Beschreibung der Studie

Das Arbeitsgedächtnis ist der Teil des menschlichen Erinnerungsvermögens, der zur Aufrechterhaltung und Manipulation von Informationen dient, die in der äußeren Umwelt nicht mehr vorhanden sind. Störungen der Arbeitsgedächtnisleistung führen oft zu erheblichen Einschränkungen in Alltagsleistungen, z.B. beim logischen Denken und in der Kommunikation. Das Trainingsprogramm "WOME" wurde speziell für Patienten mit geringer Arbeitsgedächtnisleistung entwickelt. Studien wiesen seine Wirksamkeit sowohl bei gesunden älteren Erwachsenen als auch Patienten nach. Ziel der Studie ist zu untersuchen, in welchem Maße Trainingsdauer und -spezifität die Wirksamkeit von Arbeitsgedächtnistrainings beeinflussen. Dazu werden ca. 40 Patienten mit erworbener Hirnschädigung vor dem Training, nach 10 Trainingseinheiten und nach 20 Trainingseinheiten mit neuropsychologischen Aufgaben untersucht. Trainiert wird a) das Arbeitsgedächtnistraining WOME oder b) verschiedene allgemeine Aufmerksamkeitsaufgaben. Durch den Vergleich der Leistungen vor, zwischen und nach dem Training wird festgestellt, welche Trainingsdauer notwendig ist und ob diese Verbesserungen sich in weiteren Leistungen und im Alltag der Patienten bemerkbar machen. Der Vergleich der Gruppen ermöglicht eine Aussage über die Spezifität des Trainings, d.h. ob das Arbeitsgedächtnistraining in seiner Wirksamkeit einem unspezifischen Aufmerksamkeitstraining überlegen ist.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Arbeitsgedächtnisleistung. Diese wird mittels verschiedener neuropsychologischer Testverfahren erhoben. Es wird eine Gesamtbewertung als arithmetisches Mittel aus allen erhobenen Arbeitsgedächtnis-Outcomes gebildet: Zahlen- und Blockspannen (WMS-R), Zahlen-Symbol-Test und Zahlen-Buchstaben-Folgen (WIE). Die Outcomes werden zu 3 Testzeitpunkten (vor der Intervention, nach 10 Trainingseinheiten und nach 20 Trainingseinheiten) im Rahmen einer größeren neuropsychologischen Testbatterie überprüft. Die Untersuchung wird einzeln in eigenen Räumen von geschulten Personal durchgeführt, das gegenüber der Gruppenzuteilung verblindet ist.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Hirnschädigung (v.a. Schädelhirntrauma und Schlaganfall, andere Ätiologien sind möglich) mindestens 3 Monate nach Ereignis
  • fließende Beherrschung der deutschen Sprache (mündlich und schriftlich)
  • Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Vorliegen einer psychiatrischen Krankheitsgeschichte
  • Alkohol- oder Drogenmissbrauch
  • gravierende kognitive Störung, die die Umsetzung der Studienteilnahme beschränkt
  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Psychische Störung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Das Arbeitsgedächtnis ist der Teil des menschlichen Erinnerungsvermögens, der zur Aufrechterhaltung und Manipulation von Informationen dient, die in der äußeren Umwelt nicht mehr vorhanden sind. Störungen der Arbeitsgedächtnisleistung führen oft zu erheblichen Einschränkungen in Alltagsleistungen, z.B. beim logischen Denken und in der Kommunikation. Das Trainingsprogramm "WOME" wurde speziell für Patienten mit geringer Arbeitsgedächtnisleistung entwickelt. Studien wiesen seine Wirksamkeit sowohl bei gesunden älteren Erwachsenen als auch Patienten nach. Ziel der Studie ist zu untersuchen, in welchem Maße Trainingsintensität und -spezifität die Wirksamkeit von Arbeitsgedächtnistrainings beeinflussen. Dazu werden ca. 40 Patienten mit erworbener Hirnschädigung im Rahmen eines randomisierten, kontrollierten Designs vor dem Training, nach 10 Trainingseinheiten und nach 20 Trainingseinheiten neuropsychologisch untersucht. Trainiert wird a) das Arbeitsgedächtnistraining WOME oder b) verschiedene, unspezifische Aufmerksamkeitsaufgaben. Durch den Vergleich der Testzeitpunkte wird festgestellt, welche Trainingsintensität für relevante Effekte auf die Arbeitsgedächtnisleistung notwendig ist und ob diese Verbesserungen sich in der Veränderungen anderer, angrenzender kognitiver Funktionen bemerkbar machen. Zudem sollen die Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit und das Wohlbefinden im Alltag überprüft werden. Der Vergleich der Gruppen ermöglicht eine Aussage über die Spezifität des Trainings, d.h. ob das Arbeitsgedächtnistraining in seiner Wirksamkeit einem unspezifischen Aufmerksamkeitstraining überlegen ist.

Quelle

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