Beschreibung der Studie

Ältere und pflegebedürftige Menschen sind von einer Vielzahl von Hautproblemen betroffen, z.B. Hauttrockenheit und Juckreiz, Dekubitus, Wundsein, Hautabschürfungen und Entzündungen durch Inkontinenz. Zur Vorbeugung und Behandlung dieser Probleme gibt es einzelne Empfehlungen und Standards. Je mehr verschiedene Empfehlungen und Standards es gibt, desto schwieriger wird es für Pflegeeinrichtungen und das Pflegepersonal, diese alle umzusetzen. Andererseits haben die genannten Hautprobleme gemeinsame Ursachen (z.B. sehr verletzliche Altershaut, Bettlägerigkeit) und die Prophylaxen ähneln sich auch (z.B. Hautschutz, vorsichtiges Bewegen und Lagern). Die Idee dieses Projekts ist es, ein umfassendes Hautpflegepaket anzuwenden, um die genannten Hautprobleme gleichzeitig zu behandeln. Dafür soll eine Studie in Pflegeheimen durchgeführt werden, um zu untersuchen, wie das Hautpflegepaket am besten umgesetzt werden kann und welche Wirkungen zu erwarten sind. Das Hautpflegepaket wird in einer Gruppe von Pflegeheimen eingeführt und mit einer anderen Gruppe, in denen das Hautpflegepaket nicht umgesetzt wird, verglichen. Übergeordnetes Ziel dieses Vorhabens ist es zu erforschen, ob die Beachtung und Umsetzung einer standardisierten Hautpflegeroutine zu einer Verbesserung der Hautgesundheit führen und somit zu einer Erhöhung der Sicherheit von Pflegeheimbewohnern sowie zur Verbesserung der Lebensqualität beigetragen werden kann. Die Erkenntnisse dieser Studie helfen, eine nachfolgende größere Studie zu planen und durchzuführen. Unabhängig davon werden alle Studienteilnehmer einen Nutzen von der Teilnahme haben (z.B. durch regelmäßige Untersuchungen durch einen Hautarzt). Die Studie wird nach den derzeit besten Methoden durchgeführt und eine internationale Gruppe von Experten wird die Studie begleiten.

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Studiendetails

Studienziel Es werden keine Unterscheidungen zwischen primären und sekundären Endpunkten definiert. Zu den klinischen Endpunkten der Studie zählen: kumulative Inzidenz von Dekubitus, Inkontinenz-assoziierte Dermatitis, Intertrigo und Hautrisse. Ebenso werden verschiedene hautphysiologische Charakteristika gemessen, zu diesen gehören der pH-Wert, Stratum corneum Hydration, transepidermaler Wasserverlust. Zusätzlich wird bei den Bewohnern mittels strukturierter Interviews und Assessments Lebensqualität (mittels WHO-Five-Wellbeing Index bei nicht kognitiv beeinträchtigten Bewohnern, QUALIDEM Assessment bei kognitiv beeinträchtigten Bewohnern), Juckreiz (mittels 5-D itch scale bei nicht kognitiv beeinträchtigten Bewohnern) und Schmerz (numerische Ratingskala bei nicht kognitiv beeinträchtigten Bewohnern, verbale Ratingskala bei kognitiv beeinträchtigten Bewohnern) gemessen. Die Messzeitpunkte sind zu Woche 0 (Baseline), Woche 12 +/- 1 und Woche 24 +/- 1 (Studienende).
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Lebt in dem Pflegeheim
  • Mindestalter von 65 Jahren
  • Pflegegrad 2 oder höher (entsprechend den Definitionen nach dem SGB XI)
  • Schriftliche informierte Einwilligung des Studienteilnehmers (oder seines gesetzlichen Vertreters)

Ausschlusskriterien

  • Bewohner am Lebensende (Sterbende)
  • Jegliche dermatologische Veränderungen oder Hauterkrankungen, die einer dermatologischen Behandlung bedürfen
  • Bekannte Unverträglichkeiten gegenüber möglichen irritierenden Produktbestandteilen, z.B. Harnstoff oder Laktatpuffer oder bekannte Überempfindlichkeiten gegenüber Produktbestandteilen, z.B. Sorbinsäure oder Cetylstearylalkohol.

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund und Ziel: In der Pflege existieren eine Reihe spezieller Leitlinien und Standards, um einzelne Risiken und Gesundheitsprobleme zu behandeln, z.B. gibt es den Expertenstandard Dekubitusprophylaxe des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege, internationale Leitlinien zur Behandlung der Hauttrockenheit oder zur Prävention und Behandlung von Hautentzündungen (Inkontinenz-assoziierte Dermatitis), welche durch länger dauernden Kontakt mit Ausscheidungen (Urin und/oder Stuhl), entstehen können. Obwohl jede dieser einzelnen Leitlinien und Empfehlungen einen unterschiedlichen Fokus hat, gibt es beträchtliche inhaltliche Überschneidungen. Ein Arbeitsziel dieses Vorhabens ist es zu untersuchen, wie ein evidenzbasierter Hautpflegealgorithmus, welcher die Gemeinsamkeiten der bislang alleinstehenden Leitlinien und Empfehlungen zusammenzufasst, in die berufliche Pflegepraxis in Pflegeheimen implementiert werden kann. Ein weiteres Arbeitsziel besteht darin herauszufinden, inwieweit die Umsetzung eines standardisierten Hautpflegeregimes in Pflegeheimen überhaupt möglich ist. Es sollen fördernde und hinderliche Faktoren ermittelt werden, welche in Zukunft gezielt verändert werden müssen, wenn das Hautpflegeregime flächendeckend etabliert werden soll. Darüber hinaus soll festgestellt werden, ob Änderungen der Hautpflege tatsächlich zu einer verbesserten Hautgesundheit beitragen können. Speziell soll untersucht werden, ob die Hautrockenheit, sowie die Prävalenz der Inkontinenz-assoziierten Dermatitis, von Dekubitus, und Intertrigo und oberflächlichen Hautverletzungen (skin tears) reduziert werden können. Diese Erkenntnisse sollen helfen zu entscheiden, ob es sinnvoll, ist in einer möglichen darauffolgenden konfirmatorischen Studie den Nutzen des Hautpflegregimes zu belegen. Ein weiteres Ziel dieses Vorhabens ist es zu untersuchen, ob die Verbesserung der Hautgesundheit zu einer verbesserten Lebensqualität führt. Methodik: In die Cluster-randomisierte, pragmatische Studie im Parallel-Gruppen-Design sollen insgesamt n = 500 Pflegeheimbewohner aus n = 20 Pflegeheimen des Landes Berlin eingeschlossen werden. In der Interventionsgruppe (n = 10 Pflegeheime) wird der evidenzbasierte Hautpflegealgorithmus implementiert. In der Kontrollgruppe (n = 10 Pflegeheime) werden die bisherigen Pflegemaßnahmen wie gewohnt, ohne Veränderungen, fortgeführt. Die Randomisierung findet auf institutioneller Ebene, nach Durchführung der Baseline-Visiten, statt.

Quelle

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