Beschreibung der Studie

Ziel dieser Studie ist es, die Anpassungsfähigkeit und Funktion der schmerzverarbeitenden Strukturen nach einer umkehrbaren Stimulierung von Schmerzrezeptoren (Capsaicin Schmerzmodell) in gesunden Probanden sowie bei chronischen Schmerzpatienten zu vergleichen. Dadurch soll auf Ebene der Grundlagenforschung neue Erkenntnisse zu Krankheitsentstehung gewonnen werden. Es wird die Schmerzwahrnehmung mittels Quantitativer Sensorischer Testung (QST), funktioneller Laser-Doppler-Flowmetrie (fLDF) sowie Fragebögen geprüft.

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Studiendetails

Studienziel Durch die funktionelle Laser-Doppler-Flowmetrie (= fLDF) soll die Funktionalität der vasoaktiven C-Faser Afferenzen beurteilt werden.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Grünenthal GmbH

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Probandenkollektiv:
  • Allgemeine Einschlusskriterien:
  • Die Studienteilnehmer müssen eine Einwilligungserklärung unterschrieben haben, in der sie erklären, den Zweck der Studie und die darin angewendeten Verfahren zu verstehen und in die Studie einzuwilligen.
  • Männliche oder weibliche Person > 18 Jahre
  • Studienteilnehmer müssen zu angemessener Kommunikation fähig und auch imstande sein, die Lokalisation und Intensität von Schmerzen zu benennen bzw. unterscheiden und die in dieser Studie verwendeten Fragebögen ausfüllen zu können.
  • Die Eignung wird anhand des Screening-Bogens für gesunde Probanden ermittelt. (Gierthmuhlen et al., 2015)
  • Studienspezifische Einschlusskriterien:
  • Keine Schmerzerkrankungen in der Anamnese
  • Patientenkollektiv:
  • Patienten mit chronischer Schmerzerkrankung

Ausschlusskriterien

  • Probandenkollektiv:
  • Allgemeine Ausschlusskriterien:
  • Früherer Alkohol- Drogen, oder Arzneimittelmissbrauch oder dahingehender Verdacht des Prüfers.
  • Bekannte andere Erkrankungen, die mit einer Veränderung der sensorischen Wahrnehmung oder immunologischen Prozessen einhergehen.
  • Bekannte Immunschwäche, Schwangerschaft
  • Patientenkollektiv:

Adressen und Kontakt

Sektion für Neurologische Schmerzforschung und Therapie, Klinik für Neurologie, UKSH Campus Kiel, Kiel

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Häufig gestellte Fragen

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Chronischer Schmerz ist ein wichtiges Gesundheitsproblem, etwa ein Fünftel der europäischen Bevölkerung ist betroffen (Breivik et al., 2006). Die Effizienz der Behandlung ist mangels Optionen begrenzt (Kissin, 2010). Um neue Analgetika entwickeln zu können, ist ein besseres Verständnis chronischer Schmerzzustände erforderlich. Insbesondere das Wissen um die Dynamik der schmerzverarbeitenden Strukturen ist derzeit begrenzt. Die an der Schmerzentstehung beteiligten Mechanismen werden nach ihrer Funktionsweise in 3 Phasen gegliedert und unterscheiden sich grundlegend voneinander (Woolf und Salter, 2000; Laird und Cervero, 1991). Dabei sind die Phasen 1 und 2 durch eine kurze andauernde Aktivierung des nozizeptiven Systems bzw. durch eine von Entzündungsmediatoren gesteuerte reversible Modulation peripherer sowie zentraler Sensibilisierungsprozesse charakterisiert (Koltzenburg et al., 1994). Dem gegenüber ist Phase 3 von degenerativen und auch regenerativen Modifikationsprozessen gekennzeichnet, die eine Änderung des Phänotyps sowie der Genexpression mit sich ziehen. Interessant ist, dass die Schmerzwahrnehmung nicht nur durch eine erkrankungsbedingte veränderte Genexpression beeinflusst wird, auch bestimmte genetische Polymorphismen schmerzverarbeitender Strukturen führen zu einer veränderten Schmerzwahrnehmung (Binder et al., 2011). Diese Beobachtung konnte auch bei gesunden Probanden durch Induktion des experimentellen Capsaicin-Schmerzmodells bestätigt werden (Forstenpointner et al., 2017). I. Hypothese: Genetische Polymorphismen haben Einfluss auf die Dynamik sowie Funktion peripherer schmerzverarbeitender Strukturen nach Nozizeptor-Desensibilisierung. Da das Wissen um die Veränderung des schmerzleitenden Systems nach peripherer Nozizeptor-Sensibilisierung im Verlauf derzeit noch begrenzt ist, soll die Degeneration/Regeneration nach C-Faser Sensibilisierung im Zeitverlauf mittels funktioneller Laser Doppler Flowmetrie (fLDF) sowie durch eine Quantitativ Sensorische Testung (QST) erfasst werden. Der Vorteil der fLDF ist, dass die Funktion der an der Schmerzleitung beteiligten C-Fasern direkt durch die nervale (über CGRP vermittelte) Komponente der Mikrozirkulation beurteilt werden können. Außerdem ist eine separate Beurteilung der endothelabhängigen (über NO vermittelt) Komponente der Mikrozirkulation möglich. Eine funktionelle Untersuchung dieser beiden Systeme könnte damit einen wichtigen Beitrag zum pathophysiologischen Verständnis von Schmerzerkrankungen leisten. II. Hypothese: Bei chronischen Schmerzpatienten ist die nervale bzw. endothelabhängige mikrozirkulatorische Funktion durch eine gestörte nervale Antwort verändert. Bei reduzierter C-Faser Funktion kommt es zu einem verminderten Anstieg der Blutperfusion.

Quelle

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