Beschreibung der Studie

Bei der Adipositas (starkes Übergewicht) kommt es zu einer Störung mehrerer Stoffwechselwege und Organsysteme. In Fällen, bei denen eine Umstellung der Lebensgewohnheiten nicht erfolgreich ist, kann ein chirurgischer Eingriff (sog. bariatrische Chirurgie) den gewünschten Behandlungserfolg erzielen. In der Regel wird nach dem Eingriff eine gewünschte starke Gewichtsabnahme beobachtet. Welche Rolle der Stoffwechsel der Mitochondrien, der Energielieferanten der Körperzelle, bei diesem positiven Effekt spielt, ist noch weitestgehend unklar. Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss eines bariatrischen Eingriffs auf den Anteil des Körperfettgewebes sowie auf die Mitochondrien genauer zu untersuchen. Hierzu wird die Art der Gewichtsabnahme über eine Messung der Körperzusammensetzung näher charakterisiert, um ihren Einfluss auf den Stoffwechsel zu untersuchen. Des Weiteren möchten wir das Krankheitsbild Adipositas in Laboruntersuchungen genauer charakterisieren, um unter anderem den Einfluss des bariatrischen Eingriffs auf den Stoffwechsel und das Immunsystem zu untersuchen. Um dies zu erreichen, wird während der Voruntersuchung zur Operation die Vorgeschichte der Erkrankung und der Nebenerkrankungen sorgfältig dokumentiert, die Verlaufsdokumentation erfolgt bei den Nachsorgeterminen. Zusätzlich zu den Routineblutentnahmen werden weitere Laborparameter bestimmt. Des Weiteren wird eine Messung des Sauerstoffangebotes und Sauerstoffverbrauches der Mitochondrien und eine Abschätzung der Fett-, Muskel- und Wasseranteile des Körpers durchgeführt. Außerdem werden im Rahmen dieser Studie Gewebeproben aus der Magenmuskulatur sowie aus dem Skelettmuskel- und Fettgewebe während der OP entnommen.

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Studiendetails

Studienziel Änderung der relativen Fettmasse 6 Monate postoperativ im Vergleich zum präoperativen Zustand
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Adipositas Grad 3 mit BMI ≥ 40 kg/m2 mit erheblicher metabolischer Komorbidität, EOSS (Edmonton Obesity Staging System) Stage ≥ 2 mit Körperstammfettsucht und geplantem bariatrischer Eingriff (Schlauchmagen-OP)
  • schriftliche Einwilligungserklärung des Patienten

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen der Bioimpedanz- und/oder COMET-Messung
  • Schwangerschaft/Stillzeit
  • Teilnahme an einer anderen Interventionsstudie
  • vorherige Teilnahme an dieser Studie

Adressen und Kontakt

Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Jena

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Häufig gestellte Fragen

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Adipositas stellt eine hohe Belastung für Gesundheitssysteme weltweit dar. Sie ist ein bekannter Risikofaktor für die häufigsten globalen Todesursachen und ist Bestandteil des metabolischen Syndroms, welches zudem Bluthochdruck und Störungen des Zucker- sowie Lipidstoffwechsels umfasst. Neben konservativen Therapiekonzepten wie Ernährungsumstellung und körperliche Bewegung eignet sich in schweren Fällen die bariatrische Chirurgie, um eine Gewichtsreduktion zu erreichen. Positive Effekte dieser Maßnahme auf diverse Stoffwechselwege konnten bereits nachgewiesen werden. Der Zusammenhang zu einer möglichen mitochondrialen Dysfunktion hingegen ist noch nicht abschließend untersucht. Eine erste Studie bei Mäusen weist auf einen Zusammenhang zwischen der Mitochondrienfunktion und dem Metabolom, insbesondere von Lipidstoffwechselwegen, hin. Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien bei Nagetieren konnten erste Hinweise liefern, dass Adipositas die Mitochondrien in ihrer Funktion einschränkt. Ferner gibt es erste Hinweise, dass die metabolische Chirurgie die Mitochondrienfunktion verbessern kann. Metabolom kann im Blut mithilfe der Massenspektrometrie bestimmt werden. Seit kurzem ist ein innovatives Verfahren zur Untersuchung der mitochondrialen Sauerstoffverfügbarkeit und des Sauerstoffverbrauchs (COMET) verfügbar. Neben dem mitochondrialen Sauerstoffpartialdruck (mitoPO2) lässt sich mit Hilfe einer dynamischen Messung auch der mitochondriale Sauerstoffverbrauch (mitoVO2) und das mitochondriale Sauerstoffangebot (mitoDO2) bestimmen. Bisher gibt es wenige Studien bezüglich des Einflusses bariatrischer bzw. metabolischer Chirurgie auf die mitochondriale Dysfunktion. Die beiden Parameter der COMET-Messung, mitoPO2 und mitoVO2, werden in der vorliegenden Studie als Surrogatparameter mitochondrialer Funktion gemessen. Bariatrische Chirurgie hat einen erheblichen Einfluss auf das Körpergewicht. Vor allem innerhalb des ersten Jahres kommt es zu einem großen Gewichtsverlust von ca. 50 – 70% des überschüssigen Körpergewichts. Um genau zu messen, welche Körperkompartimente sich ändern (viszerales Fett, Gesamtkörperfett, Wasser, Muskel) und um die Körperzusammensetzung als Einflussgröße auf das COMET-System zu untersuchen, erfolgt eine Analyse per Bioimpedanzmessung. Um den Einfluss bariatrischer Chirurgie auf die Körperzusammensetzung und die mitochondriale Funktion zu untersuchen, wird während der Voruntersuchung zur Operation die Vorgeschichte der Erkrankung und der Nebenerkrankungen sorgfältig dokumentiert, die Verlaufsdokumentation erfolgt bei den Nachsorgeterminen. Zusätzlich zu den Routineblutentnahmen werden weitere Laborparameter bestimmt. Des Weiteren wird eine Messung des Sauerstoffangebotes und Sauerstoffverbrauches der Mitochondrien und eine Abschätzung der Fett-, Muskel- und Wasseranteile des Körpers durchgeführt. Außerdem werden im Rahmen dieser Studie Biopsien aus der Magenmuskulatur sowie aus dem Skelettmuskel- und Fettgewebe während der OP entnommen.

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