Beschreibung der Studie

Die Studie richtet sich an geriatrische mangelernährte Patienten mit hüftgelenksnahen Brüchen. Bislang hat man sich bei hüftgelenksnahen Brüchen auf die operative Versorgung konzentriert und versucht die ggf. bestehende Mangelernährung mit der angebotenen Vollkost auszugleichen. Aus anderen medizinischen Bereichen wissen wir, dass mangelernährte Patienten vielfach länger im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ursache dafür können Wundheilungsstörungen, Infekte und teilweise auch damit verbundene erneute Operationen sein. Zudem wissen wir, dass es für geplante Operationen gut ist, wenn eine Mangelernährung vorher therapiert wird, um diese Risiken zu senken. Für Patienten mit Knochenbrüchen, welche durch einen Sturz aufgetreten sind und einer schnellen Operation bedürfen ist es natürlich nicht möglich eine Mangelernährung vor der Operation zu therapieren – dies würde zu lange dauern. Wir möchten aber in dieser Studie untersuchen, ob für diese Patienten auch eine kurzfristige Therapie noch einen Vorteil bringt. Von der Durchführung der vorgesehenen klinischen Prüfung erhoffen wir uns: • eine schnellere körperliche Erholung mit einem kürzeren Aufenthalt im Klinikum • die Verringerung möglicher Folgeoperationen auf Grund von Wundinfektionen oder -heilungsstörungen • ein geringeres Auftreten von Erkrankungen wie sie bei längeren Krankenhausaufenthalten und Bettlägerigkeit häufig sind (z. Bsp. Blasen- und Lungenentzündungen, Druckgeschwüre) • Laborparameter und Untersuchungsmethoden zu finden, die uns helfen schon bei Aufnahme im Krankenhaus die Patienten zu identifizieren, die besonders anfällig für Komplikationen sind und denen die Zusatznahrung helfen kann • Gene und deren Zusammenwirken zu finden, die diese Anfälligkeit für Komplikationen bei Mangelernährung erklären, um noch bessere Therapiekonzepte für die Zukunft zu entwickeln Die verwendete Zusatznahrung ist bereits seit Jahren als Nahrungsergänzung zugelassen und soll jetzt im Zusammenhang mit dieser Erkrankung auf seinen Nutzen getestet werden.

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Studiendetails

Studienziel zur Entlassung wird der aktuelle körperliche Status erneut überprüft und eine BIA (Bioelektrische Impedanzanalyse)-Messung, Handkraftmessung, Laborparameter und die erreichte Mobilisation erhoben und mit den Werten zur Aufnahme und Kontrollgruppe verglichen, zudem werden anhand der Akten die Komplikationen (Infekte, Wundheilungsstörungen, etc) erhoben
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Rostock Chirurgische Klinik und Poliklinik Abteilung für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • hüftgelenksnahe Fraktur, Mangelernährung

Ausschlusskriterien

  • pathologische Frakturen, Pneumonie bei Aufnahme

Adressen und Kontakt

Unfallchirurgie, Rostock

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel des Projektes ist es, im Kollektiv geriatrischer Patienten den Einfluss einer angebotenen proteinreichen Zusatztrinknahrung auf den frühen postoperativen Verlauf hin zu untersuchen. Gerade in der Gruppe der geriatrischen Patienten sind das Risiko für sowie die Inzidenz einer Mangelernährung deutlich erhöht. Aus anderen medizinischen Bereichen wie der Tumorchirurgie wissen wir, dass Mangelernährung ein Risiko für eine verlängerte Krankenhausverweildauer ist. Ursächlich für die längeren Aufenthalte können Wundheilungsstörungen, Infekte oder verlängerte physiotherapeutisch begleitete Mobilisationsphase sein. Erste Studien konnten belegen, dass eine präexistente Mangelernährung unsere bereits präoperativ vulnerablen Patienten anfälliger für Komplikationen macht und somit zu verzögerter Mobilisation und erhöhten Infektraten beiträgt. Für das Kollektiv der elektiv operierten Patienten wissen wir, dass ein Ausgleich bestehender Mangelernährung vor der Operation zu einer Senkung der Komplikationen und zu einer Verbesserung des Outcome führt. Diese Möglichkeit haben wir im Bereich der Frakturversorgung aus offensichtlichen Gründen nicht und so stellt sich im Fachgebiet der Unfallchirurgie die Frage, ob auch eine kurzfristige Intervention einen Benefit für diese Patienten bringt. Da insbesondere geriatrischen Patienten von Mangelernährung betroffen sind, wird sich die Untersuchung auf dieses Patientenkollektiv beziehen. Durch den demographischen Wandel ist mit einer deutlichen Zunahme geriatrischer mangelernährter Patienten zu rechnen, was dieser Fragestellung Aktualität verleiht. Zur Klärung der Hypothese wird eine randomisierte Pilotstudie konzipiert mit einer Kontroll- und einer Interventionsgruppe. Die Interventionsgruppe wird 2x täglich eine Trinkzusatznahrung (oral nutrional supplement) als Zwischennahrung erhalten. Da bislang in einzelnen Studien mit kleinen Kollektiven unabhängig vom bestehenden Ernährungszustand nur ein Trend für einen Vorteil dieser Intervention gezeigt werden konnte, soll eine mögliche Verwässerung der Ergebnisse durch Normalernährte bzw. nichtgeriatrische Patienten vermieden werden. Da in der Gesamtheit verunfallter Patienten insbesondere die Gruppe mit proximalen Femurfrakturen von einem erheblichen Einschnitt im Leben betroffen ist, soll dieses Patientenkollektiv untersucht werden. Gerade in dieser Patientengruppe besteht zudem der große Vorteil, dass alle Patienten ohne postoperative Teilbelastung voll mobilisierbar und damit gut vergleichbar sind. Betrachtet wird der kurzfristige Nutzen der Intervention im stationären Bereich. Daher werden schnellere Mobilisation, weniger Wundheilungsstörungen und Infekte, ein geringerer Muskelabbau sowie eine verringerte Aufenthaltszeit der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe als positives Outcome gewertet.

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