Beschreibung der Studie

Die Angst vor dem Fortschreiten einer Erkrankung wird als Progredienzangst bezeichnet. Besonders betroffen scheinen PatientInnen mit chronischen Erkrankungen wie dem idiopathischen Parkinson-Syndrom oder rheumatischen Beschwerden. Bisher gibt es nur wenig Forschung, die sich mit dem Konzept der Progredienzangst bei Parkinson-PatientInnen befasst. Es konnte jedoch gezeigt werden, dass Progredienzangst mit der Entwicklung von Angststörungen in Verbindung steht und einen negativen Einfluss auf das Depressionsniveau und die Lebensqualität der betroffenen PatientInnen hat. Ziel dieser Studie ist es, das Vorkommen und die Mechanismen der Progredienzangst bei Parkinson-PatientInnen zu untersuchen. So soll die Rate der an Progredienzangst erkrankten Parkinson-Patienten erfasst werden. Andererseits soll untersucht werden, mit welchen soziodemographischen, klinischen und neuropsychologischen Variablen diese zusammenhängt. Für diese Studie werden 120 Parkinson-PatientInnen während ihres stationären Aufenthalts in dem Neurologischen Fachkrankenhaus Beelitz bzw. der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel getestet. Die Testung besteht aus umfangreichen neuropsychologischen und klinischen Untersuchungen (Papier- und Bleistifttests, motorische Untersuchung), Fragebögen zur Selbstauskunft und einem kurzen Interview zwischen Testleitung und PatientIn. Während die Testungen in den Kliniken vor Ort ablaufen werden, erfolgt die Datenanalyse in der Abteilung für Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies der Uniklinik Köln.

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Studiendetails

Studienziel Progredienzangst (operationalisiert mit dem Progredienzangst-Fragebogen PA-F; Herschbach et al., 2005; Waadt et al., 2011); die Erhebung des Outcomes erfolgt einmalig im Rahmen einer ca. zweistündigen Erhebung.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies, Uniklinik Köln

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Stationärer Aufenthalt im Neurologischen Fachkrankenhaus Beelitz oder in der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel; Idiopathisches Parkinsonsyndrom mit und ohne kognitive Beeinträchtigungen; bestätigt durch einen Neurologen/Psychiater; Der Patient ist in der Lage Instruktionen zu folgen und Fragebögen selbstständig auszufüllen; Alter: über 50 Jahre; Uneingeschränkte oder ausreichend korrigierte Seh- und Hörfähigkeiten; Deutsch als Muttersprache oder sehr gute Deutschkenntnisse.

Ausschlusskriterien

  • Stark ausgeprägte kognitive Beeinträchtigungen, die der Studienteilnahme entgegenstehen (MoCA < 13 Punkte): Instruktionen können nicht befolgt werden; fehlende Einwilligungsfähigkeit; Schwerwiegende/lebensbedrohliche Komorbiditäten, die einer Studienteilnahme entgegenstehen; akute Suizidalität.

Adressen und Kontakt

Kliniken Beelitz, Neurologisches Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen/Parkinson, Beelitz

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Paracelsus-Elena-Klinik Kassel - Neurologisches Akutkrankenhaus, Kassel

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Hintergrund: Progredienzangst, also die reaktive und bewusst wahrgenommene Angst vor dem Fortschreiten einer Erkrankung, ist bisher nur rudimentär untersucht. Erste Studien, v.a. mit KrebspatientInnen, zeigen jedoch, dass Progredienzangst von hoher klinischer Relevanz ist, da sie u.a. mit der Entwicklung von Angststörungen assoziiert ist und sich negativ auf die Lebensqualität und das Depressionsniveau von PatientInnen auswirkt. Eine Untersuchung, die Progredienzangst bei verschiedenen chronischen Erkrankungen analysierte, lieferte erste Hinweise dafür, dass PatientInnen mit idiopathischem Parkinson-Syndrom (neben Rheuma-PatientInnen) besonders stark von Progredienzangst betroffen sind. Ziele: Das übergeordnete Studienziel ist, das Phänomen der Progredienzangst bei Parkinson-PatientInnen besser zu verstehen. Hierbei soll einerseits die Prävalenz von Progredienzangst bei Parkinson-PatientInnen ermittelt, andererseits sollen mit der Progredienzangst assoziierte soziodemographische, klinische und neuropsychologische Einflussfaktoren näher bestimmt werden. Studiendesign: Innerhalb der geplanten Querschnittserhebung sollen 120 Parkinson-PatientInnen während eines stationären Aufenthaltes in einer der beiden kooperierenden Fachkliniken, dem Neurologischen Fachkrankenhauses Beelitz und der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel, einmalig untersucht werden. Die Erhebung besteht aus einer elaborierten neuropsychologischen und klinischen Untersuchung. Zusätzlich erhalten die PatientInnen einige Fragebögen zur Selbstauskunft und es erfolgt ein kurzes teilstrukturiertes qualitatives Interview. Outcomes: Es werden neuropsychologische sowie klinische Testverfahren in Form von Papier- und Bleistift-Tests zum Einsatz kommen. Das primäre Outcome stellt die Progredienzangst dar (gemessen mit einem etablierten Fragebogen; eine vertiefende Untersuchung erfolgt mit Hilfe eines teilstrukturierten qualitativen Interviews). Die sekundären Outcomes umfassen hauptsächlich Tests und Fragebögen in den Domänen Soziodemographie, klinische Parameter, Kognition und psychiatrische Symptomatik. Auswertung: Die Dateneingabe und –analyse erfolgen in der Abteilung für Medizinische Psychologie | Neuropsychologie und Gender Studies der Uniklinik Köln. Die Datenanalyse wird mittels des Statistikprogrammes IBM SPSS Statistics 25 nach Beendigung der Datenerhebung durchgeführt. Neben der deskriptiven Datenauswertung sollen Korrelations- und Prädiktionsanalysen durchgeführt werden. Die Interviewauswertung erfolgt mit Hilfe von MAXQDA 2018.1.

Quelle

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