Beschreibung der Studie

Menschen die an einer chronischen Krankheit, wie beispielsweise einer chronischen Nierenerkrankung, leiden haben eine größere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Gegen die saisonale Grippe, von der eine besondere Gefährdung ausgeht, besteht die Möglichkeit einer Infektion durch eine Grippeschutzimpfung vorzubeugen. Trotz dass es eine deutschlandweite Impfempfehlung gibt und in den vergangenen Jahren viele Aufklärungskampagnen durchgeführt wurden, hat die Impfquote von Patienten mit einer chronischen Erkrankung in den letzten Jahren in Deutschland deutlich abgenommen. Damit die Impfquoten in Deutschland wieder steigen sind effektive Interventionsansätze notwendig, die theoretisch auch bundesweit umgesetzt werden könnten. In dieser Studie wollen wir drei mögliche Interventionsansätze testen: Zum ersten möchten wir herausfinden, welchen Effekt ein Erinnerungsschreiben des behandelnden Arztes auf die Impfquote seiner Patienten hat. Zudem wollen wir untersuchen, ob eine schriftliche Erinnerung durch eine gesetzliche Krankenversicherung zu einer Zunahme der Impfquote ihrer Versicherten beitragen kann. Drittens wollen wir untersuchen, ob die kassenärztliche Vereinigung ihre Vertragsärzte (also niedergelassene Ärzte) durch einen schriftlichen Impfaufruf zu einer Verhaltensänderung bewegen kann, welche schlussendlich dazu führt, dass mehr chronisch erkrankte Patienten geimpft werden.

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Studiendetails

Studienziel Zunahme der Influezaimpfquote
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientenzentrierte Interventionsstudie:
  • Alle am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel nierentransplantierten Patienten, die im Frühjahr 2016 in der Datenbank gelistet sind, werden in diesen Studienarm eingeschlossen.
  • Versichertenzentrierte Interventionsstudie:
  • Alle Versicherten der IKK Südwest, für die aufgrund einer chronischen Nierenerkrankung in der Impfsaison 2015/2016 (01.10.2015 - 31.3.2016) eine Influenzaimpfindikation bestand.
  • Arztzentrierte Interventionsstudie:
  • Alle nephrologischen Vertragsärzte der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.

Ausschlusskriterien

  • keine

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Nierentransplantation-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Chronisch erkrankte Patienten sind in einem hohen Maße durch eine Influenzainfektion gefährdet, dennoch hat die Impfrate dieser Risikogruppe in den letzten 10 Jahren deutlich abgenommen. Unsere Studie verfolgt das Ziel Strategien zu detektieren, mit welchen die Influenzaimpfquoten chronisch erkrankter Patienten in Deutschland systematisch verbessert werden könnten. Hierzu sind drei Interventionen geplant: 1.) Soll herausgefunden werden, wie stark ein vom behandelnden Arzt an seine Patienten gerichtetes Interventionsschreiben deren Impfquote steigern kann (= patientenzentrierter Ansatz), 2.) untersucht werden, ob eine analoge Intervention durch die zuständige gesetzliche Krankenversicherung einen ähnlichen Effekt hat (= versichertenzentrierter Ansatz) und 3.) getestet werden, ob eine kassenärztliche Vereinigung seine Vertragsärzte durch einen schriftlichen Aufruf zu einer vermehrten Impfung der von ihnen behandelten chronisch erkrankten Patienten bewegen kann (= arztzentrierter Ansatz).

Quelle

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