Beschreibung der Studie

Hintergrund: Die Depression gehört zu den am weitesten verbreiteten psychischen Störungen weltweit, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Depressionen gehen häufig mit hohem körperlichem und psychischem Stress einher. Ein komplementärer und bislang unzureichend erforschter Therapieansatz bei Depressionen ist die Musiktherapie. Musiktherapie könnte dazu beitragen, die Symptome der Depression zu lindern und die Stressbelastung der Betroffenen zu vermindern. Ziele: Im Rahmen der MUSED-Studie möchten wir überprüfen, ob Musiktherapie bei Frauen mit Depression wirksam ist. Ziel der Musiktherapie ist es, die Symptome der Depression zu vermindern und Stress zu reduzieren. Studienteilnehmerinnen: An der Studie können erwachsene Frauen im Alter von 18-65 Jahren teilnehmen, die aktuell an einer Depression leiden. Ablauf: Die Studienteilnehmerinnen werden per Zufallsprinzip entweder der Interventionsgruppe (Musiktherapie) oder der Wartelistenkontrollgruppe (erhält die Musiktherapie nach Beendigung aller Messungen) zugeteilt. Die Studienteilnehmerinnen werden gebeten, an Fragebogenuntersuchungen sowie an psychobiologischen Messungen teilzunehmen, um den Stress im Alltag zu bestimmen (48-Stunden-Puls und Speichelproben).

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Depressiv-Symptomatik (prä, post) gemessen mittels Fremdbeurteilung (Hamilton Depression Rating Scale)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 66
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Institut für Medizinische Psychologie am Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universitätsklinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Einschlusskriterien sind erfüllt, wenn die Teilnehmer a) weiblich und b) zwischen 18 und 65 Jahren alt sind, c) die Kriterien für eine aktuelle Depression (ohne psychotische Symptome) oder eine Dysthymie gemäß dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-V) bzw. der International Classification of Diseases (ICD) 10 (codes: F32.0; F32.1; F32.3; F32.8; F32.9; F33.0; F33.1; F33.2; F33.8; F33.9; F34.1) und d) mindestens die Kriterien für eine milde Depression gemäß Hamilton Depression Rating Scale of Depression (17-Item-Version HDRS ≥ 9) und (e) mindestens die Kriterien für eine milde Depression gemäß Beck Depression Inventory (BDI-II ≥ 14) erfüllen. Es muss eine aktuelle Episode vorliegen, eine remittierte Depression führt nicht zwingend zum Einschluss.

Ausschlusskriterien

  • Eine Teilnahme an der Studie ist nicht möglich a) die DSM-V-Kriterien für schwerwiegende psychische Erkrankungen (z.B. Schizophrenie, Bipolare Störungen, akute Suizidgefahr, psychotische Symptome) oder b) Borderline-Persönlichkeitsstörung oder c) Substanzmissbrauch oder akute Sucht erfüllt sind oder d) bei Teilnahme an einer anderweitigen Musiktherapie (aktuell oder innerhalb der letzten drei Monate).

Adressen und Kontakt

Institut für Medizinische Psychologie, Heidelberg

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Heidelberg via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Hintergrund: Menschen, die an einer Depression leiden, weisen häufig eine gestörte Emotionsregulation sowie Defizite in der Regulation psychobiologischer Stresssysteme auf. Musiktherapie könnte als komplementärer Therapieansatz einen Beitrag zur Behandlung von Depressionen leisten. Erste Studien weisen bereits darauf hin, dass Musiktherapie Einfluss auf den Rückgang der Depressionssymptomatik und auf psychobiologische Mechanismen nehmen kann. Zielstellung: Das primäre Ziel der geplanten Interventionsstudie ist die Überprüfung der Wirksamkeit von Musiktherapie, gemessen an der fremdbeurteilten Depressionssymptomatik (Hamilton Depression Rating Scale). Darüber hinaus soll untersucht werden, wie sich der Behandlungserfolg der Musiktherapie auf zirkadiane biologische Rhythmen im täglichen Leben auswirkt. Dazu werden die Herzfrequenzvariabilität (engl. heart rate variability, HRV) und die Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierendrinden-Achse (gemessen am Cortisol-Tagesprofil) begleitet von einem Ecological Momentary Assessment (EMA) an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gemessen. Darüber hinaus werden mit Hilfe von Selbstbeurteilungsskalen weitere psychologische Konstrukte untersucht z.B. Emotionsregulation durch Musik und Stresswahrnehmung. Methodik: Für die Teilnahme an der Studie werden 66 erwachsene Frauen mit aktueller depressiver Episode randomisiert entweder der Interventionsgruppe (Musiktherapie + Standardbehandlung) oder der Kontrollgruppe (zunächst nur Standardbehandlung, Musiktherapie nach Abschluss aller Messungen) zugeteilt. Zielkriterien: Die Selbstbeurteilungsdaten werden vor (prä), nach (post) und 10 Wochen nach Beendigung des Interventionszeitraumes (follow-up) erhoben. Die Fremdbeurteilungsdaten sowie die psychobiologischen Daten (48-Stunden-HRV, Cortisol-Tagesprofil aus 6 Messzeitpunkten) zusammen mit dem EMA werden je an zwei Konsekutivtagen vor und nach dem Interventionszeitraum erhoben (prä und post). Außerdem werden während des Interventionszeitraumes wöchentlich kurze Selbstbeurteilungsbefragungen durchgeführt. Sowohl die psychologischen als auch die psychobiologischen Daten werden im Anschluss an die Datenerhebung systematisch verglichen und im Hinblick auf Gruppenunterschiede und intraindividuelle Veränderungen im Zeitverlauf ausgewertet.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: