Beschreibung der Studie

Augenscheinlich gibt es einen, von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägten, Zusammenhang zwischen der Region des oberen Nackens und den typischen Migräneschmerzen an Gesicht und Schläfen. Im Rahmen einer Studie möchten wir herausfinden ob sich durch eine manuelle Untersuchung der oberen Halswirbelsäule und durch Testung der Empfindlichkeit dieses Bereiches mit Hilfe von Pinseln und dünnen Nylonfilamenten, der Effekt eines anschließenden GON-Blocks (Greater Occipital Nerve) hervorsagen lässt. Die Studie besteht aus zwei Terminen. Beim ersten Termin erfolgen die oben beschriebenen Eingangsuntersuchungen mit anschließendem GON-Block, beim zweiten Termin nach 4 Wochen die Auswertung durch Fragebögen und nochmaliger manueller Untersuchung.

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Studiendetails

Studienziel Kopfschmerzfrequenz. Gemessen in Schmerztagen pro vier Wochen
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Migraine Research Foundation

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erwachsene Patienten mit episodisch hochfrequenter oder chronischer Migräne, Clusterkopfschmerz oder Gesichtsschmerz, von einem kopfschmerzerfahrenen Neurologen diagnostiziert anhand der IHS Klassifikation Version III (IHS, 2018), die einen GON-Block als klinisch erforderliche Intervention erhalten sollen.

Ausschlusskriterien

  • diagnostizierte Pathologie der Halswirbelsäule
  • Trauma (z.B. Schleudertrauma) der Halswirbelsäule in der Vergangenheit
  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Schmerzmedikamente an mehr als 10 Tagen pro Monat zum Ausschluss eines Medikamentenübergebrauchskopfschmerz
  • aus medizinischer Sicht relevante internistische, psychiatrische oder neurologische Vorerkrankungen
  • Missbrauch von Alkohol und/oder Drogen
  • Allergie gegen Kortison oder Lidokain

Adressen und Kontakt

Institut für systemische Neurowissenschaften, Hamburg

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Häufig gestellte Fragen

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Es erscheint wahrscheinlich, dass Patienten mit Schmerzen, die bei Nackenprovokation direkt in den Kopf ziehen, einen größeren Zusammenhang des zervikalen Systems mit den Kopfschmerzsymptomen aufweisen als Patienten, die keine Druckempfindlichkeit und somit auch keinen ausstrahlenden Schmerz haben. Daraus folgernd könnte dies eine Erklärung sein, warum eine Injektion an den N.occipitalis major, bei einem Teil von Patienten mit Kopf- und Gesichtsschmerz einen reduzierenden Effekt auf die Schmerzfrequenz hat. Der N.occipitalis major entspringt aus einem Ast des Spinalnerven von C2 und ist somit enger mit dem zervikalen als mit dem trigeminalen System verknüpft. Um herauszufinden, ob der Effekt der Injektion damit zusammenhängt, dass bei dieser Subgruppe von Patienten mit Kopf- und Gesichtsschmerz das zervikale System einen größeren Einfluss hat als bei Patienten, die keinen Effekt von der Injektion haben, soll im Folgenden untersucht werden, ob die Reaktion auf die manuelle Untersuchung der oberen Halswirbelsäule vorhersagt, ob die Injektion einen reduzierenden Effekt auf die Schmerzfrequenz hat.

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