Beschreibung der Studie

Traditionell werden mit Kleinhirnerkrankungen motorische Krankheitszeichen in Verbindung gebracht. Diese umfassen unsicheres Gehen und Stehen sowie zitternde und ungenaue willkürliche Bewegungen der Gliedmaßen. Außerdem können Störungen der Augenbewegungen sowie eine verwaschene, undeutliche Sprache bei den Patienten beobachtet werden. In den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten sind bei Patienten mit Erkrankungen des Kleinhirns auch kognitive (d.h. das Denken betreffende) und affektive (d.h. die Stimmung betreffende) Defizite nachgewiesen worden. Patienten mit Kleinhirnschädigungen haben insbesondere Probleme mit sogenannten exekutiven Funktionen. Diese sind z.B. für das Kurzzeitgedächtnis, bei Planungsaufgaben, der Organisation und Durchführung von komplexen kognitiven (Denk-) Aufgaben wichtig. Zudem sind Sprachfunktionen gestört, insbesondere die richtigen Wörter im Gespräch abzurufen. Auch Aufgaben, die räumliches Denken voraussetzen, bereiten den Patienten im Vergleich zu Gesunden oft Schwierigkeiten. Schließlich ist die Regulation von Emotionen und Stimmung beeinträchtigt. Dieser Symptomkomplex wurde von Schmahmann und Sherman bereits 1998 unter dem Begriff „Cerebellar Cognitive Affective Syndrome (= CCAS)“ zusammengefasst (Schmahmann und Sherman, 1998). Bisher beruhte die Diagnosestellung auf aufwendigen neuropsychologischen Testungen, die im klinischen Alltag aufgrund der hohen Zeit- und damit verbundenen Personalbindung durch entsprechend geschulte Ärzte oder Neuropsychologen schlecht umsetzbar ist. Ein kurzes Screening-Instrument, wie etwa für Demenzen vorhanden (z.B. Mini Mental State Examination; MMSE), fehlte bisher. Die Arbeitsgruppe um Schmahmann hat aktuell einen entsprechenden Bedside-Test (CCAS Skala) für Patienten mit Kleinhirnerkrankungen entwickelt (Hoche et al. 2018). Er wurde an englischsprachigen erwachsenen Kleinhirnpatienten validiert, d.h. die Güte, mit welcher der Test ein CCAS diagnostizieren kann, wurde untersucht. Es zeigte sich, dass mit der CCAS Skala ein CCAS zuverlässig diagnostiziert und auch gut zwischen Gesunden und Patienten unterschieden werden kann. Der Test liegt bisher nur in englischer Sprache vor. Drei zusätzliche Alternativversionen B-D wurden von der Gruppe ebenfalls entwickelt, sodass wiederholte Messungen möglich werden, ohne dass Übungseffekte auftreten. Entsprechende deutschsprachige Testversionen gab es bisher nicht. Ziel dieser Studie ist die Validierung der vier von uns in Zusammenarbeit mit Kollegen der Neurologischen Universitätsklinika in Tübingen und Bonn ins Deutsche übertragene Versionen der CCAS Skala (Versionen A-D). Wir wollen testen, ob die deutschen Versionen nach der Übersetzung ein CCAS noch genauso zuverlässig diagnostizieren können, wie die englischen Versionen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Validierung der Versionen A-D der deutschen CCAS Skala. Nach der Datenerhebung werden hierzu folgende Testgütekriterien ermittelt: - Re-Test-Reliabilität - Interrater-Reliabilität - Paralleltest-Reliabilität - Interne Konsistenz - Konstrukt-Validität - Sensitivität - Spezifität
Status Teilnahme möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 600
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Essen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schriftliches Einverständnis.
  • Mindestalter 18 Jahre.
  • Deutschsprachig.

Ausschlusskriterien

  • Gesunde Kontrollprobanden: Vorliegen von neurologischen (einschließlich Anfallsleiden) oder psychiatrischen Erkrankungen.
  • Patienten: Vorliegen von schwerwiegenden primär psychiatrischen Erkrankungen.
  • Drogen- oder Alkoholabhängigkeit.
  • Einnahme von zentral-wirksamen Medikamenten.
  • Personen mit konsumierenden Erkrankungen und in schlechtem Allgemeinzustand.
  • Nicht geschäftsfähige (erwachsene) Personen und Personen in behördlicher oder gerichtlicher Verwahrung.

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Essen

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Essen via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Universitätsklinikum, Bonn

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Bonn via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Universitätsklinikum, Düsseldorf

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Düsseldorf via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Universitätsklinikum, Heidelberg

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Heidelberg via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Universitätsklinikum, Tübingen

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Tübingen via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Traditionell werden mit Kleinhirnerkrankungen motorische Symptome in Verbindung gebracht, die unter dem Begriff „Ataxie“ zusammengefasst werden. Diese umfassen unsicheres Gehen und Stehen sowie zitternde und ungenaue willkürliche Bewegungen der Extremitäten. Außerdem können Störungen der Augenbewegungen sowie eine verwaschene, undeutliche Sprache bei den Patienten beobachtet werden. In den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten sind bei Patienten mit zerebellären Erkrankungen auch kognitive und affektive Defizite nachgewiesen worden. Patienten mit Kleinhirnläsionen haben insbesondere Probleme mit exekutiven Funktionen, die sich z.B. für das Kurzzeitgedächtnis, bei Planungsaufgaben, der Organisation und Durchführung von komplexen kognitiven Aufgaben bemerkbar machen. Zudem sind Sprachfunktionen gestört, insbesondere die Wortfindung. Auch Aufgaben, die räumliches Denken voraussetzen, bereiten den Patienten im Vergleich zu Gesunden Schwierigkeiten. Schließlich ist die Regulation von Emotionen und Affekt beeinträchtigt. Dieser Symptomkomplex wurde von Schmahmann und Sherman bereits 1998 unter dem Begriff „Cerebellar Cognitive Affective Syndrome (= CCAS)“ zusammengefasst (Schmahmann und Sherman, 1998). Bisher beruhte die Diagnosestellung auf aufwendigen neuropsychologischen Testungen, die im klinischen Alltag aufgrund der hohen Zeit- und damit verbundenen Personalbindung durch entsprechend geschulte Ärzte oder Neuropsychologen schlecht umsetzbar ist. Ein kurzes Screening-Instrument, wie etwa für Demenzen vorhanden (z.B. Mini Mental State Examination; MMSE), fehlte bisher. Die Arbeitsgruppe um Schmahmann hat aktuell einen entsprechenden Bedside-Test (CCAS Skala) für zerebelläre Patienten entwickelt (Hoche et al. 2018). Er wurde an einer englischsprachigen Kohorte erwachsener zerebellärer Patienten validiert. Er lieferte hohe Werte sowohl für die Sensitivität als auch für die Spezifität hinsichtlich der Diagnosestellung eines CCAS. Der Test lag bisher nur in englischer Sprache vor. Drei zusätzliche Alternativversionen B-D wurden von der Gruppe ebenfalls entwickelt, sodass wiederholte Messungen möglich werden, ohne dass Übungseffekte auftreten. Entsprechende deutschsprachige Testversionen gab es bisher nicht. Ziel dieser Studie ist die Validierung der vier von uns in Zusammenarbeit mit Kollegen der Neurologischen Universitätsklinika in Tübingen und Bonn ins Deutsche übertragene Versionen der CCAS Skala (Versionen A-D). Hierzu werden Patienten mit verschiedenen Kleinhirnerkrankungen untersuchen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: