Beschreibung der Studie

Hüftnahe Brüche des Oberschenkels treten oft im Bereich der Rollhügel auf und werden dann als pertrochantäre Frakturen bezeichnet. Aufgrund der Nähe zum Hüftgelenk und der daraus resultierenden Gefahr der Nekrose des Hüftkopfes besteht bei dieser Bruchform die Indikation zur operativen Versorgung. Eines der diesbezüglichen Standardverfahren stellt die Versorgung durch Markraumnagel mit Veriegelungskomponente dar. Bei einer speziellen Unterform dieser Bruchgattung kommt es zur Dislokation des kleinen Rollhügels durch den Zug des Hüftbeugers - namentlich Musculus iliopsoas. Ein Standardverfahren zur Refixation des kleinen Rollhügels stellt die Versorgung mit Cerclage dar. Ziel der Studie war es, die konventionelle Technik durch eine Cerclage mit einer relativ neu entwickelten, zwei Punkt Fixierung zu vergleichen. Zu diesem Zweck wurde bei 10 humanen Knochen eine pertrochantäre Fraktur mit Beteiligung des kleinen Rollhügels erzeugt, im Anschluss erfolgte die Stabilisierung durch Markraumnagel mit Veriegleungskomponente und die Refixation des kleinen Rollhügels mittels 1 Punkt oder 2 Punkt Cerclagen Technik. Anschließend wurde die Aktionsrichtung des Musculus iliopsoas durch einen Kabelzug simuliert und die jeweilige Refixationstechnik des kleinen Rollhügels auf ihre Widestandskraft gegen den Muskelzug getestet.

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Studiendetails

Studienziel Mechanisches Versagen der Refixation des Trochanter minor Fragments im Zugbelastungstest
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Arthrosestiftung e V

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • normale Anatomie im Bereich des proximalen Femurs

Ausschlusskriterien

  • Signifikante Abweichungen der normalen Anatomie im Bereich des proximalen Femurs

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Oberschenkelbruch-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Proximale Femurfrakturen, zu denen auch die pertrochantären Frakturen gerechnet werden, stellen einen erheblichen Anteil der knöchernen Verletzungen der älteren Bevölkerung dar. Im mitteleuropäischen Raum liegt die Prävalenz der proximalen Femurfraktur bei >85 Jährigen bei 1,3%. Der übliche Mechanismus bei der Entstehung dieser Fraktur ist der Sturz auf die betroffene Hüfte aus niedriger Höhe bei älteren Patienten, sowie ruckartige Bewegungen und Richtungsänderungen im Bereich des Hüftgelenks bei jüngeren Patienten. Die isolierte Avulsion des Trochanter minor tritt in der Gruppe der jüngeren Patienten mit einem Anteil von 1,8% der knöchernen Avulsionen im Bereich des Beckens auf. Abhängig von der Morphologie der Fraktur, erfolgt die Einteilung nach der AO Klassifikation in 3 Hauptentitäten: Simpel pertrochantär, pertrochantär mit Avulasion des Trochanter minor und verkehrt pertrochantär bzw „intertrochantär“. Neben der verbreiteten Fixierungsmethode mittels Kabelcerclage existiert die Beschreibung einer alternativen Technik, die als „candy package techinque“ beschrieben wird. Der Unterschied zur Cabelcerclagentechnik besteht darin, dass im Rahmen der candy package technique die 2-Punkt Fassung des Trochanter minor Fragments möglich ist. Im Rahmen der Arbeit wird die beschriebene Technik in modifizierter Form angewendet. Dieser Unterschied wird durch die Verwendung von 2 monofielen Drahtcerclagen ermöglicht, die gegeneinander verwunden werden. Im Rahmen des Projekts wurde ein Belastungstest der beiden Techniken im Sinne der Aktionsrichtung des Musculus iliopsoas vorgenommen, wobei ermittelt wurde, welche der beiden Techniken die mechanisch stabilere Fixationsmethode bietet. Zu diesem Zweck wurde anhand von 2 Gruppen á 5 Femora (kryokonserviert) mithilfe einer Sägeschablode eine identische, pertrochantäre Fraktur erzeugt. Anschließend erfolgt die Versorgung der Frakturen mittels intramedullärer Nagelung (PFNA, Fa Depuy/Synthes). Abhängig von der Zuweisung zur jeweiligen Gruppe erfolgt die Refixation des Trochanter minor entweder mittels Cercglagen- oder mittels modifizierter candy-package- Technik. Anschließend wurden die Femora einem mechanischen Belastungstest unterzogen, der die Aktionsrichtung des Musculus iliopsoas bei der Beugung des Hüftgelenks simuliert, wobei das proximale Femur in eine Beugestellung von 45° gebracht wurde. Hauptparameter stellte die Widerstandsfähigkeit der verwendeten Versorgungsstrategie in Newton dar, Nebenparameter beinhalten die Dislokationsdistanz und -richtung der drei Fragmente in Bezug zum Raum dar.

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