Beschreibung der Studie

Im Rahmen dieser Studie soll untersucht werden wie häufig Antikörper gegen das Gehirn bei Patienten mit kognitiven Störungen sind und ob durch die Immunadsorption (IA) eine Behandlung möglich ist. Sofern schädliche Antikörper gegen das Gehirn vorliegen erfolgt die stationäre Behandlung mit 5-6 Sitzungen für eine Immunadsorption über ca. 12 Tage. Vor Beginn, während und nach Abschluss der IA erfolgt eine neurologische Untersuchung zur Beurteilung des Krankheitsverlaufes. Zur Beurteilung des Therapieeffektes werden weiterhin folgende Verfahren angewandt: a) Bildgebung des Gehirns (Strukturelle und funktionelle Kernspintomographie) Hierbei werden im Rahmen einer üblichen Kernspintomographie zusätzliche Parameter gewonnen, die über Funktionsstörungen der Gehirnnetzwerke Auskunft geben. b) Eine erste Liquorentnahme ist zur Diagnostik des Krankheitsbildes erforderlich. Diese wird gleichzeitig für Antikörper- u. microRNA-Messung verwendet. Eine zweite Liquorentnahme nach Abschluss der Immunabsorption ist zur Kontrolle des Therapieerfolgs erforderlich. Diese ist aus klinischen Gründen indiziert, um zu entscheiden, ob noch weitere Apheresen sinnvoll sind. Im Anschluss an die Behandlung werden alle Studienteilnehmer in der neurologischen Ambulanz unserer Klinik für mindestens 6 Monate nachbetreut. Die weitere Betreuung nach 6 Monaten wird bedarfsgerecht durch die neurologischen Ambulanz unserer Klinik oder einen niedergelassenen Neurologen durchgeführt.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich der Immunadsorption (IA) versus Kontrollbedingungen in der Wirksamkeit der Therapie von kognitiven Störungen bei Teilnehmern mit hochtitrigen neuronalen Autoantikörperkonstellationen. Als funktionellen Skalen werden u. a. angewendet: •Mini Mental State Examination (Folstein et al, 1975) •CDR-SB Score (Clinical Dementia Rating) •ADAS-Cog Test (Alzheimer's disease assessment scale cognitive) •Hamburg Wechsler Intelligenz Test für Erwachsene, HAWIE: Bildergänzen, Mosaiktest (Tewes,1994), •Wortflüssigkeit (phonematische und semantische Bedingung, Aschenbrenner et al., 2000) •Kurz-/Arbeitsgedächtnisses (verbal: Zahlennachsprechen; visuell-räumlich: „Corsi block tapping“, Orsini, 1994), •visuell-räumliches Gedächtnis (Rey-Figur, Shin et al., 2006), •kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit und Aufmerksamkeitsteilung (TMT-A & TMT-B, Reitan, 1958), •Befindlichkeit (Visual Analogue Mood Scales, VAMS, Stern, 1997 •Modified Rankin Scale (mRS)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 24
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle DIAMED Medizintechnik GmbH

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit kognitiven Störungen, die sich in der Charité melden.
  • Durch Screening nach hochtitrigen neuronalen Autoantikörperkonstellationen sollen 24 Patienten identifiziert werden, welche im Anschluss durch eine Immunadsorption (IA) behandelt werden.

Ausschlusskriterien

  • Weitere schwere oder unbehandelte internistische, neurologische oder psychiatrische Erkrankungen, Drogenkonsum, Intensivtherapiepflichtigkeit.

Adressen und Kontakt

Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin

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Häufig gestellte Fragen

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Die Autoantikörper gegen neuronalen Oberflächen-Antigene sind seit kurzem bekannt und scheinen bei einem Teil von Patienten mit kognitiven Störungen eine Rolle zu spielen. Diese Auto-Antikörper führen zur Herunterregulation der jeweiligen Ziel-Proteine, z.B. GABA-, AMPA- oder NMDA-Rezeptoren im Gehirn der Betroffenen, insbesondere in den Hirnarealen, die für Lernen und Gedächtnis wichtig sind. Die fehlenden Rezeptoren verursachen eine Störung der normalen synaptischen Übertragung und damit eine Fehlfunktion der Kommunikation zwischen den einzelnen Hirnzentren. Insbesondere findet sich eine gestörte Konzentration der Neurotransmitter Glutamat und GABA. Die Prognose der Erkrankung ist prinzipiell gut. Der Erfolg korreliert allerdings eng mit einer raschen Diagnosestellung und einer frühen Therapieinitiierung z. B. durch eine Plasmapherese (PE) oder Immunadsorption (IA) (Prüss et al., 2010b, Finke et al. 2012, Dalmau et al. 2011, Heine J et al. 2016). Ziel dieser Studie ist es Autoantikörper gegen neuronale Oberflächen-Antigene bei Patienten mit kognitiven Störungen oder Demenz zu identifizieren. Nach Identifizierung einer Kohorte mit kognitiven Störungen und hochtitrigen neuronalen Autoantikörperkonstellationen wird diese Kohorte einer Immunadsorption zugeführt und im Bezug auf deren kognitive Leistung prospektiv im Vergleich zu historischen Kontrollen evaluiert. Weiterhin werden die Patienten in einer strukturellen und funktionellen MRT-Untersuchung vor und nach IA beurteilt. Mittels Liquoruntersuchung vor und nach soll der Effekt der IA auf die initial nachgewiesenen Autoantikörper sowie weitere mögliche Neurodegenerationsmarker wie miRNAs untersucht werden.

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