Beschreibung der Studie

Das Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung liegt darin, bei Patienten mit sozialer Angststörung den Effekt der Bearbeitung einer negativen sozialen autobiografischen Erinnerung (z.B. von anderen gehänselt, ausgelacht, von einer Autoritätsperson kritisiert worden sein etc.) mittels verschiedener Übungen zu untersuchen. Diese Bearbeitung beinhaltet das sogenannte Imagery Rescripting (Imaginatives Überschreiben), das auch als psychotherapeutische Übung verwendet wird. Dabei werden die Erinnerungen durch Vorstellungsübungen bearbeitet (z.B. sich einen besseren Ausgang der erinnerten Situation vorstellen), um die Belastung durch die Erinnerung zu reduzieren. Dazu werden verschiedene psychophysiologische Maße (körperliche Maße, die in Beziehung mit psychischen Vorgängen stehen), sowie Interviews und Fragebögen verwendet. Vergangene Studien konnten bereits zeigen, dass Imagery Rescripting bei Patienten mit einer sozialen Angststörung zu (kurzfristigen) Verbesserungen der Symptomatik führt. Nicht klar ist jedoch bisher, über welche Mechanismen diese Veränderung stattfindet. Die Erforschung von Wirkmechanismen von psychotherapeutischen Interventionen ist von großer Bedeutung, um eine weitere Verbesserung der Behandlung psychischer Störungen zu ermöglichen.

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Studiendetails

Studienziel Zielkriterium: Schwere der Symptomatik der sozialen Angststörung (prä-post (4 Wochen nach der Intervention)) Maße: Fragebogen (Liebowitz Soziale Angst Skala (LSAS; Consbruch, Stangier & Heidenreich, 2016) Literatur: Consbruch, K. von, Stangier, U. & Heidenreich, T. (2016). Skalen zur Sozialen Angststörung (SOZAS). Göttingen: Hogrefe.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Verhaltenstherapeutische Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Gießen, sowie Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften, JLU Gießen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten:
  • Diagnose einer sozialen Angststörung nach DSM-5 (APA, 2013)
  • Sprachkenntnisse: deutsch fließend

Ausschlusskriterien

  • aktuelle psychotherapeutische Behandlung, schwerwiegende körperliche Erkrankungen, Einnahme von Psychopharmaka bzw. die regelmäßige Einnahme von auf das ZNS wirkenden Medikamenten in den vergangenen 12 Woche,
  • das Vorliegen…: anderer primärer psychischer Störungen als der sozialen Angststörung,
  • einer Posttraumatischen Belastungsstörung,
  • von Schizophrenie-Spektrums- oder anderen psychotischen Störungen,
  • einer schwergradigen depressiven Episode,
  • einer depressiven Episode/bipolaren Störung mit psychotischen Merkmalen,
  • einer akuten Belastungsstörung,
  • einer mittel- oder schwergradigen Störung mit Substanzkonsum,
  • akuter Suizidalität,
  • einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung

Adressen und Kontakt

Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen

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Häufig gestellte Fragen

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Diese Studie dient der Erforschung der Wirkmechanismen von Imagery Rescripting (Imaginatives Überschreiben) als therapeutische Intervention bei sozialer Angststörung. Hierbei werden aktuelle Entstehungsmodelle der sozialen Angststörung berücksichtigt, die Parallelen zur Entstehung einer PTBS ziehen. So berichtet ein Großteil der Patienten mit sozialer Angststörung, dass sie eine sozial aversive Erfahrung in ihrer Kindheit/Jugend gemacht haben, die mit dem Beginn ihrer sozialen Ängstlichkeit assoziiert ist. In dieser Studie werden 60 Patienten mit sozialer Angststörung untersucht, die randomisiert zur Hälfte der Experimentalbedingung (Imagery Rescripting) und zur anderen Hälfte der Kontrollbedingung (Durchsprechen der Erinnerung ohne Veränderung dieser) zugeordnet werden. An insgesamt drei Untersuchungsterminen und vier weiteren Online-Erhebungszeitpunkten werden verschiedene Maße, wie Interviews und Fragebögen erhoben. Als weiteres Maß wird eine computerisierte Vorstellungsaufgabe verwendet, bei der die Patienten angeleitet werden, drei verschiedene Situationen (sozial aversive Situation, die in der Intervention bearbeitet wird, sowie zwei Kontrollsituationen: eine neutrale Situation und eine belastende, aber nicht sozial aversive Situation) mehrfach zu imaginieren. Während der Imagination werden verschiedene psychophysiologische Maße (HR(V), EDA, EMG des Gesichts, Atmung), sowie direkt nach der Aufgabe subjektive Ratings der Valenz, Belastung und Erregung erhoben. Hypothesen: 1) Imagery Rescripting führt im Vergleich zur Kontrollbedinung zu einer größeren Reduktion in der Schwere der Symptomatik der sozialen Angststörung. 2) Diese Reduktion wird mediiert durch verschiedene Prozessmaße, wie u.a. eine Veränderung des emotionalen Gehalts der bearbeiteten Erinnerung, eine Veränderung des emotionalen Gehalts des Vorstellungsbildes, eine Reduktion der PTBS-artigen Symptome in Bezug auf die bearbeitete Erinnerung und eine Veränderung spezifischer Kognitionen in Bezug auf die bearbeitete Erinnerung.

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