Beschreibung der Studie

Delir beschreibt einen akut auftretenden Verwirrtheitszustand mit fluktuierendem Verlauf, der durch Aufmerksamkeits-, Bewusstseins und Denkstörungen gekennzeichnet ist. Ein postoperatives Delir (POD) ist als häufigste postoperative Komplikation älterer Patienten mit erhöhter Morbidität und Mortalität verbunden. POD tritt als hyperaktive Form mit Agitation und motosicher Unruhe, als hypoaktive Form mit Lethargie und Apathie sowie in Mischformen davon auf. Sowohl selbstgefährdendes Verhalten als auch fehlende Mitwirkung am Genesungsprozess verursachen signifikant verlängerte Krankenhausverweildauern mit komplizierten Behandlungsverläufen. Daraus resultieren ein erhöhter Behandlungsaufwand bei beeinträchtigtem Behandlungserfolg und mitunter sogar bleibende kognitive Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit. Das Auftreten eines POD korreliert sowohl mit prädisponierenden Faktoren, die in Alter und Gesundheitszustand des Patienten begründet sind als auch mit präzipitierenden Faktoren, die sich durch die Art des Eingriffs und der damit verbundenen Behandlung ergeben. Das Ziel unserer Beobachtungstudie ist die Entwicklung eines Instrumentes zur Vorhersage des Risikos für postoperatives Delir aus präoperativen Routinedaten.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Diagnosestellung eines postoperativen Delirs. Dieses wird postoperativ durch die Delirium Observation Scale (DOS) und die Confusion Assessment Method (CAM) sowie den Alertness, Attention, Abbreviated Mental Test (4AT) und Attention Screening Examination (ASE-Buchstaben Test) auf Normalstation bzw. Confusion Assessment Method for Intensive Care Units (CAM-ICU) und die Delirium Observation Scale (DOS) auf der Intensivstation diagnostiziert. Die Testung findet vom ersten bis zum fünften Tag nach einer Operation bzw. nach der Beendigung der Sedierung statt.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter über 60 Jahre
  • Eine mindestens 60-minütige OP-Dauer
  • Unterschriebene Einwilligungserklärung des Patienten liegt vor.

Ausschlusskriterien

  • Patienten, die notfallmäßig operiert werden
  • Patienten mit Sprachbarrieren
  • Jede Erkrankung die nach Meinung des Prüfarztes die Sicherheit des Patienten oder die Compliance mit dem Studienprotokoll beeinträchtigen könnte.

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Bonn

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Häufig gestellte Fragen

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Nach prospektiver Sammlung von Parametern aus Anamnese, Laborwerten, kognitiver Testung und Angehörigenbefragung wird deren Korrelation mit POD mittels multivariater Analyse untersucht. Das Auftreten des primären Endpunktes POD wird durch spezifisches Delir-Assessment vom ersten bis fünften Tag nach der Operation, beziehungsweise nach dem Erwachen aus der Sedierung auf der Intensivstation, getestet. Die Möglichkeit der Risikoprädiktion für POD anhand präoperativer Routinedaten soll Grundlage einer folgenden Interventionsstudie zur Senkung der Delir-Inzidenz durch Prophylaxe bei Patienten mit hohem Delir-Risiko sein. Ebenso könnte die frühzeitige Erkennung und Behandlung eines POD Ansatz zur Milderung von Delir-Folgen sein. Zur Entwicklung eines in die Routine der präoperativen Evaluation integrierbaren Instrumentes zur Delir-Prädiktion, sollen innerhalb von 12 Monaten 1000 Patienten, die älter als 60 Jahre sind und sich einem elektiven Eingriff mit einer geplanten Dauer von mindestens 60 Minuten unterziehen, eingeschlossen werden. Als sekundäre Endpunkte werden Veränderungen der Lebensqualität und langfristig persistierende kognitive Dysfunktionen 180 Tage nach dem Eingriff telefonisch ermittelt.

Quelle

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