Beschreibung der Studie

Diese klinische Studie verglich die Qualität zweier selbsthaftender Materialien zur Fissurenversiegelung nach einem Beobachtungszeitraum von einem Jahr. Hintergrund dieser Studie war, dass immer wieder neue Materialien zur Fissurenversiegelung auf den Markt kommen, die eine einfachere Handhabung und Zeitersparnis in der Anwendung versprechen. Die Eignung dieser Materialien wurde in dieser Studie untersucht. Hierbei wurden insgesamt 60 kariesfreie Backenzähne (30 pro Gruppe) bei 60 Kindern im Alter von sechs bis 14 Jahren versiegelt. Die Versiegelungen wurden nach Herstellerangaben gelegt. Bei dem Material von Kerr (VertiseFlow) wurde der Schritt der Phosphorsäureätzung empfohlen um den Zahn anzurauen und eine Verbindung zum Versiegelungsmaterial herzustellen. Bei Shofu (Beautisealant) entfiel der Schritt der Anätzung des Zahnes und wird durch Auftragen eines Haftvermittlers ersetzt. Dies sollte einen erheblichen Zeitvorteil ermöglichen sowie die Handhabung erleichtern. Nach zwölf Monaten wurden die Zähne nachuntersucht um Verluste der Versiegelungen festzustellen. Dabei wurden Versieglerverluste, Teilverluste, Totalverluste notiert und beide Materialien miteinander verglichen. Weitere Untersuchungspunkte waren Randqualität der Versiegelung, Ästhetik, Patientenzufriedenheit, postoperative Sensibilität. Im Vergleich zeigte das Versiegelungsmaterial mit vorheriger Anätzung des Zahnes höhere Haftwerte als das Material bei dem dieser Schritt entfiel und rechtfertigt somit den höheren Zeitfaktor und den größeren Aufwand beim Legen der Fissurenversiegelung.

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Studiendetails

Studienziel Beurteilung der Qualität der Fissurenversiegelungen nach 12 Monaten in-vivo. Zielkriterium war Retention der Versiegelungsmaterialien. Dazu wurden die Zähne vor und nach legen der Versiegelung fotografiert und nach 12 Monaten reevaluiert. Versieglerverluste wurden mit den Eingangsaufnahmen verglichen und notiert. Die Retentionrate wurde eingeteilt in komplett vorhanden, geringfügiger Verlust, Verlust bis zur Hälfte und Verlust über die Hälfte.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universität Witten/Herdecke Fakultät für Gesundheit Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Untersuchungszahn: durchgebrochener und kariesfreier 1. / 2. Molar
  • Kariesfrei nach ICDAS II, Code 0
  • Vorlage der Einwilligungserklärung
  • Bleibender Zahn (2. Dentition)

Ausschlusskriterien

  • schwere Allgemeinerkrankungen,
  • kariöse Läsion am Untersuchungszahn,
  • Patienten mit deutlich eingeschränkter Mundöffnung,
  • mangelnde Kooperationsbereitschaft,
  • schwerwiegende orale Erkrankungen,
  • bekannte Überempfindlichkeit gegen eine in der Studie verwendete Substanz,
  • nicht unterschriebene Einwilligungserklärung,
  • Gingivitis,
  • Trockenlegung des Zahnes nicht möglich

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Karies-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Ziel Das Ziel dieser klinischen Studie war es, die Qualität von zwei selbstadhäsiven Fissurenversiegelungen mit und ohne Schmelzoberflächenkonditionierung nach einer Beobachtungszeit von einem Jahr zu vergleichen. Material und Methode Nach Genehmigung der Ethikkommission, Fallzahlberechnung und Zustimmung der Probanden haben 60 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 9,58 ± 2,97 (30 ♂ 30 ♀) Jahren an dieser Studie teilgenommen. Die Probanden wurden randomisiert und stratifiziert nach Geschlecht in zwei Gruppen aufgeteilt. Gr. A: Giomer BeautiSealant (SHOFU Dental GmbH, Ratingen, Deutschland) und Gr. B: selbstadhäsives fließfähiges Komposit Vertise Flow (Kerr GmbH, Biberach, Deutschland). Die Fissuren der kariesfreien Molaren wurden mit Pulverstrahlgerät (Air Flow Handy) gereinigt. Nach der Trockenlegung der Zähne wurden die zwei Fissurenversiegelungen nach jeweils zwei Herstellerangaben appliziert. Der Unterschied zwischen den Produkten ist, dass keine zusätzliche Vorbehandlung der Schmelzoberfläche mit Ätzgel bei der Anwendung von BeautiSealant erforderlich ist. Nach einem Jahr wurde die Retentionsrate der Fissurenversiegelungen bestimmt. Anschließend wurden die Daten statistisch mittels Mann-Whitney U Test mit einem Signifikanzniveau bei α=0,05 analysiert. Ergebnisse Die Retentionsrate nach einem Jahr zeigte folgende Ergebnisse: Gr. A: 23,3% (n=7) komplett vorhanden, 50% (n=15) geringfügiger Verlust, 20% (n=6) Verlust bis zur Hälfte und 6,7% (n=2) Verlust über die Hälfte. Keinen Totalverlust Gr. B: 73,3% (n=22) komplett vorhanden, 23,3% (n=7) geringfügiger Verlust, 3,3% (n=1) Verlust bis zur Hälfte. Es wurde ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Produkten festgestellt (p= 0,00). Schlussfolgerung Unter Berücksichtigung der Limitationen dieser Studie zeigte die Anwendung der Fissurenversiegelung in Kombination mit der Schmelzoberflächenkonditionierung mit Phosphorsäure eine höhere Haftung als bei der alleinigen Anwendung des selbstätzenden Versieglers.

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