Beschreibung der Studie

Verbesserungen in der multimodalen Therapie haben zu hohen Kurationsraten bei Lymphompatienten geführt. Hinzukommt, dass bei diesen Krebsentitäten (Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom) häufig sehr junge Patienten betroffen sind. Aufgrund der hohen Heilungsraten rücken Spätfolgen der Therapie zunehmend in den Fokus: mehr als 40% der Patienten leiden 30 Jahre nach erfolgreicher Therapie unter chronischen, therapie-assoziierten Folgeerkrankungen. Aus diesem Grund liegt ein wichtiger Schwerpunkt der aktuellen Forschung in der Reduktion der therapie-assoziierten Toxizität. Ein gewisser Trend der Dosisreduktion und Reduktion der Bestrahlungsfelder lässt sich bereits in den Forschungsergebnissen der letzten Jahrzehnte erkennen. Ein weiterer interessanter Ansatz zur Schonung angrenzender Organe ist die Anwendung moderner, Bestrahlungstechniken wie z.B. der Partikeltherapie mit Protonen. Diese prospektive Registerstudie zur Protonen-Radiotherapie bei mediastinalen Lymphomen hat das Ziel, die Häufigkeit, Durchführbarkeit sowie Nebenwirkungen nach Protonen bei diesem Patientenkollektiv zu erfassen. Diese Daten sollen dann als Grundlage für konkrete Therapieempfehlungen und Abschätzung von Nebenwirkungen dienen. Eine enge Kooperation mit den Studiengruppen soll zu einem späteren Zeitpunkt auch eine vergleichende Analyse zu vergleichbaren Patienten ermöglichen, die nicht mit Protonen behandelt wurden. Da es sich um eine Registerstudie handelt, ergibt sich für die Therapie und die Nachsorgen keinen Unterschied zur Standardbehandlung. Zusätzlich studienbedingter Aufwand entsteht für den Patienten durch das Ausfüllen von Lebensqualitätsfragebögen.

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Studiendetails

Studienziel Langzeittoxizität Protonen-Radiotherapie
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum HeidelbergAbteilung RadioOnkologie und Strahlentherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Histologisch gesichertes Lymphom gemäß WHO
  • Einverständnis der Patienten
  • Patientenalter≥18 Jahre.
  • Vorliegen der Notwenigkeit einer mediastinalen Radiotherapie und vermuteter Nutzen einer mediastinalen Radiotherapie mittels Protonen im Vergleich zur Photonen-Bestrahlung (z.B. verbesserte Herz, Lungen, Mamma Schonung im Vergleich zu einer Photonenbestrahlung.
  • Einwilligungsfähigkeit des Patienten

Ausschlusskriterien

  • Age < 18 years
  • Non-consent of the patient to share his data
  • Revocation of the patient for study participation

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Universitätsklinikum, Heidelberg

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Verbesserungen in der multimodalen Therapie haben zu hohen Kurationsraten bei Lymphompatienten geführt. Hinzukommt, dass bei diesen Krebsentitäten (Hodgkin-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom) häufig sehr junge Patienten betroffen sind. Aufgrund der hohen Heilungsraten rücken Spätfolgen der Therapie zunehmend in den Fokus: mehr als 40% der Patienten leiden 30 Jahre nach erfolgreicher Therapie unter chronischen, therapie-assoziierten Folgeerkrankungen[1]. Aus diesem Grund liegt ein wichtiger Schwerpunkt der aktuellen Forschung in der Reduktion der therapie-assoziierten Toxizität. Ein gewisser Trend der Dosisreduktion und Reduktion der Bestrahlungsfelder (involved-field-, involved-node-, involved-site-Bestrahlung) lässt sich bereits in den Forschungsergebnissen der letzten Jahrzehnte erkennen. Ein weiterer interessanter Ansatz zur Schonung angrenzender Organe ist die Anwendung moderner, Bestrahlungstechniken wie z.B. der Partikeltherapie mit Protonen (PT). Gerade bei Bestrahlungen im mediastinalen Bereich kann durch Anwendung einer PT im Vergleich zu einer konventionellen Bestrahlung mit Photonen die Dosis im Bereich des Herzmuskels, der Lunge oder des Brustdrüsengewebes stark reduziert werden. Hierunter erhofft man sich eine Abnahme, insbesondere der chronischen Nebenwirkungen, im Bereich dieser Organe. Da es sich um ein junges Patientenkollektiv mit intensiver Vorbehandlung durch Chemotherapeutika handelt, ist eine Senkung der Langzeittoxizitäten von besonderer Bedeutung. Insbesondere kardiale und pulmonale Langzeitnebenwirkungen als auch eine Senkung der Sekundärmalignomrate spielen bei diesem Kollektiv eine übergeordnete Rolle. Diese prospektive Registerstudie zur Protonen-Radiotherapie bei mediastinalen Lymphomen hat das Ziel, die Häufigkeit, Durchführbarkeit sowie Nebenwirkungen nach PT bei diesem Patientenkollektiv zu erfassen. Diese Daten sollen dann als Grundlage für konkrete Therapieempfehlungen und Abschätzung von Nebenwirkungen dienen. Eine enge Kooperation mit den Studiengruppen soll zu einem späteren Zeitpunkt auch eine vergleichende Analyse zu vergleichbaren Patienten ermöglichen, die nicht mit Protonen behandelt wurden. In einer ersten Phase ist zunächst der Einschluss von Patienten geplant, die am Heidelberger Ionenstrahltherapiezentrum behandelt werden. Ziel ist jedoch eine nationale Ausweitung unter Einbeziehung weiterer Protonenzentren in Deutschland.

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