Beschreibung der Studie

In der Studie zur „Erkennung von Veränderungen der Schleimhaut der Speiseröhre nach bariatrischen Eingriffen (Schlauchmagen und Roux – Y – Magenbypass) im Rahmen der Nachsorge“ sollen Schleimhautveränderungen der Speiseröhre nach einer Anlage eines Schlauchmagens oder eines Roux-en-Y-Magenbypasses im Rahmen der Behandlung von Übergewicht erkannt werden. Denn durch Studien der letzten Jahre konnte gezeigt werden, dass bei einigen Patienten nach einer solchen Operation Schleimhautveränderungen auftreten, die nicht unbedingt mit Symptomen vergesellschaftet sein müssen. Das heißt, dass auch Patienten, die keine Symptome einer Refluxkrankheit aufweisen, bereits Schleimhautveränderungen haben können. In frühen Stadien lassen sich diese Veränderungen gut medikamentös behandeln, jedoch kann es nach jahrelangem Bestehen der Veränderungen zu Krebsvorstufen und zu Speiseröhrenkrebs kommen. Daher möchten wir an der Uniklinik in Mannheim ein strukturiertes Nachsorgeprogramm für Patienten anbieten, die sich bariatrischen Operationen zur Gewichtsreduktion unterzogen haben, um die möglichen Schleimhautveränderungen frühzeitig erkennen zu können. Dazu werden Patienten, die in den Jahren 2014 – 2016 an der UMM in Mannheim eine solche Operation bekommen haben, gebeten eine Magenspiegelung an sich durchführen zu lassen. Bei eventuell sichtbaren Auffälligkeiten der Speiseröhrenschleimhaut werden kleine Proben entnommen und in der Pathologie auf Veränderungen untersucht. Diese Untersuchung bieten wir den Patienten im Rahmen der Nachsorge an und werten die dabei anfallenden Daten im Rahmen der Studie aus zum Zwecke der medizinischen Forschung.

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Studiendetails

Studienziel Neu aufgetretene Schleimhautveränderungen nach bariatrischer Operation Der Wert einer Routine-Endoskopie im Rahmen der üblichen Nachsorge bariatrischer Patienten soll beurteilt werden
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 237
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Chirurgische Klinik der Universitätsmedizin Mannheim

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Sleeve Gastrectomy an der UMM erhalten in den Jahren 2014 - 2016 oder
  • RYGB an der UMM erhalten in den Jahren 2014 - 2016

Ausschlusskriterien

  • Einwilligungsunfähige Studienteilnehmer

Adressen und Kontakt

Universitätsmedizin Mannheim, Mannheim

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Häufig gestellte Fragen

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Mit Deutschland- und weltweit steigender Fallzahl an Adipositas- und metabolischen Operationen, steigt auch die Anzahl an Publikationen, die sich mit der Langzeitbetreuung der Patienten bzw. spät auftretenden Problemen nach den Operationen beschäftigen. Ein solches Thema ist das Auftreten von entzündlichen Veränderungen im Bereich des distalen Ösophagus bis hin zu Entwicklung einer Barrett-Mucosa (Präkanzerose) wenige Jahre nach einer Schlauchmagen-Operation. Entscheidend dabei ist, dass nur ein Teil der Patienten, die solche morphologische Veränderungen aufweisen, davor auch symptomatisch im Sinne von aktiven Refluxbeschwerden sind. Ein Teil der Patienten scheint, trotz oligo- oder asymptomatischem Verlauf nach der Operation, im Verlauf von Schleimhautveränderungen am ösophagogastralen Übergang betroffen zu sein. Zum jetzigen Zeitpunkt werden in unserem Kompetenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie (DGAV zertifiziert) im Rahmen der Nachsorge lediglich Patienten endoskopiert, die therapieresistente Refluxsymptome nach einer bariatrischen Operation aufweisen. Um der sich mehrenden Evidenz in Bezug auf den signifikanten Anteil von Patienten mit Barrett-Ösophagus nach Schlauchmagen-Operationen, gerecht zu werden, planen wir aktuell allen Patienten die vor 3 und mehr Jahren an unserem Zentrum einer Schlauchmagen-Operation unterzogen wurden, im Rahmen der Nachsorge eine Ösophagogestroduodenoskopie (ÖGD) anzubieten. Die Untersuchungen beinhalten keine Aspekte außerhalb einer Routine- Gastroskopie mit Vorgehen nach Befund (z. B. Probeentnahmen zur Histologie bei auffälliger Schleimhaut). Adipositas-Patienten nach Roux-Y-Magenbypass-Operationen gelten prinzipiell als nicht gefährdet bezüglich der Entwicklung einer GERD, da diese chirurgische Rekonstruktion den Reflux von saurem Magensekret bzw. Gallenflüssigkeit unwahrscheinlich macht. Dennoch liegen bereits Publikationen vor, die auch bei RYGB-Patienten morphologische Schleimhautveränderungen nach der Operation beschreiben. Eine endoskopische Nachsorge dieser Patienten erscheint zumindest einmalig postoperativ sinnvoll, sodass wir auch Patienten aus dieser Behandlungsgruppe, die in unserem Zentrum operiert wurden, eine Kontroll-ÖGD anbieten werden. Unsere Arbeitsgruppe möchte die Ergebnisse der Nachsorgeendoskopien, nach entsprechender, zusätzlicher Aufklärung der Patienten, dokumentieren und nachträglich wissenschaftlich in Hinblick auf Prävalenz von Veränderungen der Ösophagusschleimhaut nach bariatrischen Eingriffen auswerten. Es soll damit der Wert einer Routine-Endoskopie im Rahmen der üblichen Nachsorge bariatrischer Patienten, beurteilt werden.

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