Beschreibung der Studie

Sinn dieser Studie ist es, künftig die psychische Gesundheit von Patienten mit depressiven und ängstlichen Symptomen bereits in der Hausarztpraxis zu fördern. Depressive Zustände und Ängste sind sehr häufig und oft auch mit körperlichen Erkrankungen verknüpft. Gespräche mit einem für diese Art von Beschwerden spezialisierten Psychotherapeuten können helfen, dabei Entlastung zu finden. Bislang mussten Patienten bei Bedarf zu einem Psychotherapeuten in eine Fachpraxis überwiesen werden. Wir möchten nun ausprobieren, ob es auch möglich und praktikabel ist, ein solches Angebot direkt beim Hausarzt per Telemedizin durchzuführen. Dazu möchten wir für eine gewisse Zeit modellhaft Videokonsultationen durch Psychotherapeuten in der Hausarztpraxis anbieten und auch vorläufige Daten zum Erfolg sammeln. Auf dieser Basis soll dann eine größere wissenschaftliche Untersuchung zu den Wirkungen von Videokonsultationen gestartet werden.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Machbarkeit. Diese wird anhand folgender Aspekte gemessen und beurteilt: Angemessenheit und Effizienz der Rekrutierungsstrategien für Interventions- und Kontrollgruppen, Rekrutierungs- und Abbruchraten für Interventions- und Kontrollgruppe, Akzeptanz der Outcome-Messungen bei Patienten und Hausärzten und Therapeuten, Durchführbarkeit der vorgesehenen Studienabläufe (z.B. Patienten- und Versorgerakzeptanz von Randomisierung und Ergebnismessungen), Durchführbarkeit der Interventionsverfahren (einschließlich der erforderlichen Dokumentation, Umsetzungsloyalität, Patientenakzeptanz von Videokonsultationen, Patientensicherheit).
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien für die Hausarztpraxen bzw. Praxisteams:
  • Hausärztliche Tätigkeit der Praxis (Facharzt für Allgemeinmedizin o. Innere Medizin)
  • Team, das Patienten in Videokonsultationen einführt
  • Psychotherapeut erfordert mindestens Zwischenprüfung und Erfahrung im Umfang von 1200 Behandlungsstunden
  • schriftlich dokumentierter Informed Consent/Einverständniserklärung
  • Einschlusskriterien für Patienten:
  • klinisch bedeutsame depressive oder ängstliche Symptomatik (PHQ-9/GAD-7)
  • aktuell noch keine oder bisher noch unzureichende Therapie bzw. Schwierigkeiten mit der Adhärenz
  • Einwilligungsfähigkeit
  • vollendetes 18. Lebensjahr

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien für die Hausarztpraxen bzw. Praxisteams:
  • Fehlen eines Raumes zur geschützten Durchführung der Videokonsultationen
  • fehlender Internetzugang oder zu geringe Bandbreite (< 384 KBit/s)
  • Ausschlusskriterien für Patienten:
  • Substanzmissbrauch/-abhängigkeit, welche die Behandlungsadhärenz einschränkt
  • aktive Suizidgedanken oder aktive Gedanken, anderen Gewalt anzutun
  • unmittelbar erforderliche anderweitige oder stationäre Akutbehandlung
  • akute psychotische Zustandsbilder
  • Demenz und/oder schwere kognitive Beeinträchtigung
  • Erhebliche Hör- und/oder Sehschwäche
  • Schwangerschaft im 2. oder 3. Trimenon
  • unzureichende deutsche Sprachkenntnisse

Adressen und Kontakt

Praxis, Baden Württemberg

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Hintergrund: Psychische Störungen sind in der hausärztlichen Praxis sehr häufig und treten oft in Kombination mit chronisch-körperlichen Erkrankungen auf. Bekannt ist, dass sie jedoch oft übersehen werden bzw. dass, sofern sie erkannt werden, unter anderem Vermittlungsschwierigkeiten beim Übergang in spezialisierte psychosomatisch-psychotherapeutische Versorgung auftreten. Unsere Hypothese ist, dass die Implementierung von Videokonsultationen, die durch Psychotherapeuten durchgeführt werden, bei in der Hausarztpraxis vorstelligen Patienten mit depressiven und Angststörungen zur Überwindung solcher Probleme geeignet ist und eine Verbesserung der Versorgung darstellen könnte. Ziel der Studie: Es soll ein integriertes psychosoziales Versorgungsmodell in der Hausarztpraxis auf Machbarkeit unter Studienbedingungen geprüft werden, bei dem ein Teil der Patienten mit depressiven und Angststörungen zeitlich begrenzt Videokonsultationen mit Psychotherapeuten erhält. Studiendesign und -durchführung: Es handelt sich um eine individuell randomisiert-kontrollierte Machbarkeitsstudie zur Vorbereitung einer größeren randomisiert-kontrollierten pragmatischen Studie. Da in der hier vorgelegten Pilotstudie die Prüfung der Machbarkeit im Vordergrund steht, handelt es sich um eine deskriptive Studie ohne Hypothesentestung. Hauptzielkriterium ist die Machbarkeit und Akzeptanz unter Studienbedingungen. Auch werden negative Effekte der Intervention systematisch erfasst. Zur Evaluation werden sowohl Fragebogeninstrumente als auch qualitative Interviews eingesetzt. Die Auswertung erfolgt für die quantitativen Daten weitgehend deskriptiv, für die qualitativen Daten per softwaregestützter Inhaltsanalyse.

Quelle

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