Beschreibung der Studie

Die zentrale Frage der Studie ist, wie erleben und integrieren Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem Alltag die Medikamenteneinnahme aus ihrer ganz subjektiven Perspektive. Bedeutsam könnten dabei Zwangs- und Druckgefühle durch innere oder äußere Gegebenheiten sein. Beispielsweise könnten Nebenwirkungen dazu führen, die Medikamente eher abzulehnen. Auf der anderen Seite ist ein Absetzen der Medikamente aber möglicherweise mit einem Rückfall bzw. einer Verschlechterung des psychischen Zustandes verbunden. Oder das Wohnen mit Betreuung könnte eine entscheidende Rolle spielen. Hierbei wird der Fokus auf Bewohnerinnen und Bewohnern mit schizophrenen und bipolaren Störungen gelegt, die aufgrund ihrer Erkrankung auf die regelmäßige Einnahme von antipsychotischen Medikamenten angewiesen sind, um einer psychischen Krise vorzubeugen und einen Klinikaufenthalt zu vermeiden. Trotz der Bedeutung der Medikamenteneinnahme zur Stabilisierung und Rehabilitation von psychisch kranken Menschen außerhalb des stationären Rahmens, sind zu diesem Thema in der bisherigen Forschung, vor allem mit Bezug auf den Wohnbereich, keine ausreichenden Untersuchungen durchgeführt worden. Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, die Interesse an einer Teilnahme und ihr schriftliches Einverständnis gegeben haben und freiwillig seit mindestens 3 Monaten im betreuten Wohnen leben, wird ein etwa halbstündiges Interview führen.

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Studiendetails

Studienziel Die Studie endet, wenn die Anzahl von 50 Probandinnen und Probanden im Wohnbereich erreicht worden ist. Das Hauptziel ist es, die Frage beantworten zu können, ob subjektiv empfundener Zwang überhaupt Thema im betreuten Wohnbereich ist. Wenn dies zutreffend sein sollte, ist das zweite Ziel zu eruieren, wie hoch das Ausmaß des subjektiven Zwanges in der Gruppe der Bewohnerinnen und Bewohner ist und sich vom Sample der Patientinnen und Patienten aus der Vorgängerstudie unterscheidet. Das Hauptzielkriterium ist demensprechend die Messung des Ausmaßes des subjektiv empfundenen Zwangs bei der Medikamenteneinnahme durch die adaptierte Admission Experience Scale (AES) zum Zeitpunkt des Interviews. Dieser Interviewtermin wird individuell mit der Bewohnerin/den Bewohner vereinbart. Der Termin soll innerhalb der nächsten 6 Monate stattfinden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle ZfP SüdwürttembergKlinik für Psychiatrie u. Psychotherapie I der Universität Ulm

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Bewohnerinnen und Bewohner mit einer
  • schizophrenen oder bipolaren Störung (F20 bis F31 nach ICD-10)
  • im Alter ab 18 Jahren
  • seit mindestens 3 Monaten in einer betreuten Wohnform (stationär oder ambulant) leben
  • freiwilliger Aufenthalt in der Wohneinrichtung
  • Einnahme von Antipsychotika
  • Interviewfähigkeit
  • ausreichende Deutschkenntnisse

Ausschlusskriterien

  • primäre organische psychische Störung (ICD-10 F0)
  • mehr als leichtgradige Intelligenzminderung (ICD-10 F71)
  • keine Einnahme von Antipsychotika

Adressen und Kontakt

betreute Wohnformen für psychisch kranke Menschen, Ravensburg, Friedrichshafen, Wangen

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Häufig gestellte Fragen

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Die Studie soll zum einen herausfinden, ob und inwieweit Bewohnerinnen und Bewohner, die freiwillig im ambulant oder stationär betreuten Wohnen leben, Druck- und Zwangsgefühle bei der Medikamenteneinnahme erleben und welche Faktoren dafür ausschlaggebend sein können. Eine zweite Zielsetzung besteht darin, das Zwangserleben bei der Medikamenteneinnahme mit stationär freiwillig behandelten, stationär untergebrachten Patientinnen und Patienten zu vergleichen (Vorgängerstudie). Es wird davon ausgegangen, dass das Zwangsgefühl im betreuten Wohnbereich bei den Bewohnerinnen und Bewohnern zwar geringer sein wird, aber dennoch durch den Rahmen der Betreuung und des Wohnsettings ein gewisses Maß an Druck empfunden wird. Dies soll die Studie versuchen zu beleuchten. Überprüft wird darüber hinaus, ob die Einstellung zu den Medikamenten und die Krankheitseinsicht einen Einfluss besitzen. Zum Erleben von Zwang bei der Medikamenteneinnahme im betreuten Wohnbereich für psychisch kranke Menschen gibt es bisher keine ausreichenden Untersuchungen. Bewohnerinnen und Bewohner im Alter ab 18 Jahren, die freiwillig seit mindestens 3 Monaten in einer betreuten Wohnform im Kreis Ravensburg, Wangen und Friedrichshafen (Bodenseekreis) leben und bei denen die Diagnose einer schizophrenen oder bipolaren Störung vorliegt, können an der Studie teilnehmen. Ausreichende Deutschkenntnisse und Interviewfähigkeit werden vorausgesetzt. Mit zirka 50 Bewohnerinnen und Bewohnern soll ein einmaliges, etwa halbstündiges Interview durchgeführt und standardisierte Fragebögen zum Thema ausgefüllt werden.

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