Beschreibung der Studie

Im Verbund IMAC-MIND werden verschiedene achtsamkeits-basierte Ansätze zur Verhinderung von Alkohol- und Tabaksucht an unterschiedlichen Gruppen von Jugendlichen bzw. an schwangeren Frauen entwickelt und evaluiert. Risiko- und Schutzfaktoren auf Ebene der Familie und Fähigkeiten zur Selbstregulation spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Suchtstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Erste Studien zeigen, dass diese entwicklungsrelevanten Faktoren durch achtsamkeitsbasierte Interventionen bei Kindern und Jugendlichen verbessert werden können und die Integration achtsamkeitsbasierter Übungen in etablierte familienbasierte Präventionsprogramme gut möglich ist. In diesem Vorhaben sollen im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie entwicklungsangemessene achtsamkeitsbasierte Interventionsmodule entwickelt und in das evidenzbasierte 7-wöchige Präventionsprogramm "Familien stärken" integriert werden und die Wirksamkeit zur Verringerung des Substanzkonsums der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren untersucht werden. Zudem soll geprüft werden, ob die erwarteten Effekte der neuen achtsamkeitsbasierten Interventionsmodule durch zentrale selbstregulatorische Variablen, die auf neurokognitiver und Verhaltensebene erfasst und im Forschungsverbund harmonisiert werden, vermittelt werden.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist der Einstieg in den Alkoholkonsum 18 Monate nach der Beendigung der präventiven Intervention, anhand eines Index‘ auf Basis der selbstberichteten Lebenszeitprävalenzen des Alkoholkonsums (Nie-Konsum, minimaler Probierkonsum, Konsum, leichte Trunkenheit, schwere Trunkenheit).
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 210
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin (FK:01GL1745F)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kinder und Jugendliche (1) im Alter von 10 bis 14 Jahren und deren Eltern (Mutter und/oder Vater, Pflege- oder Stiefmutter/-vater bzw. eine andere für die Erziehung zuständige Bezugsperson),
  • 2) mit vorliegender Einverständniserklärung des / der Studienteilnehmers/-in und eines Sorgeberechtigten.

Ausschlusskriterien

  • Familien deren Kinder (1) akut psychotische oder suizidale Symptome zeigen, und/oder (2) in denen das Kind oder der teilnehmende Elternteil nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt, um den Kursinhalten zu folgen.

Adressen und Kontakt

Einrichtungen der Jugend- und Familienhilfe, Hamburg und Baden-Württemberg

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Häufig gestellte Fragen

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Suchtstörungen tragen maßgeblich zur Krankheitslast in entwickelten Gesellschaften bei und stellen ein erhebliches Entwicklungsrisiko für Kinder und Jugendliche dar. Risiko- und Schutzfaktoren auf Ebene der Familie und Fähigkeiten zur Selbstregulation spielen dabei eine wichtige Rolle für die Entwicklung von Suchtstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Erste Studien zeigen, dass diese entwicklungsrelevanten Faktoren durch achtsamkeitsbasierte Interventionen bei Kindern und Jugendlichen verbessert werden können und die Integration achtsamkeitsbasierter Übungen in etablierte familienbasierte Präventionsprogramme gut möglich ist. Trotz wissenschaftlicher Fortschritte im Verständnis über die Entstehung von Suchtstörungen sind die Effekte von Prävention der Suchtstörungen vergleichsweise gering. Notwendig sind wirkungsvolle, an neuen Erkenntnissen orientierte und an den jeweiligen (frühen) Entwicklungsstufen ansetzende präventive Interventionen von Suchtstörungen und ihrer entwicklungspsychopathologischen Begleitstörungen, insbesondere in besonders vulnerablen Populationen, bei denen insgesamt auch höhere Effekte erzielt werden können. Neuere Forschung zeigt, dass neurobehavioral vermittelte personale Merkmale wie Impulsivität sowie die Fähigkeit zur (Selbst-)Regulation von Stress und belohnungsassoziierten Reizen eine zentrale Rolle für die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Suchtstörungen, aber auch für die Ansprechbarkeit durch Interventionen spielen. Jedoch mangelt es an der Translation dieser Forschungswissens in die Praxis der Prävention von Suchtstörungen und es fehlen Interventionen, die auf eine Modifikation dieser veränderbaren Prozesse abzielen. Entwicklungsangemessene achtsamkeitsbasierte Interventionen weisen eine überzeugende konzeptuelle Kompatibilität mit neurobehavioralen Modellen von Suchtstörungen und ihren komorbiden psychischen Störungen auf und eine zunehmende Evidenz lässt vermuten, dass vorhandene Maßnahmen der Prävention durch Integration dieses Ansatzes verbessert werden können. Ziel des Projektes ist es, entwicklungsangemessene Achtsamkeitsübungen für die adressierte Zielgruppe zu adaptieren, in das evidenzbasierte, 7-wöchige Familienpräventionsprogramm Strenghtening Families Program (SFP) 10-14 („Familien stärken“) zu integrieren und die Durchführbarkeit und Wirksamkeit für substanzkonsumbezogene outcomes sowie individuelle und familienbezogene Risiko- und Schutzfaktoren im Vergleich zur bisherigen Standardversion von SFP 10-14 zu überprüfen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Untersuchung der konzeptuell gut belegten Zusammenhänge zwischen Achtsamkeit und Selbstregulation als wesentlichem Vorläufer von Substanzkonsumstörungen. Die geplante Studie untersucht die Relevanz von selbstregulatorischen Zielparametern und die Nützlichkeit der Implementierung von achtsamkeitsbasierten Übungen im Rahmen von familienbasierter Prävention, um frühen und akzelerierten Substanzkonsum bei Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Die zentralen Messungen erfolgen innerhalb eines breiten Forschungsverbundes weitgehend harmonisiert. Damit kann die geplante Studie einen wichtigen translatorischen Beitrag zur Nutzbarkeit neurobiologisch inspirierter Grundlagenforschung und einen Fortschritt für die entwicklungsorientierte Prävention von Substanzkonsumstörungen liefern. Das zentrale Ziel der Studie ist zu prüfen, ob der entwicklungsförderliche und suchtpräventive Effekt eines evidenzbasierten Suchtpräventionsprogramms („Familien stärken“ Programm) durch zusätzliche achtsamkeitsbasierte Übungen („Familien achtsam stärken“) verbessert werden kann. Konkrete Arbeitsziele sind: (1) Adaptation, Integration und Machbarkeitsprüfung neuer und vorhandener achtsamkeitsbasierter präventiven Interventionsmodule für Jugendliche, die auf zentrale und für Suchtentwicklung relevante (neuro-)behaviorale Merkmale abzielt. (2) Die Untersuchung dieser (neuro-)behavioralen Interventionstargets als vermittelnde Mechanismen für achtsamkeitsbasierte Interventionen in der Suchtprävention. (3) Die Überprüfung der Wirksamkeit der Intervention zur Verbesserung relevanter Risiko- und Schutzfaktoren für Suchtentwicklung in einer randomisiert-kontrollierten Studie.

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