Beschreibung der Studie

In einem Verbundprojekt zwischen der Klinik für Neurochirurgie und der Klinik für Neuroradiologie am UKSH, Campus Kiel möchten wir den Stoffwechsel intrakranieller Raumforderungen mittels einer sogenannten MR-Spektroskopie untersuchen. Konkret möchten wir hierbei Informationen bezüglich des sogenannten Warburg-Effektes gewinnen. Dieser Effekt beschreibt die Vermutung, dass Tumorzellen trotz der Verfügbarkeit von Sauerstoff Energie über einen sauerstoffunabhängigen Stoffwechsel erzeugen. Hierdurch scheint es den Zellen möglich zu sein den durch das rasche Tumorwachstum bedingten hohen Energiebedarf zu decken. Durch eine spezielle MRT-Untersuchung, die MR-Spektroskopie, können Stoffwechselprodukte in ihrer örtlichen Verteilung sowie in ihrer Menge gemessen werden. Insbesondere interessiert uns hierbei die Verteilung von Lactat, eines im Rahmen des Warburg-Effekts gebildeten Stoffwechselproduktes.

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Studiendetails

Studienziel mind. 10 Patienten sollen mittels MR-Spektroskopie untersucht werden. Hierbei sollen die Ergebnisse von Rand und Mitte der Raumforderung miteinander abgeglichen werden.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Neurochirurgie am UKSH, Campus Kiel

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Intrakranielle Raumforderung

Ausschlusskriterien

  • Schutzbedürftige (Kinder)

Adressen und Kontakt

Neurochirurgie / Neuroradiologie, Kiel

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Das Glioblastoma multiforme (GBM) ist der häufigste und gleichzeitig bösartigste hirneigene Tumor. Nach wie vor existieren keine kurativen Behandlungskonzepte. Verantwortlich für die infauste Prognose sind unter anderem ein schnelles Wachstum trotz mangelnder Energiesubstrate sowie eine frühe Migration der Tumorzellen. Zum Ermöglichen dieser aggressiven Eigenschaften können die Tumorzellen molekulare Veränderungen unterlaufen, die beispielsweise zu einer Umstellung des Zellmetabolismus führen. Bereits in den 20ger Jahren hatte der deutscher Wissenschaftler und späterer Nobelpreisträger Otto Warburg durch seine Beobachtung eines erhöhten Laktatspiegels an Tumorzellen die Hypothese aufgestellt, dass Tumorzellen trotz der Verfügbarkeit von Sauerstoff Energie über eine sauerstoffunabhängige Glykolyse erzeugten. Dieser Prozess, seither als Warburg Effekt und Kennzeichen von vielen Tumorentitäten betitelt, scheint einen Anpassungsmechanismus darzustellen, der es Tumorzellen ermöglicht den durch das rapide Tumorwachstum bedingten hohen energetischen Bedarf zu decken. Im klinischen Alltag hat mittlerweile ein diagnostisches Verfahren Einzug gehalten, das wichtige Informationen über den Metabolismus intrakranieller Tumoren liefern kann ohne etwaige Invasivität oder Nutzung ionisierender Strahlung. Die hier beschriebene MR-Spektroskopie nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und wird aktuell bereits u.a. zur genaueren Abgrenzung von hirneigenen Tumoren und Metastasen eingesetzt. Laktat ist hierbei eines der gemessenen Metabolite. Molekularbiologische Untersuchungen lassen vermuten, dass Laktat vor allem im hypoxischen GBM-Tumorzentrum exportiert und in an Blutgefäße angeschlossene Tumoranteile erneut zur weiteren Energiegewinnung aufgenommen wird. Detaillierte Untersuchungen mittels MR-Spektroskopie bezüglich dessen liegen derzeit noch nicht vor. Vor diesem Hintergrund sollen vor einer Resektion des Tumors angefertigte MR-Spektroskopien näher ausgewertet werden.

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