Beschreibung der Studie

Aus der aktuellen wissenschaftlichen Literatur lässt sich ein möglicher, bisher nicht in Betracht gezogener Faktor in der Entstehung des Lungenversagens schließen, der zur Auslösung bzw. Verschlechterung eines Lungenversagens beitragen könnte. Mit der vorliegenden Untersuchung soll dieser Faktor untersucht werden. Bei diesem Faktor handelt es sich um Gallensäuren, wie sie für die Verdauung von Nahrungsfetten notwendig sind. In den letzten Jahren mehren sich die Erkenntnisse, dass Gallensäuren nicht nur im Darm eine Funktion haben, sondern auch als Botenstoff im Blut Funktionen erfüllen. Steigt die Konzentration der Gallensäuren im Blut jedoch über das normale Maß an könnte es sein, dass die Gallensäuren über den Blutweg in zu hoher Konzentration in die Lunge gelangen und hier einen Lungenschaden auslösen oder verstärken, indem sie ihrer Funktion entsprechend Fette verdauen, die jedoch für die Lungenfunktion unbedingt notwendig sind. Mit der vorliegenden Untersuchung wollen wir diesen Zusammenhang beweisen. Dazu benötigen wir zu mehreren Zeitpunkten während des Aufenthaltes auf der Intensivstation eine geringe Menge Blut. Darüber hinaus benötigen wir Lungenflüssigkeit, welche zu den gleichen Zeitpunkten wie die Blutentnahmen im Rahmen der in der klinischen Routine durchgeführten fiberoptischen Untersuchungen der Lunge gewonnen wird. Die zusätzliche Belastung durch die Studie beschränkt sich auf die Blutentnahme aus bereits einliegenden Gefäßzugängen sowie die Entnahme einer geringen Menge Lungenflüssigkeit, welche nicht schädlich sind. Darüber hinaus werden bestimmte Parameter aus der Patientenakte entnommen, um die Krankheitsschwere genau einschätzen zu können, was für die Auswertung der Ergebnisse wichtig ist. Für zukünftige Patienten mit der gleichen Erkrankung kann hoffentlich ein Mechanismus entdeckt werden, durch dessen Verhinderung, z.B. durch Gabe bestimmter Medikamente, der Verlauf der Krankheit positiv beeinflusst werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Nachweis einer Schrankenstörung der Lunge für Gallensäuren Nachweis eines linearen Zusammenhangs Gallensäuren Serum – bronchoalveolären Lavageflüssigkeit
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsmedizin Göttingen Klinik für Anästhesiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Frauen und Männer
  • Alter > 18 Jahre < 90 Jahre
  • Patienten auf der operativen Intensivstation der Klinik für Anästhesiologie (0119)
  • Diagnose eines ARDS (Kontrollgruppe ohne eingeschränkte Lungenfunktion)
  • Vorliegen einer mündlichen und/oder schriftlichen Aufklärung
  • Vorliegen einer schriftlichen Einwilligung (Patient/gesetzlicher Vertreter)

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Universitätsmedizin Göttingen, Göttingen

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Häufig gestellte Fragen

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Gallensäuren sind amphiphile Moleküle deren primäre Aufgabe es ist Nahrungsfette zu emulgieren; unter physiologischen Bedingungen finden sich im Serum nur geringe Mengen. Aufgrund ihrer Eigenschaften können Gallensäuren in der Alveolarflüssigkeit zur Lungenschädigung führen, indem sie Surfactant emulgieren. Dieser Mechanismus konnte für den gastrointestinalen Refluxes, im Tierversuch wie auch beim Atemnotsyndrom des Neugeborenen nachgewiesen werden. Bei kritisch kranken Patienten besteht häufig eine Endothelstörung mit Verlust der Barrierefunktion („capillary leak“, „Schrankenstörung“). Durch die Schrankenstörung kommt es zum Übertritt von Wasser und teils auch Proteinen in die Alveolen. Es ist denkbar, dass die gestörte endotheliale Barriere in der Lunge ebenfalls Gallensäuren in die Alveolen übertreten lässt, die dann Surfactant funktionslos machen und auf dieser Grundlage ein ARDS auslösen bzw. ein bestehendes ARDS agravieren könnten.

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