Beschreibung der Studie

Das Projekt SEPFROK untersucht bundesweit die Folgen einer Sepsis, der schwersten Verlaufsform von Infektionserkrankungen, die 50 bis 60% der Erkrankten überleben. Die Patienten können danach jedoch unter erheblichen und oft chronischen körperlichen, geistigen und kognitiven Beeinträchtigungen leiden. Ausmaß und Art dieser Folgen sind bislang unbekannt. Spezifische Behandlungsangebote in der Nachsorge nach Sepsis fehlen. Auf Basis von Versichertendaten der AOK wird bundesweit untersucht, welcher Art die Sepsisfolgen sind, wie häufig und zu welchen Zeitpunkten sie auftreten, welche Kosten dadurch verursacht und welche Ressourcen verbraucht werden. Untersucht wird ein Zeitraum von bis zu 3 Jahren nach Sepsiserkrankung. In einem Vorbeobachtungszeitraum von fünf Jahren sollen außerdem Patientenmerkmale und Behandlungen identifiziert werden, die Risikofaktoren für schwere oder kostenintensive Sepsisfolgen sind. Außerdem werden Daten zur Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen sowie Folgeerkrankungen mit den Erhebungen einer großen Kohortenstudie, der Mitteldeutschen Sepsis Kohorte, verglichen. Zusätzlich werden Sepsisüberlebende und deren Angehörige nach ihrer Zufriedenheit mit der Behandlung und wahrgenommenen Defiziten befragt. Dazu werden 200 Patienten, die auf Intensivstation der Charité Universitätsmedizin Berlin behandelt wurden oder an der Kohortenstudie "Mitteldeutsche Sepsis Kohorte" teilnehmen, telefonisch befragt. Auf dieser Basis entwickelt das Projekt mit einem Expertenbeirat Empfehlungen, um integrierte Behandlungskonzepte zu entwickeln und den tatsächlichen Bedarf an ambulanten und stationären Rehabilitationsmaßnahmen für Sepsisüberlebende zu ermitteln. So können gefährdete Patienten besser versorgt und langfristig Häufigkeit und Ausmaß der Sepsisfolgen reduziert werden.

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Studiendetails

Studienziel (i) Routinedatenanalyse von AOK-Versicherten zwischen 2009-2017: Inzidenz von Sepsisfolgen (körperliche, kognitive und seelische Folgeerkrankungen, Sterblichkeit) (ii) Befragung zur Versorgungszufriedenheit nach Sepsis: medizinische Inanspruchnahme von Patienten nach Sepsis (Rehabilitation, ambulante Therapien, Krankenhausbehandlungen), Zufriedenheit von Patienten und Angehörigen mit diesen Versorgungsleistungen sowie wahrgenommene Defiziten in der Nachsorge nach Sepsis
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ITS-behandelte schwere Sepsis

Ausschlusskriterien

  • Für die Routinedatenanalyse: Pat. mit Sepsis, die innerhalb von 12 Monaten vor dem betrachteten KH-Aufenthalt bereits mit einer Sepsis stationär behandelt wurden, oder die nicht durchgängig im Vor- oder Nachbeobachtungszeitraum AOK versichert waren, werden ausgeschlossen. Sonst keine weiteren Ausschlusskriterien.

Adressen und Kontakt

Charité, UKJ, Berlin, Jena, sowie AOK Daten (deutschlandweit)

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Häufig gestellte Fragen

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SEPFROK hat das Ziel, die Häufigkeit und Kosten von Sepsisfolgen (körperliche, kognitive und seelische Folgeerkrankungen, Sterblichkeit) nach intensivmedizinischer Therapie zu erfassen. Die Studie setzt sich aus zwei Teilstudien zusammen: (i) Routinedatenauswertung von AOK-Versicherten zwischen 2009-2017, (ii) telefonische Befragung zur Versorgungszufriedenheit nach Sepsis. Auf der Basis ermittelter Risikofaktoren und -populationen wird ein Expertenbeirat Empfehlungen entwickeln, mit denen gefährdete Patienten besser geschützt werden können und die Häufigkeit und das Ausmaß der Sepsisfolgen reduziert werden können. (i) Routinedatenanalyse von AOK-Versicherten zwischen 2009-2017 Studiendesign: Retrospektive, längsschnittliche GKV-Routinedatenanalyse mit einer Beobachtungsdauer von 3 Jahren nach Sepsiserkrankung und 5 Jahren vor Sepsiserkrankung. Es erfolgt ein Abgleich der Endpunktprävalenzen mit Primärdaten aus einer Kohortenstudie inkl. Befragung von Sepsisüberlebenden/Angehörigen. Methodik: Identifikation von ITS-Patienten mit Sepsis in einem Datensatz von AOK-Versicherten Personen in den Bezugsjahren 2013 und 2014, Erfassung von demografischen Daten, Vorerkrankungen, Akutbehandlung, Risikofaktoren in den Vor- und Aufgriffjahren (2009-2014). Ermittlung von Häufigkeit, Verteilung und Verlauf von Neuerkrankungen, Überleben, med. Inanspruchnahme und Kosten in den 3 Folgejahren (2015-2017). (ii) Befragung zur Versorgungszufriedenheit nach Sepsis Studiendesign: explorative Kohortenstudie mit Telefoninterviews zur Erfassung der Perspektive von Sepsis-Überlebenden und ihrer (pflegenden) Angehörigen Methodik: prospektive, längsschnittliche Befragung von Teilnehmern der Mitteldeutschen Sepsiskohorte (Patienten und Angehörigen) und Patienten der Charité Universitätsmedizin Berlin 6 Monate und 12 Monate nach Entlassung von der Intensivstation. Erfragt wird das Wissen über Sepsis und Sepsisfolgen, Nutzung und Zufriedenheit mit der medizinischen Versorgung (ambulante und stationäre Rehabilitation, Therapeuten, Krankenhausbehandlungen) und Nachsorge-Angeboten.

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