusskriterien (Angststörungen, insbesondere Klaustrophobie, metallische Implantate, metallhaltige Tätowierungen, etc.). Hinweise auf psychiatrische Erkrankungen nach DSM-V Kriterien basierend auf validierten Screening-Instrumenten, insbesondere auf Depression und Angsterkrankungen.

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Essen, Essen

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Essen via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Chronische viszerale Schmerzen haben eine hohe klinische Relevanz und treten insbesondere bei Frauen häufig auf. Zugleich bestehen nur wenige dauerhaft erfolgreiche Therapieoptionen. Dies erfordert ein besseres Verständnis der neurobiologischen und psychologischen Prozesse, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Hyperalgesie und Hypervigilanz beteiligt sind. In früheren Studien konnten wir zeigen, dass eine experimentell induzierte systemische Entzündungsreaktion zu einer Hyperalgesie sowie zu einer veränderten neuralen Verarbeitung viszeraler Stimuli insbesondere in sensorisch-diskriminativen Anteilen schmerzverarbeitender Hirnstrukturen führt. Da sowohl Inflammation als auch Hyperalgesie in eng mit negativer Stimmung und Depression assoziiert sind, soll in der aktuellen Studie die Interaktion inflammatorischer Prozesse mit negativen Emotionen unter der Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden analysiert werden. Hierzu sollen mittels experimenteller Paradigmen bei Gesunden eine systemische Entzündungsreaktion sowie eine negative (depressionsähnliche) Stimmung induziert werden, um die Effekte von Inflammation und negativer Stimmung in ihrer Interaktion auf die viszerale Schmerzwahrnehmung und die zentrale Schmerzverarbeitung mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) zu untersuchen. Hypothese ist, dass die Effekte einer systemischen Entzündungsreaktion auf die Schmerzwahrnehmung und zentrale Schmerzverarbeitung durch eine negative („depressive“) Stimmung verstärkt werden. Inflammation und negative Stimmung sollen dabei als Risikofaktoren für eine erhöhte Schmerzsensitivität und eine Chronifizierung von Schmerz sowohl einzeln als auch in Interaktion experimentell untersucht werden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: