Beschreibung der Studie

Orthogeriatrische Patienten werden aufgrund einer Fraktur des Handgelenks (der Speiche) mittels Platte und Schrauben operativ versorgt. Häufig wird Patienten nach der Operation eine Handgelenksschiene angelegt, um eine Ruhigstellung zu erzielen. Die Handgelenksschiene bietet den Patienten teils ein subjektives Stabilitätsgefühl, verlängert allerdings die Ruhigstellung nach der Operation und kann somit zu einer verzögerten Wiederherstellung der Beweglichkeit und der Funktion im Handgelenk führen. Der Nutzen der Schiene ist nicht erwiesen und kann möglicherweise somit auch Nachteile mit sich bringen. Das Vorgehen auch im internationalen Vergleich ist uneinheitlich. Einige Operateure nutzen daher postoperativ keine Schiene und lassen die Patienten direkt nach der Operation frei bewegen. Das Hauptargument ist hierbei die schnellstmögliche Reintegration in den Alltag bei besserer Funktion des Handgelenks ohne störende Schiene. Im Rahmen der Studie soll herausgefunden werden, welche Auswirkungen diese Handgelenksschiene nach der Operation auf die Knochenheilung und das postoperative Ergebnis (Beweglichkeit, Funktion des Handgelenks) hat. Ein weiteres Ziel ist es herauszufinden, welche Patienten möglicherweise von dieser Nachbehandlung profitieren und bei welchen Patienten man darauf verzichten kann. Nach dem Zufallsprinzip (Randomisierung) wird nach der Operation am Handgelenk diese Schiene für 4 Wochen verschrieben oder Sie werden ohne Schiene nachbehandelt. Anschließend werden die Patienten zu den regulären Verlaufskontrollen einbestellt, die Handgelenke untersucht und durch Röntgenbilder kontrolliert. Die Verlaufskontrollen sind Standardtermine und die Studie verursacht somit keine zusätzlichen Termine. Im Rahmen der Verlaufskontrollen werden zudem Fragebögen zur Funktion des Handgelenks und erhoben. Nachuntersuchungstermine sind nach 14 Tagen, 6 Wochen, sowie nach 3, 6 und 12 Monaten nach der Operation. Die Handgelenksschiene bietet den Patienten meist ein subjektives Stabilitätsgefühl, verlängert allerdings die Ruhigstellung nach der Operation und kann somit zu einer verzögerten Wiederherstellung der Beweglichkeit im Handgelenk führen.

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Studiendetails

Studienziel Beweglichkeit des Handgelenks nach Neutral-0-Methode im Gruppenvergleich. Messzeitpunkte 2, 6, 12 Wochen und 6 und 12 Monate postoperativ.
Status Teilnahme möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Klinikum der Universität München

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

Ausschlusskriterien

  • demente Patienten
  • Patienten mit zusätzlichen Frakturen der gleichen Extremität
  • Patienten mit zusätzlichen Bandverletzungen im Bereich des Handgelenks
  • konservativ therapierte Patienten

Adressen und Kontakt

Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, München

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Häufig gestellte Fragen

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Fragestellung: Die distale Radiusfraktur (DRF) ist die häufigste Verletzungen des alten Patienten. Vor allem das weibliche Geschlecht ist von distalen Radiusfrakturen betroffen. Ursache hierfür ist vor allem die zugrundeliegende Osteoporose. Die postoperative Nachbehandlung ist bisher nicht mittels prospektiven Studien untersucht. Je nach Operateur oder Klinik erhalten Patienten eine postoperative Ruhigstellung mittels Unterarmgipsschiene, Orthese oder keinerlei Ruhigstellung. Insbesondere in der Alterstraumatologie ist es von großer Bedeutung für die Patienten schnell ihre präoperative Eigenständigkeit wiederzuerlangen. Diese Studie untersucht die Auswirkung der postoperativen Ruhigstellung mittels Orthese (ManuLock Bauerfeind) nach operativer Versorgung distaler Radiusfrakturen. Methodik: Orthogeriatrischer Patient (Leitlinie Dt. Gesellschaft für Geriatrie) mit geschlossener DRF. Prospektiv-randomisierte Allokation zu den Behandlungsgruppen (1= freie Nachbehandlung, 2= Orthese (ManuLock) 4 Wochen). Die Patienten werden nach 2, 6 und 12 Wochen sowie nach 6 und 12 Monaten nachuntersucht. Hier werden neben Funktion und Kraft auch das Outcome mittels DASH Score und Mayo Wrist Score (MWS) erhoben. Die erhobenen Röntgenbilder dienen der Bewertung der ossären Situation und der Gelenkstellung. Durch die Studie werden keine vermehrten Röntgenbilder angefertigt, lediglich wie im Rahmen der regulären Nachkontrollen. Gruppenvergleiche mit t-Test, Mann-Whitney-U Test und Chi2-Test. Signifikanzlevel <0,05.

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