Beschreibung der Studie

Wissenschaftliche Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass Frauen während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko haben Übergewicht und Adipositas zu entwickeln. Um diese Frauen und junge Eltern zu unterstützen wird zusätzlich zur Regelversorgung eine ergänzende präventive Lebensstilberatung bei Gynäkologen, Hebammen und Kinderärzten eingerichtet. Die zusätzliche Beratung deckt Informationen zu Themen wie Ernährung, Bewegung und Genussmittelkonsum während der Schwangerschaft und nach der Geburt des Kindes ab. Bisher gibt es in Deutschland wenige Ansätze einer ergänzenden und fachübergreifenden präventiven Lebensstilberatung. In der Studie soll evaluiert werden, ob die präventive Beratung einen Effekt aufweist. Im Studienarm A erfolgt eine umfassende Beratung zusätzlich zur Regelversorgung in den Vorsorgeuntersuchungen, sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt. Im Studienarm B erhalten die Teilnehmerinnen lediglich die Regelversorgung. Da es sich um eine randomisierte Studie handelt, wird die Zuordnung zu den Studienarmen durch den Zufall getroffen. Die Evaluation soll zeigen, ob sich bei Frauen im Studienarm A der mütterliche Lebensstil positiv verändert. Um die jeweiligen Studienarme miteinander vergleichen zu können, füllen sowohl Teilnehmerinnen des Studienarm A als auch des Studienarm B Fragebögen zu vier Zeitpunkten aus. Der Fragebogen setzt sich unter anderem zusammen aus Fragen zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten, dem mütterlichen Wohlbefinden und der Gesundheitskompetenz (die Fähigkeit Gesundheitsinformationen einzuholen, zu verstehen und anzuwenden). Sowohl im Studienarm A als auch im Studienarm B werden medizinische Daten in eine eigens für das Projekt entwickelte Daten-Plattform eingetragen, die unter anderem aus dem Mutterpass entnommen werden. An der Studie können Frauen teilnehmen, wenn sie sich zwischen der 8. – 12. Schwangerschaftswoche befinden, mindestens 18 Jahre alt sind von einem GeMuKi-Gynäkologen in einer der 10 Studienregionen betreut werden bei einer der teilnehmenden Krankenkassen versichert sind (AOK Baden-Württemberg, Techniker Krankenkasse, BARMER, GWQ ServicePlus), keine depressiven Symptome aufweisen und über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse beziehungsweise ausreichendes Sprachverständnis verfügen. Zusätzlich zu den Fragebogen-Daten und medizinischen Daten der Daten-Plattform werden im Rahmen dieser Studie qualitative telefonische Interviews und Fokusgruppen mit Leistungserbringern, medizinischen Fachangestellten und Teilnehmerinnen durchgeführt. Damit sollen förderliche und hemmende Faktoren der Implementierung diskutiert werden. Ziel dieser Studie ist es, eine zusätzliche präventive Beratung einzuführen, die die Qualität der Versorgung verbessert und das Risiko einer Übergewichts- und Adipositas-Entwicklung minimiert.

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Studiendetails

Studienziel Reduktion des Anteils Schwangerer mit übermäßiger Gewichtszunahme in der Schwangerschaft. Die Daten werden bei den Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft (zu 4 Zeitpunkten) erhoben und von dem Gynäkologen beziehungsweise MFAs in eine eigens für das Projekt entwickelte Datenplattform eingetragen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 2550
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Innovationsausschuss beim G-BA
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Vorliegen einer unterzeichneten Einwilligungserklärung,
  • Mindestalter von 18 Jahren,
  • Frauen dürfen die 12. Schwangerschaftswoche noch nicht vollendet haben,
  • müssen von einem GeMuKi-Gynäkologen in einer der 10 Studienregionen betreut werden,
  • müssen während der gesamten Schwangerschaft bei der BARMER, AOK Baden-Württemberg, Techniker Krankenkasse oder GWQ ServicePlus AG versichert sein,
  • Keine depressiven Symptome (EPDS-Gesamtscore ≤ 9, Item 10 < 3)
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse beziehungsweise ausreichendes Sprachverständnis.

Ausschlusskriterien

  • Ein Ausschluss der Teilnehmerin aufgrund von Vorerkrankungen oder dem allgemeinen Gesundheitszustand liegt im Ermessen des Arztes.

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Aufbauend auf einem erfolgreichen Modellprojekt in Baden-Württemberg und einer erfolgreichen Pilotstudie in Bayern werden die geburtshilflichen und kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen bis zum 1. Lebensjahr des Kindes um präventive Beratungen zur Förderung von Gesundheitskompetenz und Reduktion des lebensstilbedingten Übergewichts- und Adipositas-Risikos ergänzt. Die Wirksamkeit von GeMuKi wird im Rahmen einer cluster-randomisierten kontrollierten Studie getestet (summative Evaluation). Parallel dazu werden ergänzende Daten zum Prozess der Implementierung erhoben (formative Evaluation). Der Primärer Endpunkt (patientenbezogen) ist die Reduktion des Anteils Schwangerer mit übermäßiger Gewichtszunahme in der Schwangerschaft gemäß Empfehlungen des Institute of Medicine (IOM).

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