Beschreibung der Studie

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist durch ein tiefgreifendes Muster von Instabilität im Selbstbild, in sozialen Beziehungen und im Gefühlserleben, sowie durch Impulsivität charakterisiert (DSM-5). Störungen in der Mutter-Kind-Beziehung sind bekannt. In der vorliegenden Studie sollen das Belohnungs- und Stresserleben, sowie zugrundeliegende Mechanismen von Müttern mit BPS und die Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung untersucht werden. 30 Mutter-Kind-Paare mit 30 Müttern mit BPS und deren Kinder (Alter zwischen 18-36 Monaten) sollen eingeschlossen werden. Das mütterliche und kindliche Verhalten, sowie deren Interaktion soll in einer Verhaltensbeobachtung mit verschiedenen validierten Paradigmen untersucht werden. Um herauszufinden, was im Gehirn passiert, sollen zudem verschiedene Hormone bei der Mutter vor und nach der Interaktion untersucht werden, sowie eine bildgebende fMRT-Untersuchung der Mutter stattfinden. Als Vergleichsgruppe sollen 33 Mutter-Kind-Paare mit gesunden Müttern mit deren Kindern (Alter zwischen 18-36 Monaten) eingeschlossen werden.

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Studiendetails

Studienziel Verhaltensbeobachtung 1A: Im Rahmen der Verhaltensbeobachtung sind die Zielkriterien die Verhaltensindizes gemäß des „Coding Interactive Behavior“ Systems (CIB) (Feldman, 1998) zur Beurteilung mütterlicher, kindlicher und dyadischer Verhaltensaspekte. Diese ergeben sich aus der Videoanalyse einzeln für jedes der drei Paradigmen: Freispiel, Puppet und Ärger/Toy removal. Das CIB beinhaltet 45 Skalen, die von 1 (wenig) bis 5 (hoch) geratet werden können. Dabei werden Frequenz, Dauer und Latenz der Ereignisse beachtet. Zudem ist die mütterliche Befindlichkeit vor und nach dem Freispiel, gemessen über den „Positive and Negative Affect Schedule“ (Watson et al., 1988) ein weiteres Zielkriterium. Aus 20 Kriterien, die von 1 (gar nicht) bis 5 (äußerst) geraten werden können, ergeben sich die zwei Dimensionen positiver und negativer Affekt, zu denen jeweils der Mittelwert berechnet wird. 1B: Zielkriterien sind die Plasma Oxytocinwerte und die Cortisolwerte vor und nach der Freispielsituation. fMRT 2A: Auf Verhaltensebene während der fMRT Messung sind Zielkriterien die Bewertung des eigenen Affekts (1= negativ bis 5= positiv) und Arousals (1= entspannt bis 5= angespannt) in Abhängigkeit der Kondition (angenehme/unangenehme Situation bzw. eigenes/fremdes Kind). 2B: Auf neuronaler Ebene stellen die Zielkriterien die zerebrale Aktivität (BOLD-Signal) im Belohnungssystem (Striatum, orbitofrontaler Kortex, Cingulum, ventrales Pallidum, ventrales Tegmentum, Substantia nigra), sowie die Aktivität im Salienzsystem (Amygdala, Insula, ACC) dar.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 63
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Medizinische Fakultät HeidelbergUniversitätsklinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Für Frauen mit BPS
  • Mutter eines 18-36 Monate alten Kindes
  • Alter: 18 – 50 Jahre
  • Diagnose einer BPS (≥ 5 DSM-IV Kriterien im International Personality Examination Interview (IPDE) Sektion BPS)
  • Für gesunde Frauen
  • keine akute und zurückliegende psychiatrische Erkrankung (Achse I/II-Störung; M.I.N.I./IPDE)
  • Für Kinder
  • Alter 18-36 Monate
  • Mutter und Kind zusammenlebend

Ausschlusskriterien

  • Für Frauen mit BPS
  • Fehlende Einwilligungsfähigkeit
  • Alter < 18 Jahre und > 50 Jahre
  • psychotrope Medikation mit Ausnahme von SSRIs (Serotonin Reuptake Inhibitors) und SSNRIs (Selective Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor)
  • akute / frühere Bipolar I Störung oder Schizophrenie
  • aktueller Substanzmissbrauch
  • Substanzabhängigkeit in den vergangenen 2 Jahren vor Studienteilnahme
  • bekannte Hirntraumata, - tumore o.a. signifikante neurologische / medizinische Faktoren
  • Schwangerschaft
  • Akute Suizidalität
  • Für gesunde Frauen
  • Vorliegen einer akuten und zurückliegenden psychiatrischen Erkrankung (Achse I oder II)
  • Für Kinder
  • Alter < 18 und > 36 Monate
  • Geistige oder körperliche Behinderung
  • Schwere körperliche Erkrankung
  • Kindeswohlgefährdung
  • Für MRT-Messung für Mütter mit BPS und gesunde Mütter
  • Psychotrope Medikation
  • Linkshändigkeit
  • MRT-Untauglichkeit (u.a. nicht entfernbare Metallteile, Klaustrophobie, Lärmüberempfindlichkeit, Gehörschäden) bei der Mutter

Adressen und Kontakt

Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Heidelberg

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Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist durch ein tiefgreifendes Muster von Instabilität im Selbstbild, in sozialen Beziehungen und im Affekt, sowie durch Impulsivität charakterisiert (DSM-5). Störungen in der Mutter-Kind-Beziehung sind bekannt. In der vorliegenden Studie sollen das Belohnungs- und Stresserleben, sowie zugrundeliegende Mechanismen von Müttern mit BPS und die Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung untersucht werden. 30 Mutter-Kind-Paare mit 30 Müttern mit BPS und deren Kinder (Alter zwischen 18-36 Monaten) sollen eingeschlossen werden. Das mütterliche und kindliche Verhalten, sowie deren Interaktion soll in einer Verhaltensbeobachtung mit verschiedenen validierten Paradigmen untersucht werden. Zum besseren Verständnis von zugrundeliegenden neuronalen und hormonellen Mechanismen, sollen zudem verschiedene Hormone (Oxytocin, Cortisol) bei der Mutter vor und nach der Interaktion untersucht werden, sowie eine fMRT-Untersuchung der Mutter stattfinden. Als Vergleichsgruppe sollen 33 Mutter-Kind-Paare mit gesunden Müttern mit deren Kindern (Alter zwischen 18-36 Monaten) eingeschlossen werden.

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