Beschreibung der Studie

Speicheldrüsentumore sind Tumore, die sich aus verschiedenen Entitäten der Speicheldrüsenzellen bilden können und in den meisten Fällen die große Ohrspeicheldrüse betreffen. 80 % der Tumore sind gutartig, wobei hier wiederum das sog. „pleomorphe Adenom“ den häufigsten Tumor darstellt. Therapie der Wahl ist die Entfernung der großen Ohrspeicheldrüse, die je nach Operationsausmaß in eine extrakapsuläre Dissektion, eine partielle, totale oder radikale Parotidektomie unterteilt werden kann. Hauptunterschied zwischen einer partiellen Parotidektomie und einer extrakapsulären Dissektion ist, dass im Falle der partiellen Parotidektomie der Hauptstamm des Gesichtsnerven (Nervus facialis) für das bloße Auge sichtbar dargestellt wird und nicht nur, wie im Falle der ECD, elektromyographisch überwacht wird. Dadurch wird bei der extrakapsulären Dissektion weniger Drüsengewebe entfernt, so dass sie als das schonendere und risikoärmere Verfahren gilt und den Trend der sog. „Schlüsselloch-Chirurgie“ fortsetzt. Das Ausmaß postoperativer Schmerzen und Evaluierung der schmerzmedizinischen Therapie nach Parotidektomie ist bisher kaum untersucht. Standards sind bisher nicht etabliert und die Umsetzung bereits vorhandener Empfehlungen ist defizitär. Derzeit existiert auch keine aktuell gültige Leitlinie zur Therapie von postoperativen Schmerzen der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften). Diese ist 2014 abgelaufen und befindet sich momentan in Überarbeitung. In dieser geplanten nicht-interventionellen klinischen Beobachtungsstudie sollen insgesamt 60 Patienten mit benignen Tumoren der Ohrspeicheldrüse während ihres stationären Aufenthaltes in der HNO-Klinik untersucht werden, die sich entweder einer partiellen (n = 30) oder einer ECD (n = 30) unterziehen müssen. Der primäre Endpunkt der Studie ist die Messung des subjektiven postoperativen Schmerzes der Patienten sowie die Klassifizierung der Schmerzen mittels etablierter Schmerzskalen und standardisierter und validierter Fragebögen an allen postoperativen Tagen in der Klinik.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Postoperative Schmerzstärke an allen postoperativen Tagen während des stationären Aufenthaltes Die Erhebung der postoperativen Schmerzintensitäten soll dabei prospektiv mit Hilfe des sog. QUIPS („Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“)-Fragebogens erfasst, sowie mit dem vergleichbaren Patientenkollektiv der QUIPS-Datenbank verglichen werden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle HNO-Klinik Universitätsklinikum Erlangen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Eingeschlossen werden können alle Patienten, die sich aufgrund eines benignen Parotistumors einer partiellen oder extrakapsulären Parotidektomie unterziehen müssen.
  • Weitere Voraussetzungen sind:
  • Mindestalter 18 Jahre.
  • ausreichende kognitive und sprachliche Fähigkeiten, um die Inhalte der Fragebögen zu verstehen, sowie eine schriftliche Einwilligungsfähigkeit der Patienten nach detaillierter Aufklärung über die Studie.
  • ASA Klassifikation I-III.
  • 50 – 120 kg Körpergewicht.

Ausschlusskriterien

  • Vorbestehende chronische Schmerzen.
  • Patienten unter 18 Jahren.
  • Patienten, die keine Einwilligungserklärung unterschrieben haben.
  • Patienten, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen nach der Prämedikationsvisite nicht für einen operativen Eingriff freigegeben wurden.
  • Patienten, die sich einer Revisionsoperation unterziehen müssen.
  • Patienten, die sich größeren Hautresektionen mit anschließender Lappenrekonstruktion oder begleitenden Resektionen des äußeren Gehörganges bzw. des Os temporale unterziehen müssen.

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Erlangen

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Erlangen via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten der Klinik und Informationen über mögliche nächste Schritte auf Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Speicheldrüsentumore sind Tumore, die sich aus verschiedenen Entitäten der Speicheldrüsenzellen bilden können und in den meisten Fällen die Glandula parotis betreffen. 80 % der Tumore sind benigne, wobei hier wiederum das pleomorphe Adenom den häufigsten Tumor darstellt. Therapie der Wahl ist die Entfernung der Glandula parotis, die je nach Resektionsausmaß in eine extrakapsuläre Dissektion, eine partielle, totale oder radikale Parotidektomie unterteilt werden kann. Eine Teilentfernung der Drüse i. S. einer partiellen Parotidektomie ist das am häufigsten durchgeführte Operationsverfahren. Diese kann wiederum als laterale Parotidektomie oder extrakapsuläre Dissektion (ECD) erfolgen und eingeteilt werden. Hauptunterschied zwischen beiden Operationstechniken ist, dass im Falle der lateralen Parotidektomie der Hauptstamm des Nervus facialis makroskopisch dargestellt wird und nicht nur, wie im Falle der ECD, elektromyographisch überwacht wird und der N. facialis primär nicht aufgesucht werden muss. Dadurch wird bei der ECD weniger Drüsengewebe entfernt, so dass sie als das schonendere und risikoärmere Verfahren gilt und den Trend der minimalinvasiven Chirurgie fortsetzt. Das Ausmaß postoperativer Schmerzen und Evaluierung der analgetischen Therapie nach Parotidektomie ist bisher kaum untersucht. Standards sind bisher nicht etabliert und die Umsetzung bereits vorhandener Empfehlungen ist defizitär. Derzeit existiert auch keine aktuell gültige Leitlinie zur Therapie von postoperativen Schmerzen der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften). Diese ist 2014 abgelaufen und befindet sich momentan in Überarbeitung. In dieser geplanten nicht-interventionellen klinischen Beobachtungsstudie sollen insgesamt 60 Patienten mit benignen Parotistumoren während ihres stationären Aufenthaltes in der HNO-Klinik untersucht werden, die sich entweder einer lateralen (n = 30) oder einer ECD (n = 30) unterziehen müssen. Der primäre Endpunkt der Studie ist die Messung des subjektiven postoperativen Schmerzes der Patienten sowie die Klassifizierung der Schmerzen (nozizeptiv, neuropathisch oder gemischt) mittels etablierter Schmerzskalen und standardisierter und validierter Fragebögen an allen postoperativen Tagen in der Klinik.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: