Beschreibung der Studie

Aktuelle Leitlinien treffen keine klare Aussage darüber, wie präzise Kaliumzielbereiche bei Intensivpatienten eingestellt werden und ab wann eine Kaliumsubstitution erfolgen sollte. Neuere Untersuchungen an Patienten nach Myokardinfarkt geben Hinweise auf eine reduzierte Mortalität in niedrig normalen Kaliumbereichen. Zusätzlich scheint die Variabilität der Kaliumkonzentrationen im Blut einen Einfluss zu haben. Ziel dieser retrospektiven Datenauswertung ist es einen Kaliumbereich zu finden, der mit der niedrigsten Mortalität bei Intensivpatienten assoziiert ist, sowie den Einfluss der Variabilität zu untersuchen. Von Interesse ist dabei auch die Rolle der Kaliumsubstitution und die Kaliumsubstitution additiv zur Insulintherapie.

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Studiendetails

Studienziel Krankenhaussterblichkeit in Abhängigkeit von der mittleren Kaliumkonzentration
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Charité - Universitätsmedizin BerlinKlinik für Anästhesiologie m.S. operative Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Intensivpatient in der Charité Universitätsmedizin Berlin
  • von 2006 bis 2018

Ausschlusskriterien

  • weniger als 2 Kaliumwerte während des Aufenthaltes

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Kaliumhomöostase wird in extrazellulären Konzentrationen zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l reguliert. Dies ist für physiologische Prozesse von Bedeutung, wie das negative Ruhemebranpotenzial und damit die neuromuskuläre und kardiale Erregbarkeit. Schwere Hyperkaliämie wird mit ventrikulärer Arrhythmie, Bradykardie und Herzstillstand in Verbindung gebracht. Hypo- und Hyperkaliämie im Vergleich zu normalen Bereichen sind mit einer erhöhten Komplikationsrate und Sterblichkeitsrisiko verbunden. Bei Patienten mit Myokardinfarkt schlagen die Richtlinien des American College of Cardiology/American Heart Association (ACC/AHA) vor, den Kaliumspiegel auf 4.0-5.0mmol/l zu erhöhen, um das Risiko von Herzrhythmusstörungen zu verringern. Nach herz- und thoraxchirurgischen Eingriffen empfehlen Richtlinien, die Hypokaliämie auf 4.5-5.5mmol/l, zu korrigieren, um Vorhofflimmern vorzubeugen, obwohl sie betonen, dass dieser Vorschlag nie wissenschaftlich bestätigt wurde. Zusammenfassend empfehlen die bisherigen Richtlinien die Kaliumwerte eher in den oberen normokalemischen Bereich zu heben, obwohl sie betonen, dass dieser Vorschlag nie wissenschaftlich bestätigt wurde. Ein kürzlich durchgeführtes systematisches Review ergab jedoch Hinweise darauf, dass Kaliumwerte über 4,5mmol/l bei Patienten mit Herzinfarkt negativ mit dem Überleben in Verbindung gebracht werden können. Bei Intensivpatienten hat sich eine erhöhte Sterblichkeit bei der Hyperkaliämie gezeigt. Nach unserem Kenntnisstand gibt es keine valide Richtlinie über Kalium-Zielbereiche und Substitution von Kalium bei Intensivpatienten. Ziel dieser retrospektiven Studie ist es, den mittleren Kaliumgehalt sowie die Kaliumvariabilität und ihre Assoziation mit der Sterblichkeit in einer allgemeinen Intensivpopulation zu analysieren. Darüber hinaus untersuchten wir den Zusammenhang der Kaliumsubstitution mit der Sterblichkeit.

Quelle

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