Beschreibung der Studie

Die Untersuchung früher Umwelteinflüsse auf das soziale Gehirn verspricht wichtige Aufschlüsse über die Ursachen psychiatrischer Erkrankungen. Die aktuelle Befundlage zur Rolle der Umwelt in der Psychiatrie ist jedoch widersprüchlich. Eine Möglichkeit, das Potential dieses Ansatzes besser auszuschöpfen, bietet die Einbindung des Forschungsansatzes in die Neurowissenschaften. Mit der vorliegenden Studie sollen die Auswirkungen von Stressbelastungen in verschiedenen Stadien der Entwicklung auf das Gehirn geprüft werden. Ebenso sollen verschiedene protektive Faktoren untersucht werden wie soziale Interaktionen. Teilnehmer an dieser Studie sind junge Erwachsene einer Längsschnittstudie, deren Entwicklung seit Geburt begleitet wird. Mittels bildgebender Methoden (Kernspintomografie und Elektroenzephalografie) wird der Aufbau und die Funktion von Hirnregionen untersucht, die maßgeblich an der Verarbeitung sozialer Informationen beteiligt sind und mittels einer smartphone-basierten Erhebung werden soziale Interaktionen erfasst. Von der Erforschung derartiger Einflüsse auf die Verarbeitung von sozialen Informationen im Gehirn erwarten wir ein besseres Verständnis der Vorgänge, die einer erhöhten Anfälligkeit für antisoziale Erkrankungen zugrunde liegen.

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Studiendetails

Studienziel Effekte von belastenden Umwelteinflüssen und protektiven Faktoren auf morphologische Merkmale und Aktivierungsmuster in Hirnregionen, die an der Verarbeitung von sozialen Informationen beteiligt sind. Im Einzelnen werden durchgeführt: (a) smartphone-basierte Erhebung der Quantität und Qualität sozialer Interaktionen, (b) strukturelle Bildgebung (VBM), (c) funktionelle Bildgebung zur Erfassung der BOLD response. Dabei kommen folgende experimentelle Paradigmen zum Einsatz: (1) empathy task, (2) emotion regulation Task, (3) reward Task, (4) passive avoidance learning, (5) cyberball game, (6) dictator game, und (7) stop signal task.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 280
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilnehmer der Mannheimer Risikokinderstudie

Ausschlusskriterien

  • Teilnehmer der Hauptuntersuchung: metallische Implantate im Körper oder sonstige MRT-Kontraindikationen.

Adressen und Kontakt

ZI, Mannheim

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Häufig gestellte Fragen

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Viele Studien haben gezeigt, dass aversive Erfahrungen zu psychischen Störungen, z.B. im antisozialen Bereich, führen können. Allerdings entwickeln nicht alle belasteten Personen eine psychische Störung, sondern manche zeigen im Gegenzug eine psychobiologische Allostase. Dabei spielen protektive Faktoren eine wichtige Rolle, indem sie frühen aversiven Belastungen entgegenwirken. Solch protektive Faktoren sind z.B. soziale Interaktionen, die die Resilienz von Probanden erhöhen können, wenn sie als positiv erfahren werden. Gleichermaßen scheint die physische Aktivität psychisches Wohlbefinden sowie positiven Affekt zu erhöhen und psychopathologische Symptome zu verringern. Neben diesen Faktoren haben Studien jüngst gezeigt, dass auch soziodemografische Faktoren wie naturbelassene versus städtische Umwelten eine protektive Rolle bei Stress übernehmen können. Ziel des beantragten Projekts ist es, zu einem besseren Verständnis der Entstehungsbedingungen antisozialen Verhaltens beizutragen. Speziell sollen die neuronalen Grundlagen sozialen Verhaltens erfasst und in Zusammenhang mit frühen widrigen Umweltbedingungen und des Vorliegens o.g. protektiver Faktoren gebracht werden. An 280 32-33jährigen Teilnehmern einer prospektiven Längsschnittstudie, deren Entwicklung seit Geburt begleitet wird, sollen mittels bildgebender Methoden (MRT und fMRT) morphologische und funktionelle Merkmale von Hirnregionen identifiziert werden, die an der zentralnervösen Verarbeitung der sozialen Kognition beteiligt sind. Aus den Erkenntnissen über die neuronalen Narben von Umwelteinflüssen im sozialen Gehirn von erkrankten und resilienten Teilnehmern können wichtige Anregungen gewonnen werden, wie die Prävention und Therapie antisozialen Verhaltens spezifischer und effektiver gestaltet werden können.

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