Beschreibung der Studie

Expositionstherapie - d.h. die Konfrontation mit dem angstauslösenden Stimulus in kontrollierter Umgebung - ist die Behandlung der Wahl bei Angsterkrankungen wie beispielsweise spezifischen Phobien oder Panikstörungen. Trotz ihrer guten Wirksamkeit, die in mittleren bis hohen Effektstärken ihren Ausdruck findet, ist es essentiell, bestehende Interventionen weiter zu verbessern und auch für diejenigen Patienten profitabel zu gestalten, die aktuell nicht oder nur unzureichend von der Therapie profitieren können (Eaton, Bienvenu, & Miloyan, 2018). Eine Reihe von Befunden legt nahe, dass Expositionstherapie am Morgen besser wirkt als die gleiche Intervention am Abend (Lass-Hennemann & Michael, 2014; Meuret et al., 2016; Pace-Schott et al., 2013). Aktuell bestehen zwei konkurrierende Ansätze zur Erklärung dieser Tageszeiteffekte im Kontext von Expositionstherapie. Zum einen wird angenommen, dass der erhöhte Spiegel des körpereigenen Stresshormons Cortisol am Morgen die Wirksamkeit der Expositionstherapie steigert, da Cortisol Lernprozesse (wie sie für die Expositionstherapie relevant sind) erleichtert. Zum anderen wird argumentiert, dass die zeitliche Nähe zum Erwachen (und somit der weniger lang zurückliegende Nachtschlaf) die Effekte der Expositionsbehandlung am frühen Morgen verstärken könnte. Bislang existiert jedoch keine Studie, die beide Faktoren simultan untersucht. Diese Lücke soll mit der geplanten Studie geschlossen werden.

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Studiendetails

Studienziel Angst vor Schlangen gemessen als verhaltensbezogene Annäherung an eine reale Schlange (Kornnatter) Erhebungszeitpunkte: T1 (Screeningphase), T2 (nach der Exposition), T3 (Follow up, 1 Woche nach T2), T4 (Follow up, 4 Wochen nach T2)
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Erich F. Bläse-Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schlangenangst (definiert durch einen Cut-Off-Score von 10 im Snake Anxiety Questionnaire sowie durch einen Angstscore ≥ 4 und Vermeidungsscore ≥ 3 in der Sektion Spezifische Phobie des Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen sowie durch einen BAT-Score ≤ 4).
  • 18 ≤ Alter ≥ 40 Jahre
  • Keine psychische Erkrankung mit Ausnahme einer isolierten spezifischen Phobie (F40.2).
  • Einnahme eines oralen Kontrazeptivums.
  • Keine schweren körperlichen Erkrankungen.
  • Keine dauerhafte Medikamenteneinnahme mit Ausnahme oraler Kontrazeptiva sowie des Schilddrüsenpräparats L-Thyroxin.

Ausschlusskriterien

  • Weitere psychische Erkrankungen neben einer isolierten spezifischen Phobie vor Schlangen.
  • Schwere körperliche Erkrankungen (z.B. Herzerkrankungen, Diabetes, etc.).
  • Fehlende Nutzung eines oralen Kontrazeptivums.
  • Dauerhafte Medikamenteneinnahme.

Adressen und Kontakt

Universität des Saarlandes, Saarbrücken

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Häufig gestellte Fragen

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Expositionstherapien sind die Behandlung der Wahl bei Angsterkrankungen. Zahlreiche Metaanalysen und Überblicksarbeiten belegen ihre gute Wirksamkeit (Carpenter, Andrews, Witcraft, Powers, Smits & Hofmann, 2018), machen jedoch gleichermaßen deutlich, dass bestehende Interventionen weiter verbessert werden müssen, da Expositionstherapien nicht für alle Betroffenen profitabel sind, Behandlungserfolge oftmals nicht ausreichend stabil sind und es nicht selten zu einer Rückkehr der Angst (return of fear) kommt. Deswegen ist es zentrales Ziel aktueller Forschung, Expositionstherapien weiter zu verbessern. In diesem Zusammenhang zeigt eine Reihe von Befunden, dass Expositionstherapien am Morgen mit einer höheren Wirksamkeit assoziiert sind (Lass-Hennemann & Michael, 2014; Meuret et al., 2016; Pace-Schott et al., 2013). Unklar bleibt jedoch bisher, worauf dieser Effekt zurückgeht. Diskutiert werden hierbei vor allem zwei Ansätze: Zum einen wird angenommen, dass der endogen höhere Cortisolspiegel am Morgen meditiert über das so erleichterte Lernen die Überlegenheit der Behandlung am Morgen erklärt. Zum anderen wird im Kontext der Theorie der synaptischen Homöostase argumentiert, dass die größere zeitliche Nähe zum Erwachen und somit der weniger lang zurückliegende Nachtschlaf dem Effekt zugrunde liegt. Bis dato existiert jedoch keine Studie, die beide Faktoren (den endogenen Cortisolspiegel sowie den Schlaf) simultan untersucht. Die vorliegende Studie soll diese Lücke schließen.

Quelle

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