Beschreibung der Studie

Der Yips ist ein Zucken der dominanten, führenden Hand während des Puttens, welches laut Literatur bei bis zu 50% aller Golfspieler auftritt. Seine Ursache ist nicht genau bekannt – allerdings wird vermutet, dass es sich um eine sogenannte „Aufgabenspezifische Dystonie“ handelt, eine Art hirngesteuerte Entladung/Zuckung unter psychischer Anspannung. Durch diese Unsicherheit, was genau den Yips auslöst, existiert auch noch keine für alle Betroffene passende Behandlungsmöglichkeit. Während in einigen Fällen Akupunktur hilfreich ist, wählen andere Betroffene Entspannungsübungen und Verhaltenstherapien. Die Neurochirurgische Klinik des Universitätsklinikums Knappschaftskrankenhaus Bochum wird zusammen mit dem Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der Ruhr-Universität Bochum untersuchen, ob die transkutane Vagusnervstimulation am Ohr (Ohrvagusstimulation) einen positiven Einfluss auf die Putting-Leistung von Golfspielern hat.

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Studiendetails

Studienziel Reduktion der Rotationsbeschleunigung, Streuung der Schlagrichtung und Streuung der Gesamtrotation. Messmethode: Ultraschall-Schlaguntersuchung am Prüfungstag vor und nach transkutaner Vagusnervstimulation.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter 18-80 Jahre
  • Rechtshänder
  • Handicap <=36
  • kinematisch nachgewiesener Yips: Rotationsbeschleunigung im Treffmoment (-100ms bis +100ms um den Treffmoment) von ≥ 4.000°/s, und weiterer Parameter

Ausschlusskriterien

  • Psychiatrische Erkrankung wie z.B. schwere Depression oder Schizophrenie.
  • Vagusnervstimulation oder Z.n. Vagotomie
  • Relevante Herzerkrankung: bradykarde Herzrhythmusstörung (z.B. Sick Sinus Syndrom), Herzinsuffizienz, Z.n. Herzinfarkt
  • Aktives Implantat, wie z.B. Herzschrittmacher, Defibrillator, Neurostimulator, Cochleaimplantat oder Arzneistoffapplikationsgerät.
  • Unfähigkeit zum Verstehen des Studienplans
  • Fortschreitende neurologische Erkrankung (z.B. Parkinson, MS, Epilepsie)
  • Asthma
  • Schwangerschaft
  • akuter Tinnitus
  • Ventrikuläre Shuntsysteme
  • Vorliegen einer Hauterkrankung wie Infektion, Psoriasis oder Ekzem im Behandlungsbereich.
  • Vorliegen jedweder anatomischen Anomalie, die das erfolgreiche Einsetzen der Ohrelektrode verhindert.
  • Vorliegen jedweder schwerwiegenden Erkrankung, die die erfolgreiche Studienteilnahme verhindert.

Adressen und Kontakt

Neurochirurgische Klinik, Bochum

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Häufig gestellte Fragen

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Die aufgabenspezifische Dystonie (task-specific focal dystonia, TSFD) ist ein häufig bei Musikern und Sportlern zu beobachtendes Phänomen, bei dem während der Durchführung erlernter feinmotorischer Tätigkeiten eine Hemmung auftritt und die Bewegung nicht oder nicht korrekt vollzogen werden kann. Auch bei Journalisten (Schreibkrampf) oder Chirurgen kann eine solche Dystonie auftreten. Da eine genaue Ursache nicht bekannt ist, kann diese Erkrankung nur symptomatisch behandelt werden. Hierzu gehören eine leichte sensorische Abschirmung der Hände durch dünne Handschuhe ebenso wie Akupunktur oder intensive Trainingsübungen, um die Dystonie zu „verlernen“. Die Diagnostik und Grundlagen fokaler Dystonien bei Musikern und Sportlern war das Thema einer von der DFG geförderten Studie der Sporthochschule Köln. Bei Golfspielern existiert mit dem Yips ein Phänomen, dessen Ursache ebenfalls ungeklärt ist und auch dem Bereich der TSDF zugeordnet werden kann. Beim Yips kommt es während des Puttens – der sehr sensiblen Endphase einer Golfrunde – am Ende der Puttbewegung zu einer unwillkürlichen Pronations-/Supinationsbewegung des dominanten Armes, was in der Regel zu einem Mißerfolg des Putts führt. Studien gehen davon aus, dass bis zu 47% aller Golfer an einem Yips leiden. Neue Publikationen legen nahe, dass die transkutane Vagusnervstimulation zur Behandlung des Torticollis spasmodicus, einer weiteren Sonderform der fokalen Dystonie, eingesetzt werden kann. Diese Beobachtung führte zu der Idee, den Yips als fokale Dystonie mit Hilfe der transkutanen Vagusnervstimulation zu behandeln.

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