Beschreibung der Studie

102 depressive Patienten wurden eingeladen, an einem Riechtraining teilzunehmen. Dazu rochen sie für 4 Monate täglich zwei Mal an Riechfläschchen. Wir untersuchten, ob dies im Vergleich zu einer kognitiven Aufgabe (Lösen von Sudoku-Rätseln) im gleichen Trainingszeitraum zur Reduktion depressiver Symptome beitragen könnte.

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Studiendetails

Studienziel Wir wollten in einer Stichprobe von klinisch depressiven Patienten untersuchen, ob ein 4-monatiges Riechtraining (OT) einen positiven Effekt auf depressive Symptome hat, im Vergleich zu einem Placebo-Training, bei dem wir keinen positiven Effekt erwarteten. In Übereinstimmung mit bisherigen Forschungsergebnissen auf diesem Gebiet stellten wir außerdem die Hypothese auf, dass OT die Riechfunktion und als „Nebeneffekt“ die kognitive Funktion verbessert. Der zweite Messzeitpunkt fand durchschnittlich 16 Wochen nach dem ersten Messzeitpunkt statt, wobei all diejenigen Probanden in die statistische Datenanalyse eingeschlossen wurden, welche mindestens 12 Wochen kontinuierlich am Training teilgenommen hatten. Depressive Symptome wurden unter Verwendung des Beck Depression Inventory (BDI-II; Beck et al., 1996; Hautzinger, Keller & Kühner, 2006) bewertet. Zusätzlich wurde im Kurztest der 36-teilige Short Form Health Survey (SF-36) (Bullinger et al., 1995) zur Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität verwendet. Die Funktion der Gerüche in Bezug auf Geruchsschwelle und Identifikation wurde mit einem validierten und zuverlässigen Verfahren unter Verwendung des Sniffin 'Sticks-Testkits (Burghart GmbH, detaillierte Beschreibung siehe (Hummel, Sekinger, Wolf, Pauli & Kobal, 1997) gemessen. Neben der Beurteilung der objektiven Riechfunktion haben wir unsere Teilnehmer mit einem Fragebogen (Croy, Buschhüter, Seo, Negoias & Hummel, 2010) zu ihrer individuellen Bedeutung der Riechfunktion befragt. Um einen möglichen kognitiven Einfluss auf Riechfunktion und affektive Störungen zu kontrollieren, wurden zwei kognitive Tests mit den Teilnehmern durchgeführt: Der überarbeitete d2-Aufmerksamkeits- und Konzentrationstest (Brickenkamp & Zillmer, 1998) und der Regensburger Wortflüssigkeitstest(RWT; Aschenbrenner, Tucha & Lange 2000). Um mögliche Begleiterkrankungen zu kontrollieren, haben wir einen Fragebogen zur Krankengeschichte beigefügt. Die Rekrutierung fand kontinuierlich zwischen November 2015 bis September 2017 statt, wobei die Daten des zweiten Messzeitpunktes des letzten teilnehmenden Probanden im September 2017 erhoben wurden.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 121
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Medizinische Fakultät

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • eine mindestens leichte depressive Episode (BDI-score >13 und <20)
  • ausreichende Deutschkenntnisse
  • Alter ab 18 J.

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien waren Anosmie, chronische Nasenerkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten sowie akute Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Influenza, obwohl häufige Atemwegserkrankungen in der Anamnese kein Ausschlusskriterium waren. Darüber hinaus waren aktuelle psychologische Behandlungen, Antidepressiva oder die Einweisung in psychotherapeutische Behandlungseinrichtungen während des Trainings aus ethischen Gründen kein Ausschlusskriterium, sondern wurden in der statistischen Datenanalyse berücksichtigt.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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In einer randomisiert-kontrollierten klinischen Studie untersuchten wir in einer Stichprobe von 102 depressiven ambulanten Patienten, ob Riechtraining eine nützliche begleitende Therapieintervention sein könnte, um depressive Symptome zu reduzieren.

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