Beschreibung der Studie

Delirien sind bei Intensivpatienten eine sehr häufig vorkommende Komplikation. Unter einem Delir versteht man einen akuten Verwirrtheitszustand, der sich durch eine Störung des Bewusstseins, der Orientierung und der Wahrnehmung auszeichnet. Ein Delir, welches nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt ist, tritt bei 30 bis 87 Prozent aller Intensivpatienten auf. Früherkennung und Frühbehandlung sind für den Behandlungserfolg des Delirs entscheidend. Ein Delir ist jedoch nicht immer leicht zu erkennen. Angehörige können einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung des Delirs leisten, da sie oftmals subtile kognitive Veränderungen des Patienten frühzeitig erkennen. Die Family Confusion Assessment Method ist ein Einschätzungsinstrument zur Delir-Detektion, welches unter Einbeziehung der Angehörigen durchgeführt werden soll. Das Instrument wurde 1988 von Dr. Inouye et al. in den USA auf Basis der Confusion Assessment Method entwickelt. Das Assessment besteht insgesamt aus elf Test-Items. Bisher gibt es für den gesamten deutschsprachigen Raum kein wissenschaftlich getestetes Assessmentinstrument zur Identifizierung eines Delirs, welches mithilfe der Angehörigen erhoben werden soll. Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen dieser Studie die Family Confusion Assessment Method aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, kulturell adaptiert und für den Sektor der Intensivmedizin validiert.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist der Cohen's Kappa Koeffizient der Family Confusion Assessment Method im Vergleich zur Confusion Assessment Method for Intensive Care Unit.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Regensburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Angehörige:
  • Angehörige eines Intensivpatienten
  • Lebt mit dem Intensivpatienten zusammen oder persönlicher Kontakt zum Intensivpatienten mindestens 1x pro Monat (mit regelmäßigen Kontakten per Telefon oder anderen Kommunikationsmitteln) und kennt die körperlichen und kognitiven Fähigkeiten des Intensivpatienten)
  • Mindestens ein Besuch auf der Intensivstation
  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Möglichkeit zur Kommunikation in deutscher Sprache (mind. Niveau C1 des europäischen Referenzrahmens)
  • Unterschriebene Einwilligungserklärung
  • Intensivpatienten:
  • Intensivmedizinische Behandlung ≥ 48 Stunden
  • Bewusstseinslage: RASS-Wert -3 bis +4

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I, Regensburg

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Ein Delir, welches nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt ist, ist im Rahmen einer intensivmedizinischen Therapie die häufigste zerebrale Dysfunktion. Die Inzidenz variiert bei Intensivpatienten zwischen 30 und 87 Prozent. Klinisch wird anhand des psychomotorischen Erscheinungsbilds zwischen einem hyperaktiven, hypoaktiven und einem gemischten Delir unterschieden. Früherkennung und Frühbehandlung sind für den Behandlungserfolg des Delirs entscheidend. Für die Früherfassung und das Screening von Delirien stehen verschiedene validierte Instrumente zur Verfügung, welche seitens des interprofessionellen Behandlungsteams erhoben werden. Dennoch ist ein Delir nicht immer leicht zu identifizieren. Angehörige können einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung des Delirs leisten, da sie oftmals subtile kognitive Veränderungen des Patienten früher erkennen. Die Family Confusion Assessment Method ist ein Assessmentinstrument zur Delir-Detektion, welches unter Einbeziehung der Angehörigen durchgeführt werden soll. Das Instrument wurde 1988 von Dr. Inouye et al. in den USA auf Basis der Confusion Assessment Method entwickelt. Das Assessment besteht insgesamt aus elf Test-Items und ist kein unabhängiges diagnostisches Instrument, sondern soll in Verbindung mit dem Referenzstandard angewendet werden. In der Validierungsstudie von Dr. Steis et al. (2012) zeigte die FAM-CAM eine Spezifität von 98 Prozent, eine Sensitivität von 88 Prozent und eine Interrater-Reliabilität von 0,85 auf. Bisher gibt es für den gesamten deutschsprachigen Raum kein validiertes Messinstrument zur Delir-Detektion, welches mithilfe der Angehörigen erhoben wird. Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen dieser Studie die Family Confusion Assessment Method aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und für das Setting der Intensivmedizin validiert. Der richtlinienkonforme Übersetzungsprozess erfolgt gemäß der Prinzipien of Good Practice for the Translation and Cultural Adaptation Process for Patient-Reported Outcomes of the International Society for Pharmaoeconomics and Outcome Research (ISPOR-Richtlinie). Für die Bestimmung der Übereinstimmungsvalidität werden der deutschsprachige FAM-CAM und der CAM-ICU zeitgleich erhoben. Die Auswertung erfolgt mittels IBM SPSS 22.

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