Beschreibung der Studie

In den OECD Ländern stellen übergewichtige und adipöse Menschen derzeit die Mehrheit der Bevölkerung dar. Während in den 1980er Jahren nur 1 von 10 Erwachsenen adipös war, verdoppelte und verdreifachte sich diese Zahl in den folgenden Jahrzehnten. Der rapide Anstieg übergewichtiger und adipöser Erwachsener auf mehr als 14% in Deutschland und über 35% in den USA lässt von einer weltweiten Epidemie von Übergewicht und Fettleibigkeit sprechen (OECD, 2014). Zeitgleich mit dieser Entwicklung nahm auch der Einsatz von Umweltchemikalien wie dem Weichmacher Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) in hohem Maße zu. Es stellt sich die Frage ob auch Umweltchemikalien Auslöser von Übergewicht sein können. DEHP ist einer der weltweit am häufigsten genutzten Weichmacher in Kunststoffprodukten des täglichen Bedarfs und ist in der Lage die Wirkung bestimmter Hormone im menschlichen Körper zu imitieren. In Tiermodellen konnte bereits gezeigt werden, dass DEHP einen Einfluß auf den Fettstoffwechsel hat. Aus diesem Grund ist es in einem nächsten Schritt erforderlich diesen Einfluss auch in menschlichenTestsystemen zu untersuchen. Hierzu eignen sich u.a. Fettvorläuferzellen, sowie Fettgewebe von menschlichen Probanden.

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Studiendetails

Studienziel primäre Zellkultur/Fettgewebskultur; Expsotion der Zellen mit DEHP und Gewinnung von mRNA und Protein für Expressionsanalysen spezifischer Fettzellmarker.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 70
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Institut für Anatomie und Zellbiologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Geplante elektive orthopädische Wirbelsäulenoperation
  • Unterschriebene Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

  • Keine unterschriebene Einwilligungserklärung
  • Kachexie
  • Infektionskrankheiten (z.B. MRSA, HIV, Hepatitis B undC)
  • Endokrinologische Vorerkrankungen (z.B. Diabetes, Schilddrüsenerkrankung)
  • Tumorerkrankungen

Adressen und Kontakt

Department für Orthopädie und Unfallchirurgie des UKH, Halle Saale

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Häufig gestellte Fragen

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In den OECD Ländern stellen übergewichtige und adipöse Menschen derzeit die Mehrheit der Bevölkerung dar. Während in den 1980er Jahren nur 1 von 10 Erwachsenen adipös war, verdoppelte und verdreifachte sich diese Zahl in den folgenden Jahrzehnten. Der rapide Anstieg übergewichtiger und adipöser Erwachsener auf mehr als 14% in Deutschland und über 35% in den USA lässt von einer weltweiten „epidemic of obesity“ sprechen (OECD, 2014). Zeitgleich mit dieser Entwicklung nahm auch der Einsatz von Umweltchemikalien wie dem Weichmacher Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) in hohem Maße zu. Die Koinzidenz beider Entwicklungen deutet auf einen wahrscheinlichen Zusammenhang hin. Standen zum Anfang der „epidemic of obesity“ v.a. hochkalorische Diäten, mangelnde physische Aktivität und genetische Faktoren im Fokus der Ursachendiskussion, so rücken seit einigen Jahren die sogenannten „Obesogene“ als Auslöser und Förderer der Adipositas mehr und mehr in den Vordergrund. Unter „Obesogenen“ versteht man xenobiotische Chemikalien bzw. Umweltchemikalien, die im Verdacht stehen, die normale Fettzelldifferenzierung und Energiehomöostase zu stören und somit Adipositas zu fördern. DEHP ist einer der weltweit am häufigsten genutzten Weichmacher in Kunststoffprodukten des täglichen Bedarfs. Neben der Tatsache, dass es als endokriner Disruptor mit obesogenen Eigenschaften wirkt, verursacht DEHP Zellschädigung durch Induktion von oxidativem Stress und greift auch in das inflammatorische Geschehen des Organismus und des Fettgewebes im Speziellen ein. Hinweise darauf, dass DEHP einen Einfluss auf die Fettzelldifferenzierung bzw. -funktion ausübt, gibt es in der Literatur in großer Zahl. Jedoch beschränken sich diese Untersuchungen zumeist auf Tiermodelle (Mäuse, Ratten, Hühner und Zebrafisch) und Zellkulturexperimente in murinen Systemen (3T3-L1 etc.). Die genannten Modelle liefern wertvolle Hinweise und Daten, lassen jedoch offen, ob die Befunde auf den Menschen übertragbar sind. Humane epidemiologische Studien zeigen eine z.T. gegensätzliche Ergebnislage, sind generell stark limitiert und zumeist als Korrelationsanalysen konzipiert. Konsequenterweise müssen mechanistische Untersuchungen folgen um zu klären, welche molekularen Prozesse der Beobachtung zugrunde liegen und inwieweit eine Übertragbarkeit der Erkenntnisse aus anderen Spezies möglich ist. Aus diesem Grund ist es dringend erforderlich geeignete humane Modellsysteme zu etablieren, um standardisiert in-vitro vergleichbare und reproduzierbare mechanistische Daten zu gewinnen. Das beantragte Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, den Einfluss des Weichmachers DEHP in geeigneten humanen Testsystemen wie den SGBS-Zellen, primären Adipozyten und Fettgewebskulturen unter Einbeziehung bereits publizierte Erkenntnisse aus anderen Spezies zu untersuchen.

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